Grossbrand zerstört Lebenswerk

Donnerstag, 12. Januar 2017

Die Walliser Familie Grandi hat auf einen Schlag ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Die Mobiliar ist rasch zur Stelle und hilft der Familie auf dem Weg zurück.

Orlando Grandi wird in der Nacht auf letzten Donnerstag abrupt aus dem Schlaf gerissen. Die Balken knistern und durch die Glastür sieht er furchteinflössende Flammen. Für den Besitzer des Restaurant/Pension Hirschen in Fiesch VS ist sofort klar: Das Gebäude muss evakuiert werden. Nebst Orlando Grandi, seiner Frau und seinem Sohn, befinden sich ein Hotelgast und eine Angestellte im Haus. Verletzt wird dank der raschen Evakuierung niemand. Dennoch ist der Verlust gross. Das Gebäude war sowohl das Zuhause der Familie, als auch ihr Arbeitsort. «Es ist unser Leben», sagt Orlando Grandi bewegt. Ein Lebenswerk, auf einen Schlag zerstört. Vom traditionellen Walliser Gebäude ist nicht mehr viel übrig, lediglich die Betongrundierung im Erdgeschoss hat den Flammen standgehalten. Die Brandursache ist noch unklar.

Schlimme Warterei

Die Warterei sei das Schlimmste nach dieser Tragödie, sagt Tochter Ramona Grandi. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als dass es mit den Aufräumarbeiten rasch vorangeht. Dies liegt auch der Mobiliar am Herzen. Sie betraut den routinierten Schadeninspektor Peter Bill mit dem Fall. Er ist seit 38 Jahren bei der Mobiliar und mit derartigen Brandfällen bestens vertraut. Doch auch für Bill hat der Fall eine besondere Note: Es könnte sein letzter grosser Fall sein. Das Berner Mobiliar-Urgestein sieht seiner Teilpension im März entgegen.

Hilfe von allen Seiten

Hilfe wird der Familie von allen Seiten angeboten. Orlando Grandi kann insbesondere auf die Unterstützung seines Bruders zählen, bei dem die Familie vorübergehend untergebracht ist. Nach dem Brand stehen sie vor dem Nichts. Umso mehr wird die Hilfe der Mobiliar geschätzt. Nachdem das Gebäude bis auf die Grundmauern abgerissen worden ist, kann es wintertauglich gemacht werden. Peter Bill hat das weitere Vorgehen mit dem Generalagenten und dem Leiter Schadendienst der GA Oberwallis, Roland Lüthi und Jean-Christoph Biner, bereits besprochen. Den Sachschaden schätzt er auf rund 2,5 Millionen Franken. Aufgrund dieser Summe war schnell klar, dass dieser Brand ein Fall für die Direktion ist.

Orlando Grandi kann sich einen Wiederaufbau seines Zuhauses vorstellen. «Das Restaurant wird in Zukunft möglicherweise auch weitergeführt.» Darüber, wie es mit der Pension weitergeht, ist er sich hingegen noch nicht im Klaren.