Das Schweizer Vorsorgesystem auf einen Blick

3 Säulen für einen Ruhestand ohne finanzielle Sorgen

Die Altersvorsorge in der Schweiz basiert auf dem 3-Säulen-Prinzip. Die staatliche, berufliche sowie private Vorsorge ergänzen sich, damit Sie im Idealfall Ihren gewohnten Lebensstandard weiterführen können, wenn Sie erwerbsunfähig oder pensioniert werden.

Unser Vorsorgesystem baut auf 3 Säulen auf. Die staatliche und die berufliche Vorsorge sind obligatorisch, die private Vorsorge ist freiwillig.

Die 1. Säule

Die 1. Säule (oder staatliche Vorsorge) soll Ihre Existenz sichern. Sie ist für alle in der Schweiz wohnhaften oder erwerbstätigen Personen obligatorisch und besteht aus

  • AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung),
  • IV (Invalidenversicherung) und
  • EL (Ergänzungsleistungen).

Die 2. Säule

Die 2. Säule (oder berufliche Vorsorge) soll Ihren Lebensstandard sicherstellen. Sie ist für alle Arbeitnehmer obligatorisch, die mehr als 21 150 Franken im Jahr (Stand 2017) verdienen, und soll mit der 1. Säule 60 bis 70 Prozent des letzten Salärs decken. Falls Sie selbstständig arbeiten, können Sie sich freiwillig in der 2. Säule versichern. Grundlage sind das BVG (Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge) und das UVG (Bundesgesetz über die obligatorische Unfallversicherung).

Die 3. Säule

Die 3. Säule (oder private Vorsorge) soll Einkommenslücken schliessen. Um solche Lücken so gut als möglich zu schliessen, lohnt es sich, frühzeitig anzufangen. Die private Vorsorge ist freiwillig. Sie können zwischen gebundener Vorsorge (Säule 3a) und freier Vorsorge (Säule 3b) wählen. Wenn Sie angestellt oder selbstständig arbeiten, können Sie alle Beiträge an die gebundene Vorsorge bis zu einem bestimmten Betrag von Ihrem steuerbaren Einkommen abziehen und so Steuern sparen.

Vorsorge ist komplex – und so individuell wie Sie. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Situation mit einem Versicherungs- und Vorsorgeberater zu besprechen und gemeinsam sinnvolle Lösungen zu suchen.