Mitbewohner finden in 6 Schritten

Wie du schnell ein passendes WG-Gspänli findest

Dein WG-Gspändli hat dir soeben eröffnet, dass es das Studium in einer anderen Stadt fortführen wird und daher die WG verlässt? Kein Problem – mit unseren Tipps wirst du rasch einen passenden Nachfolger finden.

1. Wer sucht, der findet.

Aber nur, wer auch wirklich weiss, was er genau sucht. Zuerst solltest du dir also überlegen, mit welchem Mitbewohner-Typ du künftig dein Sofa teilen möchtest. Partytier oder Coachpotato? Hygieneverliebter Putzteufel oder lieber geselliger Chaot, der sich nach fünf Monaten zum ersten Mal nach dem Staubsauger erkundigt?

2. Los geht’s: Zimmer ausschreiben

Frühzeitig anfangen – das spart Stress und Ärger. Am bekanntesten und daher erfolgversprechendsten ist wohl die Plattform wgzimmer.ch. Aber auf auch auf Ronorp, students.ch und der Website deiner Uni oder deines Arbeitgebers tummeln sich potentielle Mitbewohnerinnen und Mitbewohner. Weiterhin kannst du das Zimmer natürlich auch über Facebook und Co. annoncieren – und wenn deine Freunde fleissig teilen, erreichst du auch hier einige interessierte Leute. Nicht zu vergessen sind aber auch die Studentenzeitschriften oder die altertümlichen, aber nicht zu unterschätzenden Anschlagbretter in der Uni.

Zu guter Letzt ist auch der Offline-Weg vielversprechend. Erzähl deinen Freunden von der Suche – über Bekannte und deren Bekannte ergeben sich oft überraschende Möglichkeiten.

Damit sich vor allem auch passende Leute bewerben, solltest du bei der Ausschreibung folgende Eckdaten nicht vergessen:

  • Mietpreis
  • Ist das WG-Zimmer befristet oder unbefristet?
  • Grösse des Zimmers
  • Ausstattung (WLAN, Waschmaschine, Spülmaschine etc.)
  • Aussagekräftige Bilder (nein, der Keller interessiert hier niemanden – aber sicher das Zimmer, die Küche, das Bad sowie das Wohnzimmer).
  • Deine Kontaktangaben (überlege dir gut, ob du hier wirklich deine Mobilenummer angeben willst oder die Sache lieber per Mail abwickelst).
  • Kurze Beschreibung von deinem Wunsch-Mitbewohner sowie von dir selbst. Um böse Überraschungen zu verhindern, lohnt es sich hier besonders, ehrlich zu sein. Hast du einen Putzfimmel? Dann darfst du dies auch so schreiben, andere Putzliebhaber werden sich mit Sicherheit gerne bewerben – und die anderen bleiben fern.

Zudem ist es ratsam, einen Betreibungsregisterauszug sowie ungefähre Angaben über das Einkommen zu verlangen. Du möchtest ja jemanden, der das Zimmer auch finanzieren kann, ansonsten ist der Stress vorprogrammiert.

3. Und nach der Ausschreibung die Bewerber-Flut.

Je nach Wohnort wirst du tatsächlich eine grössere Anzahl an Bewerbungen erhalten, WG-Zimmer sind ein gefragtes Gut. Eingegangene Bewerbungen solltest du grosszügig selektionieren. Fehlen Angaben oder werden Killerkriterien nicht erfüllt? Weg damit!

4. WG-Besichtigung aka «Bewerbungsgespräch» organisieren

Die Auserwählten solltest du einerseits kennenlernen, andererseits möchten diese die Wohnung und das Zimmer sicherlich auch besichtigen. Idealerweise lädst du drei bis vier Bewerber einzeln ein. Es ist immer schwierig, Leute innerhalb kurzer Zeit angemessen einzuschätzen. Deshalb ist es hilfreich, nicht einfach eine 0815 Wohnungsbesichtigung zu organisieren. Vielleicht kannst du die Bewerber (einzeln) zu einem gemeinsamen Kochen einladen. Hier kannst du die Leute in einer anderen Atmosphäre kennenlernen. Hilft die Person mit beim Kochen, räumt sie auf, nimmt sie Bier mit? Alles Infos, die du hier zusätzlich kriegst und die dir bei der Entscheidung helfen.

5. Nach der Entscheidung ist vor dem Vertrag: vertragliche Regelungen

Bevor dein neuer Mitbewohner / deine neue Mitbewohnerin Einzug in das Zimmer hält, solltet ihr die vertraglichen Dinge regeln. Dazu gehört die Regelung folgender Punkte:

  • Bin ich Hauptmieter und suche einen Untermieter oder wird es ein zweiter Hauptmieter geben? Diese Frage solltest du vorab mit deiner Verwaltung besprechen. Falls es einen Untermietvertrag gibt, können sie dir sicher eine Vorlage zustellen.
  • Wie wollt ihr es mit der Mitkaution handhaben?
  • Welche Versicherungen müsst ihr gemeinsam abschliessen, über wen läuft die Hausratversicherung?

6. … und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende.

Oder auch ein wenig kürzer. Nichtsdestotrotz ist es empfehlenswert, das Zusammenleben ein wenig zu organisieren, so dass der WG-Harmonie nichts im Wege steht. Hier einige Administrationshilfen:

  • Der Klassiker: Putzplan
  • Einkaufsplan
  • Budgetliste: Wem gehört was, wie viel hat es gekostet? Hilft, beim Auszug etwaige Eigentumsstreitigkeiten zu eliminieren.
  • Digitale Hilfen: Hier einige Apps, die helfen, das Zusammenleben einfach und unkompliziert zu organisieren:

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