Erfolgreiches Case-Management ist Teamwork

Montag, 3. Oktober 2016

Droht einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter eine langfristige Arbeitsunfähigkeit, ist das für alle Beteiligten eine belastende Situation. In solchen Fällen bietet die Mobiliar Hand für eine umfassende Unterstützung sowohl der betroffenen Person als auch des Arbeitgebers.

Diese Erfahrung machte auch die Gebrüder Hallwyler AG. Das Familienunternehmen ist in der Region Zofingen seit über 100 Jahren erfolgreich in der Hoch- und Tiefbaubranche tätig.

Dem betroffenen Mitarbeiter eine Perspektive geben

Nachdem sich bei einem Mitarbeiter die Kurzabsenzen in immer kürzeren Abständen häuften und sich seine Leistungen verschlechterten, suchte der Arbeitgeber das Gespräch. «Es stellte sich heraus», so die gesprächsführende Person, «dass der betroffene Mitarbeiter neben gesundheitlichen Problemen bereits psychisch angeschlagen war und unter starken Versagens- und Existenzängsten litt. Er befürchtete demnächst die Kündigung zu erhalten.»

Die schleppende Entwicklung wurde für den Mitarbeiter zunehmend zur Belastung und setzte ihn unter Druck: «Ich war 32 Jahre als Polier bei der Gebrüder Hallwyler AG beschäftigt. Die Beschwerden kamen schleichend. Als ich merkte, dass es mir immer schwerer fiel, die Anforderungen zu erfüllen, kamen psychischer Stress, Schlafstörungen, Müdigkeit und sogar depressive Stimmungen dazu.»

In dieser aussergewöhnlichen Situation entschloss sich die Hallwyler AG einen externen Case-Manager beizuziehen. Dabei stand für den Arbeitgeber im Vordergrund, «die Situation zum Wohle aller Beteiligten richtig einzuschätzen und dem Mitarbeiter eine Perspektive zu geben.»

Alle ziehen am gleichen Strick

Im Rahmen des Case-Managements wurden Gespräche mit dem betroffenen Mitarbeiter geführt, um seine Anliegen aufzunehmen und ihn für den Integrationsprozess zu gewinnen. «Meine Ängste wurden ernst genommen, meine Befürchtungen die Stelle zu verlieren erwiesen sich als unbegründet. Auch wurden mir durch klärende, offene Gespräche mit dem Case-Manager und meinem Arbeitgeber dessen Sichtweise und Sorgen bewusst», so der Mitarbeiter. «Wichtig war auch, dass ich während der schwierigen Zeit immer im Pensum von 50 Prozent gearbeitet und mich nicht ins Schneckenhaus zurückgezogen habe.»

Arbeitnehmer und Arbeitgeber entwickelten gemeinsam mit dem Case-Manager, der IV sowie der behandelnden Ärzte gezielte Massnahmen für eine langfristige Lösung. Der Mitarbeiter ist heute in einer 50-Prozent-Anstellung als Magaziner tätig und wird von der IV unterstützt.