Nachfolgeregelung frühzeitig in Angriff nehmen

Warum KMU-Besitzer ihre Nachfolge früh genug planen sollten

Früher oder später ist die Zeit reif für den Wechsel. Einfach ist die Nachfolgeregelung selten: Der Besitzer, der das Unternehmen oft auch gegründet hat, muss sein Lebenswerk jemandem übergeben. Umso wichtiger ist es, diesen Schritt rechtzeitig zu planen.

KMU beschäftigen mehr als neun Zehntel aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Schweiz und sind somit das Rückgrat unserer Wirtschaft. Darum ist die Nachfolgeregelung in diesen kleinen und mittleren Unternehmen von grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung. Wegen des demografischen Wandels stehen jetzt viele KMU vor der Herausforderung, einen Nachfolger zu finden. Aber nicht alle haben eine Lösung für die Übergabe an die nächste Generation zur Hand. Rund ein Drittel aller KMU steht ohne Nachfolgeregelung da.

Nachfolge ist ab 55 ein Thema

Zwei Drittel der KMU-Besitzer planen ihre Nachfolge ein bis fünf Jahre im Voraus. Das ist zu spät. Experten raten, sich ab dem 55. Lebensjahr mit dem Thema Nachfolge zu beschäftigen. Die richtige Person zu finden, braucht Zeit; besonders, wenn niemand aus der Familie das Unternehmen übernehmen will oder kann. Daher muss zuerst eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gefunden und auf die Aufgaben vorbereitet werden.

Konsequenzen für die Vorsorge

Die Nachfolgeregelung kann auch eine Umstrukturierung oder gar eine andere Gesellschaftsform notwendig machen. Darum ist es so wichtig, sich früh damit auseinanderzusetzen. Auch was die persönliche Vorsorge betrifft. Diese Themen sollten Sie sich lieber früher als später genauer anschauen:

  • Analyse des aktuellen und zukünftigen Bedarfs
  • Risikobeurteilung
  • Vorsorge- und Pensionsplanung
  • Überprüfung der Personalvorsorge
  • Steueroptimierung

Objektiv beurteilen und bewerten

Die Übergabe des Lebenswerks an eine neue Generation ist emotional. Emotionen können aber die Nachfolge hemmen, weil sie es schwierig machen, die Marktchancen und den Wert des Unternehmens objektiv einzuschätzen. Da ist Rat von aussen oft hilfreich. Am besten reden Sie mit Ihrem Versicherungs- und Vorsorgeberater.