Blick von hinten auf einen Mann, der am Schreibtisch sitzt, vor ihm ein offener Laptop. Symbolbild zum Thema Zahlungsverzug Kunden.

Spear-Phishing und Whaling im Überblick

Bedeutung, Beispiele und Schutzmassnahmen

Im Gegensatz zum klassischen Massen-Phishing nimmt Spear-Phishing bewusst nur einzelne Mitarbeitende oder einzelne Privatpersonen ins Visier. Die Angreifer:innen wählen ihre Opfer sorgfältig aus und versuchen, sie mit massgeschneiderten Nachrichten zu täuschen. Hier erfahren Sie, wie Sie sich vor Spear-Phishing-Angriffen schützen können.

  • Lesezeit: 9 Minuten
  • Letztes Update: Oktober 2026

Was ist Spear-Phishing?

Spear-Phishing ist eine gezielte Form des Phishing: Anstatt massenhaft identische Betrugs-E-Mails zu verschicken, nehmen die Angreifer:innen eine bestimmte Person ins Visier. Ziel ist es, das Opfer zur Herausgabe sensibler Daten, zu einer Zahlung oder zur Installation von Schadsoftware zu verleiten. Aufgrund der hohen Personalisierung sind solche Angriffe schwieriger zu erkennen als klassisches Massen-Phishing.

Phishing-Angriffe auf hochrangige Personen werden auch «Whaling» genannt. Wenn Phishing auf Führungskräfte oder wichtige Entscheidungsträger:innen abzielt, spricht man auch von «Executive-Phishing». Bei Phishing-Angriffen auf Mitarbeitende setzen die Angreifer:innen häufig auf gefälschte Geschäfts-E-Mails («Business Email Compromise», BEC) und «CEO-Betrug». Letzteres sind Betrugsmaschen im Namen der oder des CEO.

Laut dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) ist beim Phishing ein Trend zu raffinierten, mehrstufigen Angriffen über mehrere unterschiedliche Kanäle zu beobachten. Dabei kombinieren die Angreifer:innen häufig generisches Massen-Phishing mit gezieltem Spear-Phishing. Die Aufklappelemente enthalten reale Beispiele zu Spear-Phishing und Massen-Phishing via E-Mail, SMS, Telefonanruf und QR-Code.

Wie kann ich Spear-Phishing erkennen und mich davor schützen?

Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Anfragen, die psychologischen Druck aufbauen und angeblich dringend sowie vertraulich erledigt werden sollen. Prüfen Sie Nachrichten, die auf den ersten Blick auffällig gut zu passen scheinen, besonders sorgfältig (richtiger Name, Chef, laufendes Projekt). Denn solche Nachrichten sind typisch für Spear-Phishing.

Lassen Sie sich unerwartete Überweisungsaufträge oder unerwartete Änderungen bei der Zahlungsempfängerin (z. B. eine andere IBAN) von der zuständigen Person über einen zweiten, bekannten Kanal bestätigen. Veranlassen Sie erst danach eine Überweisung.

Richten Sie bei sämtlichen Online-Zugängen die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein. Selbst wenn Sie Ihre Zugangsdaten versehentlich preisgeben, können sich Angreifer:innen ohne den zweiten Faktor nicht in Ihre Online-Accounts einloggen. Geben Sie den zweiten Faktor und Verifizierungscodes generell nicht an Dritte weiter. Das gilt besonders dann, wenn Sie von einem vermeintlichen Kontakt oder einer Person am Telefon darum gebeten werden.

Verwenden Sie in der ganzen Firma und auf all Ihren privaten Geräten einen Passwortmanager, um bei jedem Ihrer Online-Zugänge standardmässig ein sicheres, automatisch generiertes Passwort zu nutzen. Ein solcher Passwortmanager ist im Leistungsumfang der Cyberversicherung der Mobiliar enthalten.

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