
Smishing
SMS-Phishing einfach erklärtHaben Sie ein verdächtiges SMS erhalten? In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie SMS-Phishing funktioniert und wie Sie sich mit einfachen Massnahmen davor schützen können.
Lesezeit: 12 Minuten Letztes Update: April 2026
Das Wichtigste in Kürze
- Smishing (SMS-Phishing) ist eine Form des Phishings, bei der Betrüger:innen Textnachrichten per SMS oder Messenger versenden, um an Zugangsdaten oder Kreditkarteninformationen zu gelangen oder um Schadsoftware zu verbreiten.
- Smishing-Betrüger:innen fälschen den angezeigten Absender der SMS-Nachricht (Name oder Nummer), um ihre Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Dadurch können die gefälschten Nachrichten im selben Gesprächsverlauf wie echte Nachrichten dieser Organisation auftauchen.
- Seien Sie misstrauisch bei SMS, die Sie auf eine Website locken wollen, und trauen Sie keinen Absendernamen und -nummern. Geben Sie keine Kreditkarteninformationen oder Zugangsdaten auf einer Webseite ein, die Sie über einen Link in einer Nachricht geöffnet haben.
SMS-Phishing: Was ist Smishing?
SMS-Phishing oder kurz «Smishing» ist eine Form des Phishings, bei der Betrüger:innen manipulative SMS oder Textnachrichten über Messenger-Dienste versenden, um an Zugangsdaten oder Kreditkarteninformationen zu gelangen, Schadsoftware zu verbreiten oder um ihre Opfer für betrügerische Mehrwertdienste anzumelden.
Die Betrüger:innen nutzen die Zugangsdaten und Kreditkarteninformationen häufig zur Übernahme des E-Banking-Kontos, für Kreditkartenbetrug oder um sie im Darknet zu verkaufen. Alternativ zocken Smishing-Betrüger:innen ihre Opfer über Abofallen ab, die die Kreditkarte oder die Handyrechnung regelmässig belasten.
Wie funktioniert Smishing?
Beim Smishing imitieren Betrüger:innen SMS oder Messenger-Nachrichten, wie sie häufig von Banken oder Paketdiensten an Kund:innen geschickt werden. Die manipulativen SMS enthalten in der Regel einen plausiblen Vorwand mit einer dringenden Handlungsaufforderung sowie einen Link, der auf eine gefälschte Webseite führt. Diese ist darauf ausgelegt, sensible Daten abzugreifen, Schadsoftware zu verbreiten, oder sie dient als Abofalle.
Typische Vorwände sind angeblich ausstehende Zollgebühren, die Empfangsbestätigung für ein Paket, die Verifizierung der Zugangsdaten zur Vermeidung einer Kontosperrung, Sicherheitswarnungen, Gewinnbenachrichtigungen, Steuerrückerstattungen oder das Abhören einer verlinkten Sprachnachricht.
Während Phishing-Mails meist relativ einfach anhand der Absenderadresse entlarvt werden können, sind die Namen oder Nummern im Absender von Phishing-SMS oft gefälscht und dem vorgetäuschten Absender angepasst (SMS-Spoofing). Dadurch kann die Nachricht sogar in Ihrem bisherigen SMS-Verlauf mit dieser Dienstleisterin erscheinen. Das erhöht die Glaubwürdigkeit der Fake-SMS.
Wie schütze ich mich vor Smishing?
Trauen Sie keinen Absendernamen oder –nummern in SMS, da diese mittels Sender-ID-Spoofing gefälscht sein könnten. Auch wenn eine SMS-Nachricht in Ihrem Nachrichtenverlauf mit einer seriösen Organisation erscheint, heisst das nicht zwingend, dass die Nachricht tatsächlich von dieser Organisation stammt.
Seien Sie misstrauisch bei Links in SMS- oder Messenger-Nachrichten von Banken, Paketdiensten oder Behörden. Seriöse Organisationen werden Sie nicht per SMS zur Eingabe von Passwörtern oder Kreditkartendaten auffordern. Wenn Sie sich nicht sicher sind, loggen Sie sich über die offizielle Website oder App des Dienstleisters ein, anstatt auf den Link in der Nachricht zu klicken.
Aktivieren Sie auf Ihrem Smartphone den Spamschutz:
- Android: Gehen Sie in Ihrer Nachrichten-App zu den Einstellungen > Spamschutz aktivieren. Mit dem Spamschutz werden verdächtige SMS automatisch in den Ordner «Spam und blockiert» verschoben.
- iOS (iPhone): Gehen Sie zu Einstellungen > Nachrichten > Unbekannt & Spam. Aktivieren Sie dort die Option «Unbekannte Absender filtern». Dadurch werden Nachrichten von Nummern, die nicht in Ihren Kontakten gespeichert sind, in einen separaten Tab sortiert und die darin enthaltenen Links deaktiviert.
Nutzen Sie für die Zweifaktor-Authentifizierung (2FA) statt SMS-Benachrichtigungen besser Apps wie Google Authenticator oder Microsoft Authenticator. Im Gegensatz zu SMS können die Codes dieser Apps meist nicht von Schadsoftware auf Ihrem Handy abgefangen werden.
Informationen zu aktuellen Fake-SMS und weiteren Fällen von Cyberkriminalität finden Sie auf Cybercrimepolice.ch und auf der Website des Bundesamts für Cybersicherheit BACS.





