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Spoofing

Spoofing

Wie Betrüger:innen mit technischen Hilfsmitteln eine falsche Identität vortäuschen

Wenn auf Ihrem Telefon eine bekannte Nummer angezeigt wird, wenn Sie von Ihrer Chefin eine seltsame E-Mail erhalten oder wenn Sie über einen Link in einer Nachricht auf die Website der SBB gelangen, könnte alles gefälscht bzw. «gespooft» sein. Erfahren Sie, wie Sie Spoofing erkennen und abwehren können.

  • Lesezeit: 11 Minuten
  • Letztes Update: August 2026
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Das Wichtigste in Kürze

  • Spoofing ist das technische Vortäuschen einer vertrauenswürdigen Identität, zum Beispiel via Telefonnummer, SMS-Absender, E-Mail-Absender oder Website. Betrüger:innen umgehen so menschliche, organisatorische und technische Sicherheitsmechanismen.
  • Häufige Einsatzbereiche von Spoofing sind Telefonmarketing aus dem Ausland, finanzieller Betrug, das Erschleichen von Daten (Phishing), die Verbreitung von Schadsoftware, Spionage, Sabotage und Desinformation.
  • Spoofing erkennen Sie vor allem am Inhalt und Kontext der Kommunikation. Typische Anzeichen sind eine unerwartete Kontaktaufnahme, der Aufbau von Zeitdruck, die Aufforderung, auf einen Link oder Anhang zu klicken, sensible Daten anzugeben oder Geld zu überweisen sowie die Forderung nach Abweichungen vom üblichen Prozess.
  • Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Geben Sie am Telefon oder über Links in E-Mails und SMS keine sensiblen Daten preis. Fragen Sie zuerst über offizielle Kanäle bei der Organisation nach, bevor Sie etwas unternehmen. Melden Sie verdächtige Vorfälle online dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS).
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Was ist Spoofing?

Beim Spoofing wird eine vertrauenswürdige Identität technisch vorgetäuscht, um menschliche, organisatorische oder technische Sicherheitsmechanismen zu umgehen. Ausländische Callcenter setzen diese Technik häufig ein, um eine inländische Nummer vorzutäuschen. Auch Betrüger:innen nutzen Spoofing häufig bei Phishing-Angriffen, um den Absender einer Nachricht zu fälschen.

Das sind häufige Einsatzzwecke für Spoofing:

  • Unlauteres Telefonmarketing: Callcenter im Ausland täuschen eine inländische Rufnummer vor.
  • Finanzieller Betrug: gefälschte Geschäfts-E-Mails oder Telefonanrufe mit gefälschter Nummer und gefälschter Stimme, um missbräuchlich Zahlungen in Auftrag zu geben
  • Erschleichung von Daten zwecks Betrugs, Identitätsdiebstahls, Verkaufs im Darknet, Überwachung sowie Spionage
  • Verbreitung von Schadsoftware, um sensible Daten zu stehlen oder Lösegeld zu erpressen
  • Sabotage zur Störung, Beschädigung, oder Zerstörung von IT-Systemen
  • Verbreitung von Falschinformationen

Der Begriff «Spoofing» kommt vom englischen Verb «to spoof» und bedeutet auf Deutsch etwa «Vortäuschen» oder «Fälschen». Das Wort wird englisch ausgesprochen. Im Deutschen klingt es lautmalerisch etwa wie «Spuh-fing».

Welche Spoofing-Arten kommen in der Schweiz am häufigsten vor?

Die häufigsten Spoofing-Arten, denen Sie im Alltag in der Schweiz begegnen können, sind Call-ID-Spoofing, SMS-Spoofing, Mobilfunk-Spoofing, E-Mail-Spoofing und Website-Spoofing. 

Laut dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) waren Anrufe mit manipulierter Call-ID im Namen von Behörden mit Abstand das häufigste gemeldete Cyber-Phänomen im Jahr 2025. Sie machten über einen Viertel der insgesamt rund 65 000 gemeldeten Cybervorfälle aus.

Phishing- und E-Mail-Spoofing-Fälle werden in der Schweiz ebenfalls häufig gemeldet. Gerade im E-Mail-Spoofing beobachtet das BACS, dass Betrüger:innen immer mehr gezielte Angriffe tätigen – etwa auf die CEO von Unternehmen.

Ausserdem setzten Betrüger:innen im Jahr 2025 erstmals die Technologie der «SMS-Blaster» im grossen Stil ein. Das sind mobile Geräte, die sich als legitime Mobilfunkantennen ausgeben. Mithilfe dieser Geräte können Betrüger:innen eine grosse Anzahl Phishing-SMS mit gefälschten Absendern an Mobiltelefone in der Umgebung versenden, ohne die Telefonnummern dieser Geräte zu kennen.

Beim Call-ID-Spoofing erhalten Sie einen Anruf einer für Sie vertrauenswürdigen Telefonnummer, etwa die einer Bank oder einer Behörde. In Wahrheit wurde die Nummer aber von Betrüger:innen manipuliert. Ihr Ziel ist es, sensible Daten von Ihnen abzugreifen (sogenanntes «Voice Phishing» oder «Vishing») oder Sie zu einer Geldüberweisung zu bewegen.

Beispiele zu Call-ID-Spoofing

Oktober 2025: Trotz des gesetzlichen Verbots rufen viele Callcenter aus dem Ausland unter einer Schweizer Nummer an. Die Swisscom hat deshalb im Oktober 2025 einen erweiterten Callfilter aktiviert, der allein im Oktober schätzungsweise über acht Millionen unerwünschte Spamanrufe blockiert hat.

Januar 2026: Im Kanton Schwyz ergaunerten Kriminelle rund 250 000 Franken. Sie gaben sich am Telefon als Bankmitarbeitende aus – auf dem Display der Opfer erschien die echte Telefonnummer der Bank. Mithilfe einer angeblichen Antivirensoftware, die in Wirklichkeit eine Fernwartungssoftware war, verschafften sie sich Zugriff auf die Computer und das E-Banking ihrer Opfer.

Beim SMS-Spoofing fälschen Angreifer:innen den Absendernamen oder die Telefonnummer einer Textnachricht. Dadurch erscheint auf Ihrem Display der Namen oder die Nummer einer vertrauenswürdigen Organisation, wie der Post, einer Bank oder einer Bundesbehörde. Das Ziel besteht darin, die Opfer über mitgeschickte Links auf gefälschte Webseiten zu locken, um an sensiblen Daten zu gelangen oder Schadsoftware zu verbreiten (sogenanntes «SMS-Phishing» oder «Smishing»).

Beim Mobilfunk-Spoofing (Cellular-Spoofing) imitieren Betrüger:innen mithilfe von sogenannten «False Base Stations» oder «SMS-Blaster» eine legitime Mobilfunkantenne. So verbinden sie Smartphones in der Umgebung unbemerkt mit ihrem eigenen Funksignal. Sobald die Geräte verbunden sind, nutzen die Täter:innen Sicherheitslücken im Mobilfunkprotokoll aus, um beispielsweise Phishing-SMS zu senden, den Datenverkehr zu überwachen oder den Standort der Opfer zu ermitteln.

Beispiel zu zu SMS- und Mobilfunk-Spoofing

Sommer 2025: Im Kanton Genf verloren 154 Personen insgesamt rund 1,9 Millionen Franken durch Phishing-SMS zu einer angeblichen Parkbusse. Die SMS wurden über einen SMS-Blaster, der sich im Kofferraum eines Autos befand, an die Handys in der Umgebung geschickt. Mehr zu SMS-Phishing

Beim E-Mail-Spoofing erhalten Sie eine E-Mail mit einem gefälschten Header. Dadurch scheint es, als käme die Nachricht von einem bekannten oder vertrauenswürdigen Absender. Meistens versuchen die Betrüger:innen, Sie als Empfänger:in dazu zu bringen, über einen Link auf eine Website sensible Daten preiszugeben, schadhafte Anhänge zu öffnen oder missbräuchliche Zahlungen in Auftrag zu geben.

Beim Website-Spoofing erstellen Betrüger:innen eine gefälschte Version der Website einer vertrauenswürdigen Organisation. Diese können Kund:innen und andere Nutzer:innen auf den ersten Blick kaum von der echten Website unterscheiden. Das Ziel besteht darin, Nutzer:innen zur Eingabe sensibler Daten wie Passwörter oder Kreditkarteninformationen zu verleiten oder Schadsoftware zu verbreiten.

Beispiel zu E-Mail-Spoofing und Website-Spoofing

Mai 2025: In gefälschten E-Mails im Namen der SBB wurde behauptet, es sei ein verdächtiger Billettkauf für 224 CHF festgestellt worden. Wer auf «Ich war das nicht» klickte und den Anweisungen folgte, gab sensible Daten preis und installierte unwissentlich Schadsoftware auf seinem Android-Gerät. Diese stahl wiederum weitere sensible Daten. So gelang es den Kriminellen unter anderem auf das E-Banking der Opfer zuzugreifen. Mehr zu Phishing via E-Mail

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Wie funktioniert Spoofing?

Sowohl E-Mail-Protokolle als auch das weltweite Telefonnetz wurden ursprünglich ohne Sicherheitsmechanismen entwickelt. In ihrer ursprünglichen Architektur vertrauen beide Technologien dem angegebenen Absender blind. Aus diesem Grund können die Absenderinformationen noch immer relativ einfach manipuliert werden.

Dies nutzen zum Beispiel ausländische Callcenter gezielt aus, um eine Schweizer Rufnummer vorzutäuschen. Betrüger:innen erschleichen sich mithilfe von Spoofing das Vertrauen ihrer Opfer, indem sie eine vertrauenswürdige Identität vortäuschen. Dabei können sie zum Beispiel die Bank des Opfers, die Post oder die Polizei als Identität benutzen. Anschliessend versuchen sie, die Opfer mit Angst, Autorität, Mitleid und Zeitdruck zu einer bestimmten Handlung zu bewegen.

Wie kann ich Spoofing erkennen und verhindern?

Für Spoofing gibt es oft keine eindeutigen Anzeichen. Viele der gefälschten oder «gespooften» Anrufe, SMS oder E-Mails können nur anhand ihres Kontexts oder ihrer Inhalte erkannt werden. In den Ausklapp-Elementen erfahren Sie, worauf Sie achten müssen.

Da Spoofing die Schwachstellen einer Technologie ausnutzt, können Sie als Nutzer:in in der Regel nicht viel mehr tun, als wachsam zu sein. Sensibilisieren Sie die Menschen in Ihrem Umfeld und melden Sie Betrugsfälle dem BACS beziehungsweise unlautere Werbeanrufe dem SECO.

Die technische Bekämpfung und Verhinderung liegt im Falle von Telefon- und SMS-Spoofing grösstenteils bei den Telekomanbieterinnen und im Falle von E-Mail-Spoofing bei der Systemadministration der jeweiligen Firma.

Beachten Sie bei Anrufen, dass sowohl die auf Ihrem Handy angezeigte Nummer als auch die Stimme gefälscht sein können. Diese Anzeichen deuten auf Call-Spoofing hin.

Anzeichen für Call-Spoofing zwecks Telefonmarketing:

  • Kurze Stille oder Verzögerung nach dem Abnehmen
  • Leichtes Echo und schlechte Tonqualität, Stimmen im Hintergrund (Callcenter)
  • Beim Rückruf ist niemand erreichbar oder die Nummer existiert nicht.
  • Immer neue Nummern, obwohl scheinbar dieselbe Firma anruft
  • Anrufer:in scheint von einem Skript abzulesen

Anzeichen für Call-Spoofing zwecks Betrugs:

  • Anrufer:in lässt nur kurz anklingeln
  • Zeitdruck und Panikmache
  • Fragen nach Passwörtern, Codes, Kreditkartendaten oder Bargeld
  • Aufforderung, Geld auf ein «sicheres Konto» zu überweisen

Anzeichen, dass Ihre Telefonnummer für Spoofing missbraucht wird:

  • Anrufe von Personen, die behaupten, Sie zurückzurufen, obwohl Sie deren Nummern nie angerufen haben
  • Anrufe von verärgerten Personen, die Sie scharf zurechtweisen, obwohl Sie keine Ahnung haben, worum es geht

Mehr zu Voice Phishing (Vishing)

Achtung: SMS mit gespoofter Sender-ID können sogar in Ihrem echten SMS-Verlauf mit der Organisation erscheinen.

Achten Sie bei jedem SMS auf folgende Warnsignale:

  • Unerwartete Nachricht von einer bekannten Firma oder Behörde mit einer dringenden Handlungsaufforderung
  • Anfragen nach Zugangsdaten, Zahlungen oder persönlichen Informationen – seriöse Stellen fragen das nicht per SMS
  • Links zu verdächtigen oder leicht abgewandelten Domains, wie zum Beispiel «postch-paket.com» statt «post.ch»
  • Gekürzte Links, bei denen das Linkziel für Sie als Nutzer:in nicht ersichtlich ist; solche Links könnten etwa so aussehen: «bit.ly/xyz» oder «t.co/abc».
  • Absendernummer passt nicht zur gewohnten Kommunikation und enthält zum Beispiel einen Kurzcode statt einer normalen Nummer – oder umgekehrt
  • Schlechte Grammatik und ungewöhnliche Formulierungen

Im Zweifelsfall fragen Sie über offizielle Kanäle bei der Organisation nach, zum Beispiel bei der offiziellen Nummer des Supports.

Mehr zu SMS-Phishing (Smishing)

Es ist nach wie vor möglich, dass Sie in der Schweiz eine E-Mail mit korrekter Absenderadresse erhalten, die beispielsweise von Ihrer Chefin zu stammen scheint, tatsächlich aber gefälscht ist. Viel häufiger sind jedoch Fälle, in denen der angezeigte Name der Absenderin zwar korrekt ist, die E-Mail-Adresse jedoch Fehler enthält.

Achten Sie deshalb bei jeder E-Mail auf folgende Warnsignale und fragen Sie im Zweifelsfall über einen anderen Kanal bei der Absenderin oder dem Absender nach:

Absender:in

Absendername ≠ E-Mail-Adresse: Ignorieren Sie den angezeigten Namen und prüfen Sie stattdessen die tatsächliche Adresse. Beispiel: Absendername: PayPal; E-Mail-Adresse: service@paypa1-support.com

Tippfehler in der Domain: Achten Sie auf verdächtige Schreibweisen wie «paypa1.com», «arnazon-support.com» oder «micros0ft.com».

Inhalt der Nachricht

  • Unerwartete Dringlichkeit: Nachrichten wie «Ihr Konto wird gesperrt – sofort handeln!» sind ein klassisches Warnsignal.
  • Passwörtern oder Daten werden abgefragt: Seriöse Unternehmen fragen niemals per E-Mail nach Passwörtern oder Kreditkartendaten.
  • Unpersönliche Anrede: Seriöse Anbieter sprechen einen meist mit dem richtigen Namen an, nicht mit «Sehr geehrter Kunde».
  • Rechtschreib- und Grammatikfehler: Dies ist häufig ein Zeichen für gefälschte oder maschinell übersetzte E-Mails.

Links und Anhänge

  • Links vor dem Klicken prüfen: Fahren Sie ohne zu klicken mit der Maus über den Link und kontrollieren Sie die unten links im Bildschirm angezeigte Zieladresse.
  • Unerwartete Anhänge: Öffnen Sie keine Anhänge, die Sie nicht erwarten – besonders nicht bei unbekannten Absendern.

Mehr zu Phishing-E-Mails

Achtung: Auch wenn im Internetbrowser vor der Adresse ein Vorhängeschloss-Symbol angezeigt wird, kann die Website gefälscht sein. Das Vorhängeschloss-Symbol bedeutet nur, dass die Verbindung verschlüsselt ist. Achten Sie deshalb auf folgende Warnsignale:

  • Enthält die Adresse Schreibfehler?
    Fake: «paypa1.com», «arnazon-support.com», «micros0ft.com»
  • Steht der Name der Organisation unmittelbar vor dem letzten Punkt?
    Fake: «post.ch.sicherheit-check.com»; korrekt: «post.ch»
    Fake: «ubs-e-banking.ch»; korrekt: «ubs.com/e-banking»
  • Hat die Adresse eine komische Endung?
    Korrekt: «.ch» oder «.com»
    Häufig fake: «.net», «.info» oder «.xyz»
  • Gibt es tote Links auf der Website?
    Fake: Es passiert nichts, wenn sie auf einen der folgenden Links klicken: Sprachwechsel, Social-Media-Icons, AGB, Impressum.
  • Müssen Sie direkt beim Login Ihre Kreditkartendaten eingeben?
    Dies ist ein sicheres Anzeichen für einen Betrug.

Fragen & Antworten

Fremde können mit Ihrer Nummer Anrufe tätigen oder SMS verschicken. Auf dem Display der Angerufenen beziehungsweise im Absender der gefälschten SMS erscheint dann Ihre Nummer oder Ihr Name.

Wenn die angerufene Person die vorgetäuschte Nummer zurückruft, landet sie in der Regel bei Ihnen und nicht bei den Betrüger:innen. Wenn jemand auf die SMS mit dem manipulierten Absender antwortet, geht die Nachricht entweder an Sie oder das SMS wird nicht zugestellt (falls die Betrüger:innen einen reinen Text-Absender verwendet haben).

Übrigens: Betrüger:innen können Sie selbst dann mit gefälschter Nummer anrufen oder per SMS erreichen, wenn sie Ihre Handynummer nicht kennen. Dazu muss sich allerdings ein sogenannter «SMS-Blaster» in Ihrer Nähe befinden. Das ist ein mobiles Gerät, das eine legitime Mobilfunkantenne simuliert und sich mit Ihrem Handy verbindet.

  1. Melden Sie den Vorfall dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS).
  2. Sollte der Telefonterror mehrere Tage andauern, informieren Sie Ihre Telekomanbieterin und senden Sie ihr eine Anrufliste, in der Sie die Spoofing-Rückrufe beziehungsweise die Spoofing-Anrufe markieren. Falls Ihre Telefonanbieterin nicht helfen kann, verlangen Sie einen kostenlosen Wechsel Ihrer Rufnummer.
  3. Wenn ein finanzieller Schaden entstanden ist, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
  4. Wenn kein finanzieller Schaden entstanden ist, Sie sich aber belästigt fühlen, können Sie auf einem Polizeiposten Anzeige wegen Missbrauchs einer Fernmeldeanlage sowie wegen Verletzung von Art. 3 UWG (Bundesgesetz über den unlauteren Wettbewerb) erstatten.
  5. Falls es sich bei den Anrufen um aufdringliche Werbeanrufe handelt, wie zum Beispiel für den Verkauf von Wein, den Wechsel der Krankenkasse oder Abonnemente für Zeitungen oder Zeitschriften, machen Sie die Meldung ans Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO). Eine Meldung beim SECO ist nur möglich, wenn Ihre Telefonnummer nicht im Telefonbuch gelistet ist oder einen Sterneintrag hat.

Ja, jede Meldung liefert dem BACS bzw. dem SECO weitere Daten, um die Infrastruktur der Täter:innen zu identifizieren und ihre technischen Schnittstellen im gesamten Telefonnetz zu blockieren. Die Meldung ist vielleicht sogar die effektivste Massnahme, mit der Sie als Nutzer:in gegen Spoofing vorgehen können.

Wenn Sie bei der Meldung Ihr Einverständnis geben, werden die gemeldeten Daten vom BACS und dem SECO an die Schweizer Telekomanbieterinnen weitergegeben. Dies hilft ihnen im gemeinsamen Kampf gegen Call-Spoofing.

Da sowohl beim Call-ID-Spoofing als auch beim SMS-Spoofing die Absender-ID anhand einer Software am Computer der Betrüger:innen generiert wird, gibt es keine technische Möglichkeit, die missbräuchliche Verwendung der eigenen Handynummer durch Dritte zu verhindern.

Der Grund dafür ist die veraltete Architektur des weltweiten Telefonnetzes, das in den 1970er-Jahren ohne Sicherheitsprüfungen entwickelt wurde und der Absender-ID ursprünglich blind vertraute.

Social Engineering oder «Human Hacking» bezeichnet die gezielte Manipulation von Menschen, um sie zur Herausgabe sensibler Informationen oder zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen. Spoofing kann dabei als technisches Werkzeug dienen, um zum Beispiel mithilfe einer gefälschten Rufnummer, Absenderadresse oder Website das Vertrauen des Opfers zu gewinnen.

Spoofing ist eine technische Methode, um eine falsche Identität vorzutäuschen. Ein Beispiel hierfür ist das Fälschen der angezeigten Absendernummer bei einem Telefonanruf. Phishing ist hingegen das eigentliche Ziel des Angriffs, nämlich das «Abfischen» von sensiblen Daten.

Spoofing ist also das technische Werkzeug, mit dem Betrüger:innen einen Phishing-Angriff glaubwürdig tarnen und erfolgreich machen.

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