Das erste Date von Sam und Andrea

Die interaktive Liebesgeschichte

Über Freunde haben sie sich kennengelernt – damals im dritten Semester an der Uni. Die Jahre vergingen, inklusive anstrengenden Prüfungsphasen und lauschigen Grillabenden an der Aare. Andrea (26) und Sam (29) haben sich schon immer gut verstanden. Schmetterlinge waren irgendwie schon immer im Spiel. Doch mehr als Freunde wurden die beiden nie. Nach dem Studium arbeitete Sam für ein Jahr in einer kambodschanischen Schule – ihre Wege trennten sich.

Etliche Praktika und ein paar Wohnsitzwechsel später sind Andrea und Sam immer noch über Facebook befreundet. Andrea beschliesst Sam zu schreiben. Nach einem kleinen Update über Facebook Messenger fragt Sam Andrea nach einem Date. Andrea sagt zu.

Sie treffen sich an einem Dienstagabend in der lauschigen Quartierbar nahe der Uni – der alten Zeiten willen. Unter der Woche sollte da nicht allzu viel los sein… Sie setzen sich an den Zweiertisch hinten in der Ecke. Das Bier ist kühl, das Gespräch herzlich. Und da sind sie wieder – die Schmetterlinge. Offenbar haben sie so lange überlebt.

Eine alte Bekannte

Sam und Andrea schwelgen in Erinnerungen. Besonders das Abschlussfest ist ihnen geblieben. Kein Wunder, der Abend war gespickt mit verrückten Aktionen und dramatischen Szenen. Es fehlten nur noch Rosenblätter in der Luft und ein Traumprinz auf dem Schimmel, dann wäre die Kulisse perfekt für eine spanische Telenovela geeignet gewesen. Stets vorne mit dabei: Murielle. Sie ist eine – sagen wir mal – sehr emotionale und leidenschaftliche Person. Kein Fest ging zu Ende ohne eine filmreife Szene unserer Murielle.

Wenn man vom Teufel spricht… In diesem Augenblick steht Murielle in der Tür, entdeckt Andrea und winkt ihr zu. Lange ist es her, dass sie sich gesehen haben.

Andrea konnte ja nicht wissen, dass Sam mal was mit Murielle hatte. Genauer gesagt, haben sie sich vor gut vier Monaten erst getrennt. Sams Blick sucht verzweifelt nach einem Schlupfloch. Fehlanzeige – da muss Sam durch. Murielle begrüsst Andrea in einer Stimmlage, die eigentlich nur noch Hunde hören können: «Heeeeeeey Ändiiiii, scho uuuu lang nümm gse! Toll gsehsch uus!».

Murielle ist nicht per Zufall aufgetaucht. Kurz vor der Trennung hat sie eine Spionage-App auf Sams Handy installiert. OMG! Zudem kennt sie alle Passwörter und weiss stets, wo Sam sich aufhält. Wow - ziemlich ungemütliche Situation. Kann man sich eigentlich gegen so etwas versichern?

Als Murielle Sam anschaut, wechselt die Stimmungslage sofort. Jetzt sind wir tontechnisch bei Vin Diesel angekommen. Die Atmosphäre ist sichtlich angespannt. Murielle will Andrea schützen. «Geh weg von hier», sagt sie. «Sam versucht nur, dich auszunützen, das macht er mit allen so.» Genau das gleiche hätte er mit ihr auch gemacht. Die Emotionen kochen hoch, die Situation eskaliert…

Andrea beschliesst, sich auf Sam’s Seite zu stellen. Das passt Murielle gar nicht. «Es isch no nid verbi…», sagt sie und rennt wutentbrannt davon. Die Stimmung lockert sich wieder, als Sam und Andrea die ganze Situation ausdiskutiert haben. Zum Ausgleich erzählt auch Andrea eine Anekdote von ihrem Ex. Obwohl Dating-Ratgeber strikt davon abraten, Ex-Geschichten auszupacken, ist es hier wohl nötig gewesen.

Das hat Sam nicht kommen sehen

Trotz des Debakels ist das Date von Sam und Andrea noch gut verlaufen. Der Auftritt von Murielle hat das Gespräch in eine unerwartete Richtung gelenkt. Sam gesteht, dass er Andrea bereits im ersten Semester beobachtet hat. Überraschenderweise hat Andrea das gar nicht mitbekommen – obwohl auch sie ständig den Kontakt mit Sam gesucht hat. Die Nervosität steigt, es ist fast als wären sie wieder Teenager. Nur, dass sie nun Craft Beer anstatt Smirnoff schlürfen.

Die Sonne ist an diesem lauen Sommerabend schon fast untergegangen, als sie die Rechnungen bezahlen und sich auf den Nachhauseweg machen wollten. Andrea geht vor, Sam folgt. Um ein Haar hätte Andrea die Jacke vergessen. Doch lässig wie sie ist, überspielt sie ihre Unsicherheit gekonnt. Als Andrea aus der Tür geht, schaut Sam nochmals zurück, um tschüss zu sagen. Die schwere Holztür schwingt schneller zurück als gedacht und Sam läuft geradewegs in die Tür.

Andrea hilft Sam auf den Barhocker. Ein paar Eiswürfel und Taschentücher später hat sich die Blutung beruhigt. Die Nase scheint noch heil zu sein. Damit Sam nicht nochmal ein Malheur passiert, bietet Andrea an, Sam mit dem Auto nach Hause zu fahren. Sam hat immer noch den alten Fiat Panda, der bereits während dem Studium auf jedem Ausflug mit dabei war. Die Karre hat schon fast Oldtimer-Status. Ganz recht ist Sam das nicht. Doch Andrea besteht auf ihrem Angebot, schliesslich wohnt sie nicht weit weg von Sams neuer Wohnung.

Am Ziel angekommen brechen Sam und Andrea in Gelächter aus. Was für ein Abend. Andrea hat morgen den ersten Arbeitstag als Grundschullehrerin an der neuen Schule. Sam und Andrea verabschieden sich mit einer herzlichen Umarmung. «Ah, no öppis», fügt Andrea hinzu. Sie schreibt mit dem Kugelschreiber ihre Handynummer auf Sams Hand. «I kenne e tolle Grillplatz, chasch di mäude we di erholt hesch. Dert hets o ke Türene.»

Ein Teil von deinem Leben – ohne dass du es merkst

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