Raphael Hefti gewinnt den Prix Mobilière

Donnerstag, 29. Januar 2015

Der Prix Mobilière 2015 geht an den 36-jährigen Raphael Hefti. Mit seiner Arbeitsweise macht er Werkprozesse sichtbar, durch die sich Zeit und Ereignis abbilden. Das hat die hochkarätige Jury überzeugt. Der zwischen Zürich und London pendelnde Bieler hat sich gegen sieben weitere Nominierte durchgesetzt.

Preisträger Raphael Hefti flankiert von Dorothea Strauss (Leiterin Corporate Social Responsibility) und Mobiliar-CEO Markus Hongler.

Raphael Hefti, geboren 1978 in Biel, lebt und arbeitet in Zürich und London. Er studierte an der ECAL in Lausanne Fotografie, nachdem er eine Berufslehre als Elektromechaniker absolvierte. Sein Studium an der Slade School of Fine Art, London schloss er mit einem MFA ab. Seine Ausstellungsliste umfasst u.a. die Kunsthalle Basel, 2011, das Camden Art Centre London, 2012, das CAPC in Bordeaux, 2013, Centre PasquArt Biel (Manor-Kunstpreis), und Nottingham Contemporary, 2014, Centre d'art contemporain, Genève, 2015.

Der diesjährige Preisträger widmet sich in seiner künstlerischen Arbeit dem Experiment und der Erforschung alltäglicher Materialien wie Glas, Eisen oder Fotopapier, indem er sie ungewohnten Prozessen und exzessiven Behandlungen aussetzt. Dabei entstehen skulpturale Objekte und Bilder von aufregender Schönheit. Ein Effekt, der uns unsere Eingeschränktheit in der von der Industrie und von Konditionierungen diktierten Wahrnehmung buchstäblich vor Augen führt.

«Raphael Heftis Arbeiten sind intensiv, spektakulär und poetisch zugleich. Er analysiert die Logik herkömmlicher Produktions- und Verarbeitungsmethoden, beobachtet diese, experimentiert – und findet so stets neue und überraschende Lösungen», sagt Dorothea Strauss, Jury-Vorsitzende und Leiterin Corporate Social Responsibility der Mobiliar. Raphael Hefti erhält den Prix Mobilière für sein Gesamtwerk.

Zusammen mit den weiteren nominierten Künstlerinnen und Künstlern präsentiert die Mobiliar Hefti in einer Gruppenausstellung auf der Kunstmesse artgenève (29. Januar bis 1. Februar 2015, Palexpo). Zur Ausstellung erscheint eine 82-seitige Publikation in Deutsch und Französisch.

Ältester Förderpreis einer Schweizer Versicherung

Die Mobiliar möchte mit der Vergabe des Prix Mobilière vor allem junge Kunstschaffende auszeichnen, die durch ihre Werke Anschlüsse zu gesellschaftsrelevanten Themen aufzeigen und damit auch entscheidende Impulse für das Verständnis unserer Zeit geben. Vor diesem Hintergrund lädt die Mobiliar jedes Jahr sieben Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittler ein, jeweils eine junge Position für den Prix Mobilière zu nominieren. Aus dem Kreis der Nominierten wird die Preisträgerin, der Preisträger gewählt. Der Prix Mobilière, 1996 geschaffen, ist mit 15 000 Franken dotiert und mit einem Ankauf für die Sammlung der Mobiliar verbunden.

Die Nominierten 2015

Nicolas Cilins (*1985 in Frankreich, lebt in Genf), Bernhard Hegglin (*1989 in Zürich, lebt in Zürich), Sophie Hofer und Mariann Oppliger (*1981 in Bern, lebt in Biel/*1982 in Bern, lebt in Bern),Raphael Hefti (*1978 in Biel, lebt in Zürich und London), Thomas Julier (*1983 in Brig, lebt in Zürich und Brig), Nicolas Party (*1980 in Lausanne, lebt in Brüssel), Hannah Weinberger (*1988 in Filderstadt, lebt in Basel).

Nominierungskomitee 2015

Alexandra Blättler, Kuratorin, Zürich/Bonn
Giovanni Carmine, Direktor Kunsthalle St. Gallen
Mario Casanova, Direktor MACT/CACT, Bellinzona
Peter Fischer, Direktor Zentrum Paul Klee, Bern
Fredi Fischli, Kurator, Zürich
Chus Martínez, Leiterin des Instituts Kunst an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW, Basel
Christina Végh, Direktorin Kestnergesellschaft, Hannover

Die Jury

Daniel Baumann, Künstler, Burgdorf
Bice Curiger, Direktorin Fondation Vincent van Gogh, Arles
Eva Linhart, Kuratorin Museum Angewandte Kunst Frankfurt
Dorothea Strauss, Jury-Vorsitzende, Leiterin Corporate Social Responsibility, Die Mobiliar
Patrick Tharin, Responsable Publicité Prévoyance, Die Mobiliar
Christoph Vögele, Direktor Kunstmuseum Solothurn
Bruno Zürcher, Underwriter Sachversicherung, Die Mobiliar

Fördern. Sammeln. Zeigen. Integrieren. – Das Kunstengagement der Mobiliar

Die genossenschaftliche Tradition der Mobiliar steht für einen verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Umgang mit Werten. Die Förderung von Kunst und Kultur spielt dabei eine zentrale Rolle, sie ist ein wichtiger Baustein im gesellschaftlichen Engagement der Mobiliar. Hinter diesem Engagement steht die Überzeugung, dass Kulturschaffende mit ihren Werken ein produktives Instrumentarium für die positive Entwicklung gesellschaftlicher Prozesse bereitstellen – sowohl zugunsten jedes Einzelnen wie auch der Allgemeinheit. Aus diesem Grund sammelt die Mobiliar Kunst, fördert schweizweit vielversprechende künstlerische Projekte, realisiert Ausstellungen und integriert Künstlerinnen und Künstler in ihre Forschungs- und Gesellschaftsprojekte.

Gesellschaftliches Engagement mit vielen Facetten

Kunst- und Kulturförderung zählen seit vielen Jahren zum gesellschaftlichen Auftrag der Mobiliar. Dazu gehören auch die Unterstützung des Dokumentarfilm-Festivals «Visions du Réel» in Nyon und neu die Hauptpartnerschaft mit dem «Festival del film» in Locarno. Ausserdem unterstützt die Mobiliar Forschungsprojekte an der Universität Bern, der ETH Zürich und der EPF Lausanne. Sie ermöglicht und initiiert schweizweit neue Dialoge zwischen Kunst und Gesellschaft, fördert Präventionsprojekte zum Schutz vor Naturgefahren in verschiedenen Regionen des Landes und stärkt die Innovationskraft von Schweizer KMU. Weitere Informationen zum Gesellschaftsengagement der Mobiliar unter mobiliar.ch/engagement.

 

Die Gruppe Mobiliar

Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Der Allbranchenversicherer weist per 31. Dezember 2016 ein Prämienvolumen von 3.630 Mia. Franken auf. 79 Unternehmer-Generalagenturen mit eigenem Schadendienst garantieren an rund 160 Standorten Nähe zu den 1.7 Millionen Kunden. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG ist in Bern, die Schweizerische Mobiliar Lebensversicherungs-Gesellschaft AG in Nyon domiziliert. Zur Gruppe gehören ferner die Schweizerische Mobiliar Asset Management AG, die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, die Protekta Risiko-Beratungs-AG, die Mobi24 Call-Service-Center AG und die XpertCenter AG, alle mit Sitz in Bern sowie Trianon AG mit Sitz in Renens und SC, SwissCaution SA mit Sitz in Bussigny.

Die Mobiliar beschäftigt in den Heimmärkten Schweiz und Fürstentum Liechtenstein mehr als 4900 Mitarbeitende und bietet 327 Ausbildungsplätze an. Sie ist die älteste private Versicherungsgesellschaft des Landes und seit ihrer Gründung 1826 genossenschaftlich verankert.