Mobiliar stiftet Professur für Klimafolgenforschung

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Die Mobiliar ermöglicht der Universität Bern die Einrichtung einer ausserordentlichen Professur in der Klimafolgenforschung im Alpenraum. Der grösste Schweizer Sachversicherer finanziert die Professur mit 5 Millionen Franken.

Die Mobiliar ermöglicht es der Universität Bern, eine ausserordentliche Professur in der Klimafolgenforschung im Alpenraum einzurichten. Sie finanziert die Professur für vorerst zehn Jahre mit einem Gesamtbetrag von 5 Millionen Franken. Die Uni Bern betreibt seit Jahren Klimaforschung in international führender Position und hat mit dem im Oktober 2007 eröffneten Oeschger Centre for Climate Change Research (OCCR) ihren Anspruch auf diesen Spitzenplatz unterstrichen. Die «Mobiliar-Professur» wird dem OCCR angegliedert. «Mit der ausserordentlichen Professur wollen wir unser Engagement für die Prävention mit wissenschaftlichen Erkenntnissen vernetzen und ausbauen», sagt Urs Berger, CEO der Mobiliar Versicherung. Diese Professur fördere die Arbeit der führenden Klimaforscher des OCCR. «Wir sind überzeugt, dass sie uns wertvolle Hinweise für die Prävention von Naturgefahren geben wird.»

Erstmals Zusammenhang mit Versicherungsfragen

An der Universität Bern ist die Einrichtung einer neuen Professur im Klimabereich hoch willkommen: «Sie wird entscheidend zur Klimafolgenforschung beitragen und soll diesen Bereich erstmals in einen Zusammenhang mit praktischen Versicherungsfragen stellen», sagt Rektor Urs Würgler. Und Prof. Dr. Thomas Stocker, Klimaforscher und Kopräsident einer der drei Arbeitsgruppen des Weltklimarates (IPCC), ergänzt: «Da mit dem Oeschger Centre for Climate Change Research wichtige Anknüpfungspunkte im Bereich der Rekonstruktion vergangener Extremereignisse, der Klimamodellierung und der Naturgefahren bereits bestehen, können für die neue Professur optimale Synergien entwickelt werden.»

20 Millionen für Präventionsprojekte

Als Marktleaderin und Know-how-Trägerin in der Sachversicherung hat die Mobiliar alles Interesse an Präventionsmassnahmen und an Forschungsergebnissen im Zusammenhang mit den Folgen der Klimaveränderung. Sie engagiert sich bereits in mehrfacher Hinsicht für die Prävention: Nach dem Hochwasser 2005 hat sie zwecks Unterstützung von Präventionsprojekten 10 Millionen Franken aus dem Überschussfonds der Genossenschaft bereitgestellt – dieser Betrag wurde nun auf 20 Millionen verdoppelt. Bisher haben schweizweit 26 Projekte von dieser Unterstützung profitiert; weitere sind in Prüfung. Ausserdem ist die Mobiliar exklusiver Partner von Wetter-Alarm (www.wetteralarm.ch), des durch SF Meteo und den Kantonalen Gebäudeversicherungen angebotenen SMS-Frühwarnsystems.

Mehr als Symptombekämpfung

Die Mobiliar beschränkt sich freilich nicht auf Symptombekämpfung. Sie fördert alternative Treibstoffarten und belohnt Besitzer von emissionsarmen Fahrzeugen mit einem speziellen Prämienrabatt. Im Mai hat die Mobiliar ausserdem zusammen mit Swiss Re ein Produkt im Kampf gegen den Klimawandel lanciert: Mit dem Kauf von CO2-Zertifikaten können Kunden und Nichtkunden der Mobiliar den Ausstoss an Treibhausgasen des eigenen Autos kompensieren.
 

Die Gruppe Mobiliar

Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Der Allbranchenversicherer weist per 31. Dezember 2016 ein Prämienvolumen von 3.630 Mia. Franken auf. 79 Unternehmer-Generalagenturen mit eigenem Schadendienst garantieren an rund 160 Standorten Nähe zu den 1.7 Millionen Kunden. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG ist in Bern, die Schweizerische Mobiliar Lebensversicherungs-Gesellschaft AG in Nyon domiziliert. Zur Gruppe gehören ferner die Schweizerische Mobiliar Asset Management AG, die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, die Protekta Risiko-Beratungs-AG, die Mobi24 Call-Service-Center AG und die XpertCenter AG, alle mit Sitz in Bern sowie Trianon AG mit Sitz in Renens und SC, SwissCaution SA mit Sitz in Bussigny.

Die Mobiliar beschäftigt in den Heimmärkten Schweiz und Fürstentum Liechtenstein mehr als 4900 Mitarbeitende und bietet 327 Ausbildungsplätze an. Sie ist die älteste private Versicherungsgesellschaft des Landes und seit ihrer Gründung 1826 genossenschaftlich verankert.