Mobiliar: Fast 5000 Schadenmeldungen eingegangen

Donnerstag, 25. August 2005

Bis Donnerstagnachmittag trafen bei der Mobiliar fast 5000 Schadenmeldungen aufgrund der Überschwemmungen ein. Die Höhe der Schäden kann noch nicht abgeschätzt werden, denn verschüttete Strassen erschweren vielerorts Besichtigungen. Die Mobiliar rechnet
mit höheren Schäden als beim Hochwasser von 1999.

Etwa die Hälfte der 83 Generalagenturen der Mobiliar befindet sich in den Schadengebieten und ist mit Mitarbeitenden der Schadendienste vor Ort. Bis Donnerstagnachmittag nahmen sie fast 5000 Schadenmeldungen entgegen. Weitere treffen laufend ein.

Besichtigungen schwierig

Einzelne Regionen sind noch nicht zugänglich. Zum Teil können sie auch telefonisch nicht erreicht werden. Mehrere Generalagenturen standen selber unter Wasser; benachbarte Generalagenturen helfen aus. In Sarnen sicherte die Generalagentur den Betrieb mit einem Notstromaggregat. Heute flogen Schadenexperten per Helikopter nach Engelberg und errichten dort ein Schadenbüro.

Noch ist nicht abzuschätzen, wie hoch der Gesamtschaden ausfällt. Die Schäden sind grossflächiger als beim Hochwasser von 1999. Die damalige Schadensumme betrug für die Mobiliar rund 100 Millionen Franken. Grossereignisse wie dieses sind eine Ausnahmesituation. Wie andere Versicherer auch, bildet die Mobiliar regelmässig Rückstellungen, die für solche Katastrophen verwendet werden.

Richtiges Verhalten bei Schäden

Priorität hat die Sicherheit der betroffenen Menschen in den Schadengebieten. Um Schäden zu mindern empfiehlt die Mobiliar folgende Massnahmen:

  • Retten, was zu retten ist und weitere Schäden vermeiden.
  • Aufräumen und die Reinigung an die Hand nehmen. Eine Liste der beschädigten oder zerstörten Sachen führen und Fotos machen.
  • Die Schäden der Versicherung melden.

Schäden durch Elementarschaden-Ereignisse werden von den Versicherungen übernommen. Dabei werden die vertraglich vereinbarten Selbstbehalte abgezogen.