Athene Galiciadis gewinnt den Prix Mobilière Young Art 2011

Dienstag, 14. Juni 2011

Am Eidgenössischen Wettbewerb für Kunst vergibt die Mobiliar jährlich einen Preis von 10 000 Franken an eine junge Künstlerin oder an einen jungen Künstler und unterstützt sie nach Möglichkeit durch einen Ankauf oder die Präsentation des Werkes im Rahmen der Sammlungsausstellung und der Berner Museumsnacht. Ziel ist die Förderung junger Kunstschaffender. Der Preis wird seit 1996 verliehen und ist traditionsgemäss in der Westschweiz verankert.

Die Wahl der Jury fiel in diesem Jahr auf:

Athene Galiciadis, 1978, Zürich und Lausanne

Der Asketische Traum

Die Sujets ihrer Bilder und Objekte findet Athene Galiciadis im Schlaf. Was immer das Atelier der Zürcher Künstlerin verlässt – sie habe vorher davon geträumt. Im Zentrum ihres Schaffens zwischen Malerei, Skulptur und Installation stehen Parallelgeschichten und fiktive Möglichkeiten. Tatsächlich wird auch die Installation „der Asketische Traum“ für den Betrachter zum Schauplatz einer überraschenden und persönlichen Auseinandersetzung über das Verhältnis von Form und Inhalt – ein Thema, das die Künstlerin in all ihren Werken beschäftigt.

Zwischen Malerei und Installation

Gegensätze und Kontraste verbinden sich, indem sie Pastellfarben und erdige Töne mit reinen, kräftigen Farben kombiniert. Klare geometrisch-konstruktive Formen stehen solchen gegenüber, die sich durch die natürliche Drapierung der Decke zu verformen scheinen. Galiciadis setzt sich mit dem Schweizer Konstruktivimus, aber zugleich mit römischen und griechischen Marmorböden auseinander. Auch Bezüge zu Paul Klee lassen sich herstellen. Erhellt durch eine simple Glühbirne wird die Decke zum Bindeglied zwischen Malerei und Installation. Auf Leinwand gemalt, aber in stofflich anmutender Formgebung mutiert sie zur Plastik – die einfache Pritsche zum Sockel.

Die Jury hat entschieden

Athene Galiciadis Installation hat die Jurymitglieder des Prix Mobilière Young Art überzeugt. Die Jury bestand dieses Jahr aus Pauline Julier, Gewinnerin Prix Mobilière Young Art 2010, Genf, Stéphanie Guex, Direktorin Musée des Beaux-Arts Le Locle, Genf, Liselotte Wirth Schnöller, Kuratorin der Kunstsammlung der Mobiliar, Bern zusammen mit Claudia Puppato, Kunsthistorikerin, Redaktorin Unternehmenskommunikation der Mobiliar, Bern.

Swiss Art Awards

Die Ausstellung «Swiss Art Awards» zeigt die Arbeiten des Eidgenössischen Wettbewerbs für Kunst. Sie findet jeweils parallel zur ART in Basel statt und ermöglicht der Fachwelt einen ausgewählten Überblick über das junge Schweizer Kunstschaffen.