Nachhaltig investieren mit der Mobiliar (4/2024)

Der Fonds Mobilière Community Sustainable Goals Fund bietet die Möglichkeit, Geld, etwa die dritte Säule, nachhaltig anzulegen. Anlegerinnen und Anleger gestalten mit, auf welche Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Fonds einzahlen soll.
Mit dem Mobilière Community Sustainable Goals Fund hat das Mobiliar Asset Management vor einem Jahr einen neuen Fonds lanciert. Er investiert in Unternehmen, die zur Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals SDGs) beitragen. Die 17 Nachhaltigkeitsziele bilden das Kernstück der Agenda 2030 zur nachhaltigen Entwicklung. Alle Ziele sollen bis 2030 global und von allen UNO-Mitgliedstaaten erreicht werden.
Aktuell konzentriert sich der Fonds bei seinen Anlagen auf die fünf SDGs «Gesundheit und Wohlergehen», «Sauberes Wasser und Sanitäranlagen», «Bezahlbare und saubere Energie», «Verantwortungsvoller Konsum und Produktion» sowie «Massnahmen zum Klimaschutz». Es wird nur in Unternehmen investiert, die einerseits auf mindestens eines dieser Ziele positiv einwirken und anderseits zu keinem der 17 SDGs einen signifikant negativen Beitrag leisten.
Die nachfolgende Grafik zeigt, wie die Anlagen des Fonds auf diese fünf Nachhaltigkeitsziele (SDGs) einzahlen

Weitere Nachhaltigkeitsmerkmale
Der Fonds berücksichtigt, nebst den SDGs, auch die allgemeinen Kriterien für Unternehmensausschlüsse. Diese basieren auf dem Grundsatz des verantwortungsvollen Anlegens der Mobiliar. Zudem nutzt die Mobiliar das Stimmrecht bei allen direkt gehaltenen Aktien, um aktiv Nachhaltigkeitsthemen bei Unternehmen zu adressieren und zu fördern.
Anlegerinnen und Anleger können mitgestalten
Die Meinung unserer Kundinnen und Kunden ist uns wichtig. Anlegerinnen und Anleger haben deshalb die Möglichkeit, mindestens alle zwei Jahre, darüber abzustimmen, welche fünf SDGs ihnen besonders am Herzen liegen. Die erste Konsultativabstimmung läuft zurzeit. Die Ergebnisse werden Ende November veröffentlicht.
So können Sie in den Fonds investieren
Den Mobilière Community Sustainable Goals Fund können Sie bei den meisten Schweizer Banken oder als Teil einer fondsgebundenen Sparversicherung bei der Mobiliar erwerben.
Obligationen
Die letzten drei Monate waren erneut geprägt von einem Tauziehen zwischen Inflation und Rezessionsangst. Diesmal wirkten aber beide Kräfte in die gleiche Richtung. Das heisst, die Angst vor einer drohenden Rezession drückte die Zinsen Anfang des dritten Quartals nach unten. Während die Zuversicht, die Inflation unter Kontrolle zu kriegen, das Zinsniveau gegen Ende des dritten Quartals noch weiter sinken liess. Konkret dominierte im Juli noch die Angst vor einer drohenden Rezession und der Glaube, dass die Zentralbanken zu lange gewartet hätten mit möglichen Leitzinssenkungen. Entsprechend sanken die Zinsen in den drei Hauptmärkten USA, Europa und Schweiz deutlich. Im August beruhigte sich die Lage zwar, das Zinsniveau blieb jedoch unverändert. Im September lenkten die Zentralbanken das Marktgeschehen. Die Europäische Zentralbank und die Schweizerische Nationalbank senkten die Leitzinsen um 25 Basispunkte, während die US-Notenbank die Märkte mit einem grösseren Zinsschritt von 50 Basispunkten überraschte. Der Rückgang der Inflation in der Schweiz und die sich auch in den USA und in Europa entspannende Inflationslage führte im September nochmals zu tieferen Zinsen. In der Folge erzielte der Schweizer Anleihenmarkt eine positive Performance von über zwei Prozentpunkten im vergangenen Quartal.

Aktien
Nach einem sehr starken ersten Halbjahr 2024 – mit einem Plus von 12 Prozent im MSCI World in US-Dollar – zeigte sich die Performance auch im dritten Quartal erfreulich. Die globalen Aktienmärkte, gemessen am MSCI World Index, gewannen nochmals 6 Prozent und erzielten damit in den ersten neun Monaten einen Zuwachs von 19 Prozent. Die Rendite in Schweizer Franken lag ebenfalls bei 19 Prozent.
Im Juli zeichnete sich ein deutlicher Umschwung ab: Die Märkte rotierten zunehmend weg von den bisherigen Spitzenreitern im Technologie- und Kommunikationssektor hin zu defensiven und günstigeren Aktiensegmenten. Die letzten Handelstage im Juli und die ersten im August waren einerseits geprägt von den Entscheidungen der Bank of Japan, den Leitzins auf 0.25 Prozent zu erhöhen, und andererseits von der US-Notenbank, ihren Leitzins bei 5.5 Prozent zu belassen. Die schwachen Arbeitsmarktdaten in den USA verstärkten diesen Trend. Weltweit korrigierten die Märkte – besonders auffällig war der japanische Aktienmarkt, der an einem einzigen Tag um 12 Prozent einbrach.
Im September änderte sich das Bild: Weitere Zinssenkungen durch die Europäische Zentralbank und der Schweizer Nationalbank unterstützten die Aktienmärkte. Die US-Notenbank überraschte zudem mit einem «Jumbo-Cut» von 0.5 Prozent. Die Aktienmärkte reagierten positiv, weil die Botschaft klar war: Die Zinssenkungen erfolgten aus einer Position der Stärke (sinkende Inflation), nicht aus der Notwendigkeit, eine Rezession zu verhindern.

Ausblick und Positionierung
Wir gehen davon aus, dass die globale Wirtschaft im nächsten halben Jahr insgesamt wächst, jedoch mit regionalen Unterschieden. Während das Wirtschaftswachstum in den USA voraussichtlich über dem Durchschnitt liegen wird, dürfte es in anderen Regionen niedriger ausfallen. Wir rechnen damit, dass die Inflationsraten in diesem Umfeld global weiter sinken, allerdings langsamer als zuvor. Somit werden sie weiterhin über dem Ziel der wichtigsten Zentralbanken verharren. Gründe für die hartnäckige Inflation liegen hauptsächlich in der anhaltenden Nachfrage nach Dienstleistungen und dem weiterhin angespannten Arbeitsmarkt.
Wegen der fragilen Wirtschaftsdynamik und der fallenden Inflation werden die wichtigsten Zentralbanken die Leitzinsen weiter senken. Wir erwarten bis Ende Jahr ein bis zwei Zinsschritte à 25 Basispunkten. Japan bildet eine Ausnahme und könnte die Zinsen leicht erhöhen.
Die geopolitische Lage bleibt angespannt, insbesondere im Nahen Osten mit potenziellen negativen Folgen sowohl auf das Wirtschaftswachstum infolge steigender Ölpreise als auch auf die globalen Finanzmärkte. Unsicherheit birgt auch die neue US-Präsidentschaft von Donald Trump aus verschiedenen Perspektiven. Abhängig davon, ob er eine doppelte Mehrheit im Kongress erreicht, könnten sich seine politischen Prioritäten verschieben. Bei einem solchen «Red Sweep» dürfte er sich vorrangig auf Einwanderungs- und Steuerpolitik konzentrieren. Ohne diese doppelte Mehrheit dürfte sein Schwerpunkt eher auf den Strafzöllen und der Deregulierung liegen. Dies mit unterschiedlichen Effekten auf die Wirtschaft und die Finanzmärkte.
Die Aktienkurse werden voraussichtlich seitwärts verlaufen. Der globale Zinssenkungszyklus, die Gewinndynamik der Unternehmen und die guten Wirtschaftsdaten wirken unterstützend. Die teilweise hohe Bewertung schränkt das Aufwärtspotential jedoch ein und macht die Aktienmärkte anfällig auf Rückschläge. Das Kurspotenzial von Obligationen dürfte sich wegen den bereits eingepreisten Zinssenkungen weiterhin in Grenzen halten. Gold erachten wir nach wie vor als überbewertet. Grund dafür ist der starke Anstieg des Goldpreises seit Jahresbeginn in einem für Gold schwierigen Umfeld. Wir gehen davon aus, dass der Goldpreis in den kommenden Monaten sinkt. Daher halten wir an unserer taktisch leicht reduzierten Goldposition fest zugunsten unserer Liquidität.

Nützliches Anlagewissen
Wie Sie mit kleinen Beträgen Vermögen aufbauen
Können nur Grossverdiener Vermögen aufbauen? Nein. Auch mit kleinen Beträgen lässt es sich über einen langen Zeitraum Vermögen generieren.
Zahlen Sie während 20 Jahren jeden Monat 100 Franken auf ein Bankkonto ein, etwa für Ihre Altersvorsorge, haben Sie am Ende 24 000 Franken angespart. Wegen Inflation und Kosten wird Ihr Vermögen jedoch trotz Zins nicht gross anwachsen - wahrscheinlich wird es sogar weniger Wert haben.
Legen Sie diese 100 Franken stattdessen während 20 Jahren monatlich an, beispielsweise in einen ausgewogenen Strategiefonds mit einem Aktienanteil von 60 Prozent und einem Obligationenanteil von 40 Prozent? Dann dürften Sie abzüglich der Kosten eine jährliche Rendite von 4 Prozent und somit ein Vermögen von rund 36 800 erwarten. Das sind 12 800 Franken mehr als beim Sparen auf dem Bankkonto. Über 40 Jahre gesehen hätten Sie dann anstatt 48 000 Franken, ein Vermögen von 118 590 Franken angespart.

Anlagetipps
Entscheiden Sie sich, Ihr Geld anzulegen? Hier ein paar Tipps:
- Fangen Sie früh an und investieren Sie langfristig. Der Zinseszinseffekt wird Ihr Vermögen über einen langen Anlagehorizont exponentiell wachsen lassen.
- Investieren Sie regelmässig - auch kleine Beträge. Das hilft beim Vermögensaufbau und gleicht Marktschwankungen aus.
- Achten Sie auf eine breite Diversifikation. Ihre Anlagen werden so über den gesamten Anlagehorizont gesehen stabiler und widerstandsfähiger gegenüber Marktschwankungen.
In Anlagefonds investieren
Anlagefonds ermöglichen es, obenstehende Tipps unter einen Hut zu bringen. Denn Sie investieren mit kleinen Beträgen langfristig in ein breit diversifiziertes Portfolio von Wertpapieren, das von Anlageexpertinnen und Anlageexperten für Sie verwaltet wird. Den Fonds wählen Sie passend nach Ihrem Anlageziel und Ihrer Risikobereitschaft aus. Dank Diversifikation und langfristiger Anlagedauer nutzen Sie die Vorteile des Zinseszinseffekts und erreichen so Ihre finanziellen Ziele.
Autor:
Philippe Bonvin
Leiter Portfolio Management, Schweizerische Mobiliar Asset Management AG


