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Notgroschen aufbauen

So schaffen Sie Ihre finanzielle Basis

Die Zahnarztrechnung ist doch höher als erwartet, das Velo muss dringend repariert werden oder es gibt einen unerwarteten Lohnausfall. Solche und ähnliche Situationen können das Budget schnell belasten. Sich nur von Toast und Nudelsuppe zu ernähren ist eine Variante, um die Rechnungen zu bezahlen. Wer einen Notgroschen auf der Seite hat, kann darauf verzichten. 

  • Lesezeit: 7 Minuten
  • Letztes Update: November 2026
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Notgroschen ist eine finanzielle Reserve für unerwartete Ausgaben wie höhere Zahnarztrechnungen oder Lohnausfall, damit Sie nicht auf Kredite angewiesen sind oder ungewollt Schulden anhäufen.
  • Zur Orientierung sollte Ihr Notgroschen drei bis sechs Ihrer notwendigen Monatsausgaben decken, wobei Faktoren wie fixkostenintensive Wohnverhältnisse oder unsicheres Einkommen bestimmen, wie gross die Reserve idealerweise ist.
  • Damit sich diese Reserve aufbaut, empfiehlt es sich, einen festen Betrag monatlich zurückzulegen, einen Dauerauftrag einzurichten und zusätzliche Einnahmen wie Boni gezielt beizusteuern.
  • Der Notgroschen sollte auf einem separaten, frei verfügbaren Konto liegen, wo er ohne Kursverlust zugänglich ist; Konten mit Sperrfristen, Wertschriften oder gebundene Vorsorge wie Säule 3a eignen sich dafür nicht.
Auf dieser Seite

Aber woher soll dieser Notgroschen kommen? Am besten verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über Ihre finanzielle Basis. Wir zeigen Ihnen wie’s geht.

Starten Sie mit einem realistischen Budget

Ein Budget stellt Ihre Einnahmen und Ausgaben einander gegenüber. So sehen Sie, wie viel Geld Sie tatsächlich zur Verfügung haben und welchen Betrag Sie regelmässig zur Seite legen können.

Einnahmen erfassen

Notieren Sie Ihren Nettolohn und weitere regelmässige Einnahmen.

Fixkosten eintragen

Dazu zählen zum Beispiel Miete, Krankenkasse, Versicherungen, Mobiltelefon, Abonnemente und Mobilität.

Variable Ausgaben einschätzen

Erfassen Sie Lebensmittel, Kleider, Freizeit und andere Ausgaben, die von Monat zu Monat schwanken.

Rückstellungen einplanen

Denken Sie an Steuern, Krankenkassenkosten wie Franchise und Selbstbehalt, Zahnarztkosten, Versicherungsrechnungen oder den Ersatz elektronischer Geräte.

Sparbetrag festlegen

Was nach allen Ausgaben und Rückstellungen übrigbleibt, können Sie für Ihren Notgroschen und weitere Ziele einsetzen.

Budgettipp

Nicht alle Rechnungen kommen monatlich. Teilen Sie Jahresbeträge durch zwölf und Quartalsrechnungen durch drei. So erscheint im Monatsbudget der Betrag, den Sie tatsächlich zurücklegen sollten.

Jetzt Budget berechnen

Was ist ein Notgroschen?

Der Notgroschen ist eine finanzielle Reserve für dringende, unerwartete Ausgaben. Er hilft Ihnen, einen Engpass zu überbrücken, ohne sofort einen Kredit aufzunehmen oder die Kreditkartenschulden in Teilzahlungen zurückzuzahlen.

Das neue Handy, die Weiterbildung oder die nächste Reise sind planbar und gehören zu den persönlichen Sparzielen, nicht zum Notgroschen. Für diese oder andere individuelle Sparziele, legen Sie am besten separat Geld zurück.

Wie gross sollte Ihr Notgroschen sein?

Als allgemeine Orientierung werden häufig drei bis sechs notwendige Monatsausgaben genannt. Welche Höhe für Sie passt, hängt von Ihrer Wohnsituation, der Sicherheit Ihres Einkommens und Ihren finanziellen Verpflichtungen ab.

So bauen Sie Ihren Notgroschen auf

  1. Bestimmen Sie einen festen Betrag. Wählen Sie einen monatlichen Sparbetrag, der auch in einem normalen Monat realistisch bleibt.
  2. Automatisieren Sie das Sparen. Aus den Augen, aus dem Sinn! Richten Sie einen Dauerauftrag kurz nach dem Lohneingang ein. So wächst die Reserve, bevor das Geld anderweitig ausgegeben wird.
  3. Nutzen Sie zusätzliche Einnahmen. Ein Teil des 13. Monatslohns, eines Bonus oder einer Rückzahlung kann den Aufbau beschleunigen.
  4. Füllen Sie die Reserve wieder auf. Mussten Sie auf den Notgroschen zurückgreifen, bauen Sie ihn anschliessend erneut auf.
     

Sind Sie bereit, Ihre Finanzen anzupacken?

Die richtige Reihenfolge

  1. Budget stabilisieren: 
    Laufende Kosten und vorhersehbare Rechnungen decken. 
  2. Notgroschen aufbauen: 
    Eine frei verfügbare Reserve für Unerwartetes schaffen. 
  3. Sparziele finanzieren: 
    Ferien, Weiterbildung und Anschaffungen separat besparen. 
  4. Langfristig vorsorgen: 
    Geld einsetzen, das Sie kurzfristig nicht benötigen. Zum Beispiel mit einer Säule 3a. Mit regelmässigen Einzahlungen in die dritte Säule können Sie Steuern sparen. Dieses Geld ist aber gebunden und kein Ersatz für eine frei verfügbare Reserve.

Fragen und Antworten

Noch Fragen zum Notgroschen? Zum Glück müssen Sie dafür nicht auch noch eine Reserve anlegen. Hier finden Sie die wichtigsten Antworten.

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