«Jedes KMU sollte sich mit den eigenen Risiken auseinandersetzen.»

Stille statt brummende Maschinen, verwaiste Arbeitsplätze – nichts geht mehr. Wenn etwa ein Brand oder eine Überschwemmung den Betrieb lahmlegt, wird es schnell teuer. Silvio Himmelsbach, Schadenexperte der Mobiliar, erklärt, wie hohe Kosten bei einem Betriebsunterbruch vermieden werden können.
Silvio Himmelsbach, Sie haben täglich mit grossen Schadenfällen zu tun. Was sind die häufigsten Gründe dafür, dass ein Betrieb nicht mehr arbeiten kann?
Immer wie häufiger gibt es in der ganzen Schweiz massive Schäden durch Überschwemmungen und Hagel. Da hatten wir zum Beispiel vom Hagel durchlöcherte Dächer, durch die der Regen in die Gebäude eindrang und dort gelagerte Maschinen und Material beschädigt wurden. Aber auch Brände und Wasserschäden sehen wir häufig, ausserdem Schäden durch Sturm oder Erdrutsch.
Welcher Fall von Betriebsunterbruch ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Wir hatten den Fall eines Gastrobetriebs von drei Jungunternehmern. Am Tag vor der Eröffnung hat es gebrannt. Ganz grosses Pech! Das war im Sommer und wir haben kurzerhand eine mobile Küche in den Garten gestellt. Nur wenige Tage nach dem Feuer konnten sie eröffnen. Unsere Erfahrung half uns dabei, umzudenken und sofort Lösungen zu finden. Das Provisorium wurde übrigens so erfolgreich, dass sie seither das Restaurant jeden Sommer eine Weile in den Garten verlegen.
Richtig versichert
Wir lassen Sie mit den Folgen eines Betriebsunterbruchs nicht allein. Egal, ob die Ursache digitaler oder analoger Natur ist, mit den Versicherungen der Mobiliar sind Sie vor den finanziellen Folgen geschützt.
Was verursacht bei einem Betriebsunterbruch die höchsten Kosten?
Der Ertragsausfall und die Fixkosten wie Miete und Löhne, die man nicht auf die Schnelle reduzieren kann. Nach einem Schaden machen wir deshalb zuerst eine Schätzung, wie lange der Unterbruch dauern und wieviel der Ertragsausfall kosten könnte. Dann schauen wir, wie der Betrieb möglichst rasch wieder produktiv sein kann. Zum Beispiel mit einem Umzug an einen temporären Standort, der Auslagerung bestimmter Prozesse, zusätzlichen Wochenend- oder Nachtschichten oder Provisorien. Solche Mehrkosten deckt die Versicherung.
Wie kann ich meinen Betrieb absichern?
Jeder Betrieb sollte sich mit den eigenen Risiken gründlich auseinandersetzen. Dazu gehört, in Szenarien zu denken. Zum Beispiel: Wo kann ich morgen arbeiten, falls es heute in meinem Gebäude brennt? Was mache ich, wenn Wasser meine IT-Infrastruktur beschädigt? Wo beziehe ich Rohstoffe, wenn mein Haupthändler nicht mehr liefern kann? So kann man sich auf einen Notfall vorbereiten und verhindert, dass im schlimmsten Fall das Unternehmen zugrunde geht. Es bleiben Restrisiken. Dafür ist die Versicherung da.
Jeder Betrieb ist anders. Wie stelle ich sicher, dass ich wirklich die Deckung bekomme, die ich brauche?
Im persönlichen Beratungsgespräch werden die verschiedenen Szenarien für einen Betriebsunterbruch diskutiert. Die Versicherung wird danach präzis auf die Bedürfnisse des Unternehmens abgestimmt. Wieviel die Versicherung kostet, ist zum Schluss von der gewählten Versicherungssumme, vom Zeitraum des Betriebsunterbruchs, der gedeckt werden soll, und von den versicherten Gefahren abhängig.
Silvio Himmelsbach arbeitet seit 2016 bei der Mobiliar als Teamleiter Sachschaden.
Als Schadenexperte prüft er bei einem Schaden, was passiert ist, wie hoch der Schaden ist und welche Leistungen die Mobiliar übernimmt. Damit sorgt er und sein Team dafür, dass KMU nach einem Schadenfall schnell wieder handlungsfähig sind.
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