E-Scooter versichern in der Schweiz: Haftpflichtversicherung und Hausratversicherung.

E-Scooter versichern

So sind Sie in der Schweiz richtig abgesichert

E-Scooter machen das Leben in der Stadt einfacher, denn sie sind schnell, leise und flexibel. Wer einen besitzt, sollte den E-Scooter versichern, um bei Schäden oder Diebstahl auf der sicheren Seite zu sein.

  • Lesezeit: 5 Minuten
  • Letztes Update: Dezember 2025
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Was ist ein E-Scooter und welche Vorschriften gelten in der Schweiz?

E-Scooter, auch Elektro-Scooter oder E-Trottinette genannt, gehören gemäss Bundesamt für Strassen (ASTRA) zu den sogenannten Leicht-Motorfahrrädern. Sie zählen zu den Fahrzeugen des Langsamverkehrs und dürfen nur dort fahren, wo auch Velos fahren dürfen: also auf der Strasse oder auf dem Veloweg, sofern vorhanden. Auf dem Trottoir oder in Fussgängerzonen sind sie nicht erlaubt.

Das Mindestalter für E-Scooter liegt bei 14 Jahren mit dem Führerausweis Kategorie M, ab 16 Jahren darf ohne Ausweis gefahren werden. Ein Helm ist nicht obligatorisch, aber ausdrücklich empfohlen.

Welche Verkehrsregeln gelten für E-Scooter?

Für E-Scooter gelten im Alltag die gleichen Verkehrsregeln wie für Velos. Das bedeutet, dass Sie grundsätzlich auf der Strasse oder auf dem Fahrradweg fahren müssen, sofern einer vorhanden ist. Die Benutzung des Trottoirs oder von Fusswegen ist nicht erlaubt, da diese Flächen ausschliesslich Fussgängerinnen und Fussgängern vorbehalten sind.

Halten Sie sich an die signalisierten Höchstgeschwindigkeiten, auch in Tempo-30- oder Begegnungszonen. An Fussgängerstreifen gilt: Absteigen und schieben, wenn Sie die Strasse überqueren.
Die Beleuchtung muss jederzeit funktionieren und laut dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) auch tagsüber eingeschaltet sein. Eine Klingel und gut sichtbare Rückstrahler sind Pflicht. So werden Sie frühzeitig erkannt, gerade bei wechselndem Licht oder in der Dämmerung.

Auch wenn das Tragen eines Helms für E-Scooter nicht obligatorisch ist, wird es aus Sicherheitsgründen dringend empfohlen. Wer mit einem Helm und angepasster Geschwindigkeit unterwegs ist, reduziert das Unfallrisiko erheblich. Vermeiden Sie riskante Fahrmanöver, nutzen Sie den rechten Fahrstreifen und behalten Sie den Überblick über andere Verkehrsteilnehmende. Und denken Sie daran: E-Scooter sind Einpersonenfahrzeuge. Das Mitnehmen einer zweiten Person ist nicht erlaubt.

Wer diese Regeln beachtet, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch andere.

E-Scooter versichern: Welche Versicherungen sind wichtig?

Bevor Sie Ihren E-Scooter versichern, sollten Sie wissen, welche Risiken abgedeckt sein müssen. Hierbei kommen vor allem drei Versicherungen infrage: die Haftpflicht für Schäden an Dritten, die Hausratversicherung bei Diebstahl und die Unfallversicherung für eigene Verletzungen.

Haftpflichtversicherung: Schutz bei Schäden an Dritten

Wer mit einem E-Scooter unterwegs ist, kann leicht einen Schaden verursachen – etwa an einem Fahrzeug oder einer Drittperson. Eine Haftpflichtversicherung deckt in diesen Fällen Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab. 

Solange Ihr E-Scooter allen gesetzlichen Anforderungen entspricht, ist er über die Privathaftpflichtversicherung versichert. Sobald das Fahrzeug aber nicht den gesetzlichen Bestimmungen entspricht, zum Beispiel, wenn es schneller fährt oder technische Änderungen vorgenommen wurden, erlischt der Versicherungsschutz.

Wichtig dabei ist, dass Grobfahrlässigkeit miteingeschlossen ist. Bei der Mobiliar ist der Verzicht auf das Kürzungsrecht bei Grobfahrlässigkeit automatisch in der Grunddeckung enthalten. Somit übernimmt die Versicherung auch bei groben Verstössen die Kosten.

Grundsätzlich gilt dieser Schutz auch im Ausland, allerdings nur, wenn die gesetzlichen Vorschriften des jeweiligen Landes eingehalten werden. So dürfen E-Scooter in Deutschland beispielsweise nur mit einer deutschen Versicherungsplakette gefahren werden; eine Schweizer Haftpflichtversicherung reicht dort nicht aus.

Wichtig zu wissen: Die Haftpflichtversicherung ist in der Schweiz nicht obligatorisch, aber sie schützt zuverlässig vor hohen Kosten nach einem Unfall und ist deshalb sehr empfehlenswert.

Hausratversicherung: Schutz bei Diebstahl

Die Hausratversicherung schützt, was Ihnen gehört, also auch Ihren E-Scooter. Abgedeckt sind die sogenannten Grundgefahren wie Feuer, Wasser, Sturm oder Elementarschäden. Wenn Ihre Police die Deckung «einfacher Diebstahl auswärts» enthält, sind Sie zudem geschützt, falls Ihr Scooter ausserhalb Ihres Zuhauses gestohlen wird – zum Beispiel vor dem Bahnhof oder bei der Arbeit.

Wer seinen E-Scooter noch besser absichern möchte, kann zusätzlich die Velo- oder Fahrrad-Kasko-Versicherung abschliessen. Diese übernimmt Schäden am Fahrzeug selbst: etwa nach einem Sturz, bei Vandalismus oder nach einem Zusammenstoss.

Wichtig: Der Versicherungsschutz gilt immer abzüglich Selbstbehalt: Bei Erwachsenen beträgt dieser normalerweise 200 Franken, bei Versicherungsnehmenden einer Versicherung für Junge bis 26 Jahren liegt er in der Regel bei 100 Franken.

Haushaltsversicherung

Mit der Haushaltsversicherung können Sie sich gegen verschiedene Risiken absichern. Sie kombiniert die Privathaftpflicht- und die Hausratsversicherung. Die Haushaltsversicherung für Junge bis 26 bietet denselben Schutz zu Vorzugskonditionen.

Welche Kosten fallen für E-Scooter-Versicherungen an?

Für klassische E-Trottinette entstehen meist keine zusätzlichen Haftpflichtprämien, wenn sie über die Privathaftpflicht mitversichert sind. Der Diebstahlschutz über die Hausratversicherung kann eine kleine Zusatzprämie auslösen, abhängig vom Wert und der Deckung. Eine Velo-Kasko oder zusätzliche Unfallversicherung kann separat ergänzt werden.

Im Ausland gilt der Versicherungsschutz in der Regel weiter. Aber nur, wenn die lokalen Gesetze eingehalten werden. Fahren Sie also nur dort, wo Ihr E-Scooter zugelassen ist.

Fragen und Antworten: E-Scooter versichern

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