In Düdingen gab es an diesem Abend allen Grund, zu feiern

200 Jahre Mobiliar, Kaya Yanar und ein besonderes Geschenk: Wir waren bei der Jubiläumsfeier am Samstag, 19. September 2026 im Podium dabei.

200 Jahre sind eine lange Zeit. So lange, dass die Welt, in der die Geschichte der Mobiliar begann, mit unserer heutigen kaum noch etwas gemeinsam hat. Kein Smartphone lag damals irgendwo auf einem Tisch. Es gab keine E-Mails und kein Internet.

Und doch war der Grundgedanke schon damals erstaunlich einfach: Menschen tun sich zusammen, um sich gegenseitig in schweren Zeiten zu helfen. Und vielleicht ist es genau diese Einfachheit, die sich über zwei Jahrhunderte gehalten hat.

Die Geschichte der Mobiliar in Düdingen begann deutlich später. 1988 wurde die Generalagentur gegründet. Heute arbeiten dort 38 Mitarbeitende, davon 4 Lernende – fast doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren.

Im Jubiläumsjahr fliessen allein im Gebiet der Generalagentur Düdingen rund drei Millionen Franken an die Kundinnen und Kunden zurück. Ein Geburtstag also, an dem das Geburtstagskind die Geschenke verteilt.

«Wir wissen, dass Menschen selten anrufen, wenn gerade alles wunderbar läuft», sagt Harry Grütter, der Anfang 2017 die Leitung der Generalagentur Düdingen übernommen hat. Rund 8000 Schadenmeldungen wurden 2025 bearbeitet – statistisch fast eine pro Stunde. Und hinter jeder steckt eine eigene Geschichte.

Das Prinzip ist einfach geblieben: Jemand aus der Region kümmert sich um jemanden aus der Region. Die Generalagentur ist eigenständig aufgebaut: Im Schadenfall werden Fachleute aus der Region beigezogen. Die Wege bleiben kurz, Hilfe ist schnell dort, wo sie gebraucht wird.

Die Mobiliar ist genossenschaftlich organisiert. Davon profitieren aber nicht nur die Kundinnen und Kunden: Auch in der Region engagiert sich das Unternehmen aktiv mit Sponsoring und unterstützt soziale Projekte.

Vielleicht ist das eine der Antworten darauf, wie ein Unternehmen 200 Jahre bestehen kann: nicht nur davon zu leben, dass Menschen ihm vertrauen, sondern dieses Vertrauen immer wieder in die Gemeinschaft zurückzugeben.

Nach den Podiumsgesprächen brachte das Künstlerensemble Styleacrobats aus Bern mit Rock’n’Roll-Akrobatik, Tanz und Comedy Schwung ins Podium. Was von aussen leicht aussah, verlangte vor allem eines: dass einer sich auf den anderen verlassen konnte.

Dann stand Kaya Yanar auf der Bühne. Der bekannte Comedian erzählte von Menschen, von ihren Eigenheiten und von den kleinen Absurditäten des Alltags. Er beobachtet. Er übertreibt. Er dreht Dinge ein wenig weiter. Und plötzlich erkennt man etwas wieder, das man eigentlich lieber nicht erkannt hätte: das eigene Verhalten, die Familie, den Nachbarn, den Kollegen. Oder sich selbst. Er macht aus dem, was uns trennt, für einen Augenblick etwas Gemeinsames.

Vielleicht war «Besser zusammen» deshalb ein sehr passendes Motto für diesen Abend. Nicht, weil Menschen immer einer Meinung wären. Nicht, weil das Leben gemeinsam plötzlich einfacher würde. Sondern weil es manchmal reicht, wenn jemand da ist. 200 Jahre Mobiliar lassen sich schwer in einen einzigen Abend packen. Vielleicht braucht es dafür auch gar nicht mehr: Menschen, die füreinander da sind, Erfahrungen weitergeben und gemeinsam in die Zukunft gehen.

Quelle «Freiburger Nachrichten»