Zahlen der Mobiliar: Verfünffachung der Wespennester seit 2021
Dienstag, 28. Juli 2026Wespen halten sich immer häufiger in der Nähe von Menschen auf. Bei der Mobiliar haben sich die gemeldeten Wespennester innert fünf Jahren verfünffacht. Gründe sind hauptsächlich milde Winter und trockene Frühlinge.
In den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der gemeldeten Nester in der ganzen Schweiz während den Sommermonaten Juli und August verfünffacht. Das zeigen aktuelle Zahlen der Mobiliar. So ist die Frequenz – die Anzahl Fälle pro 1000 Haushalte – in den Jahren 2021 bis 2025 von durchschnittlich 0.27 auf 1.34 gestiegen.
Schweizweit wurden der Mobiliar 2025 rund 5800 Nester gemeldet. Besonders in der Romandie scheinen sich Wespen wohlzufühlen. Vergangenes Jahr kamen dort auf 1000 Haushalte 2.5 Nester, gefolgt von der Deutschschweiz (1.08) und dem Tessin (1.04).
Ideale Bedingungen zum Überwintern
Diese Zunahme hat mehrere Gründe. «Wegen des Insektensterbens orientieren sich vor allem die Gemeine und die Deutsche Wespe stärker an Menschennahrung, wodurch sie sich vermehrt in unserer Nähe aufhalten», sagt Fabian Klimmek, Biologe vom Berner Tierpark Dählhölzli. Hauptursachen seien jedoch milde Winter und trockene Frühlinge. Sie sorgen für ideale Bedingungen, damit Wespen überwintern und sich in den warmen Monaten ausbreiten.
Wespen sind unbeliebt – zu Unrecht
Wespen haben einen schlechteren Ruf, als sie verdienen. «Sie gehören wie die Biene zur Ordnung der Hautflügler und sind ein wichtiger Teil des Ökosystems», erklärt Klimmek. «Sie bestäuben Pflanzen, dienen verschiedenen Vogelarten als Nahrungsquelle und regulieren den Insektenbestand als Schädlingsbekämpfer auf natürliche Weise.» Gerade Gemeine sowie Deutsche Wespen mögen Fleisch oder süsse Speisen besonders gerne, weshalb sie bei Gartenfesten als Störenfriede gelten. Andere Wespenarten interessieren sich hingegen nicht für menschliche Nahrung und sind meist friedlich.
Wegen Hitzestress besonders aggressiv
Der Frühling und der Spätsommer sind für Wespen besonders wichtige Phasen. Je wärmer und trockener der Frühling ist, desto früher können die überwinterten Jungköniginnen auf Nahrungssuche gehen und Arbeiterinnen heranziehen. Hitzephasen erhöhen zudem den Stress, auch bei Insekten. «Aber im Gegensatz zu Menschen verfügt die Wespe jedoch über keine natürliche Klimaanlage – sie schwitzt nicht. Bei Hitze benötigt sie mehr Energie. Deshalb sind Wespen bei hohen Temperaturen aggressiver bei der Nahrungssuche und stechen eher zu», sagt Fabian Klimmek.
Die Mobiliar organisiert und bezahlt die Entfernung eines Wespennests im Rahmen ihrer Hausratversicherung. «Im Sommer beschäftigt uns das Thema sehr», sagt Marco Friedli, Leiter Assistance bei Mobi24, eine Tochtergesellschaft der Mobiliar. «Rund zwei von drei Fällen in der Home Assistance betreffen die Entfernung von Wespen-, Hornissen- und Bienennestern». Mit welchen Massnahmen man Wespen vorbeugen kann und wann ein Wespennest entfernt werden sollte, kann dem Ratgeber der Mobiliar entnommen werden.
Die Gruppe Mobiliar
Im Jahr 2026 feiert die Mobiliar ihr 200-Jahr-Jubiläum. Damit ist die älteste private Versicherungsgesellschaft der Schweiz seit zwei Jahrhunderten erfolgreich und Teil der Schweizer Geschichte. Das genossenschaftlich organisierte Unternehmen feiert sein Jubiläum unter dem Motto «Besser zusammen» und zeigt, dass man gemeinsam mehr erreicht.
Jeder dritte Haushalt und jedes dritte Unternehmen in der Schweiz sind bei der Mobiliar versichert. Der Allbranchenversicherer weist per 31. Dezember 2025 ein Prämienvolumen von gut 5.173 Milliarden Franken auf. 80 Unternehmer-Generalagenturen mit eigenem Schadendienst garantieren an rund 160 Standorten Nähe zu den über 2.4 Millionen Kundinnen und Kunden. Die Mobiliar beschäftigt in den Heimmärkten Schweiz und Fürstentum Liechtenstein rund 6600 Mitarbeitende und bietet 356 Ausbildungsplätze an.
Rückfragen an: Medienstelle Mobiliar, media@mobiliar.ch, Telefon 031 389 88 44
