Cassidy Toner gewinnt den 30. Prix Mobilière

Freitag, 30. Januar 2026

Cassidy Toner thematisiert in ihren Werken den Kunstbetrieb und seine Mechanismen. In ihrem Schaffen bringt sie unsere Gewissheiten mit viel Humor ins Wanken. Dafür erhält sie nun den Prix Mobilière 2026 – den ältesten Kunstförderpreis einer privaten Schweizer Versicherung. Er wurde dieses Jahr anlässlich seiner 30. Vergabe und des 200-Jahr-Jubiläums der Mobiliar um das Thema Vorsorge erweitert. Da Vorsorge Kunstschaffende vor grosse Herausforderungen stellt, organisiert die Mobiliar in Zusammenarbeit mit Visarte einen Workshop zum Thema.

Cassidy Toner wurde 1992 in Baltimore (USA) geboren. Sie lebt und arbeitet seit 2006 in Basel. Mit Witz und Überraschung wirft sie einen ironisch-kritischen Blick auf die Mechanismen des Kunstbetriebs, unsere Wertvorstellungen und Erwartungshaltungen. Selbstironisch und schlitzohrig hinterfragt sie die vermeintliche Logik der Kunstwelt und demontiert unsere Gewissheiten. Damit schafft sie eine ebenso entwaffnende wie fesselnde Kunst.

«Cassidy Toners Arbeiten kratzen am Firnis unserer Gewissheiten, reissen durch das Gewebe unserer Gewohnheiten, unserer «blutig» und stillschweigend normalisierten Formen des Zusammenlebens. Sie schafft Kunst, die mit Intelligenz entwaffnet und durch eine als Witz getarnte Verletzlichkeit fesselt», sagt der Zürcher Künstler Pedro Wirz, der Cassidy Toner für den Prix Mobilière 2026 nominiert hat.

Sieben nominierte Kunstschaffende

Die sieben für den Prix Mobilière 2026 nominierten Künstlerinnen und Künstler veranschaulichen auf unterschiedliche Weise, wie Koexistenz möglich ist und dass Kunst eine prägende und aktivierende Rolle in unserer Gesellschaft übernehmen kann. Das Nominierungskomitee berücksichtigt mit ihnen wichtige Stimmen der Schweizer Kunstszene, die mit unterschiedlichen Ausdrucksformen relevante Themen unserer Zeit hinterfragen.

«Mit dem Prix Mobilière möchten wir die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksweisen fördern und aufzeigen. Wir verstehen zeitgenössische Kunst als Spiegel der Realität und als Katalysator für sozialen Wandel. Wir freuen uns daher sehr, dieses Jahr das 30-Jahr-Jubiläum dieses Preises zu feiern», sagt Marta Kwiatkowski, Leiterin Gesellschaftsengagement der Mobiliar.

Geschichte des Prix Mobilière

1996 gründete die Lebensversicherungsgesellschaft Providentia in Nyon den Kunstpreis «Young Art». Mit dem Wechsel des Unternehmens zur Mobiliar wurde der Preis 2005 in «Prix Mobilière» umbenannt. Seitdem wird er jährlich an eine junge Schweizer Künstlerin oder einen jungen Schweizer Künstler vergeben. Damit ist der Prix Mobilière der älteste Förderpreis einer Schweizer Versicherung.

Mit ihrem Gesellschaftsengagement möchte die genossenschaftlich verankerte Mobiliar einen positiven Beitrag zur Zukunft der Schweiz leisten. Kunst hat dabei einen hohen Stellenwert, kann sie doch inspirieren, antizipieren, aktivieren, anstossen und begleiten. Aus diesem Grund fördert die Mobiliar junges Kunstschaffen.

www.mobiliar.ch/engagement

www.mobiliar.ch/kunst

 

Die Mobiliar an der Art Genève

Die Art Genève findet vom 29. Januar bis 1. Februar 2026 auf dem Genfer Messegelände Palexpo statt. Die Ausstellung «Prix Mobilière» wird am Messestand der Mobiliar in Halle 2, Stand C3, gezeigt. 

Öffnungszeiten: 

Donnerstag: 12-19 Uhr 
Freitag bis Samstag: 12-20 Uhr
Sonntag: 12-18 Uhr

artgeneve.ch

 

Nominierte Kunstschaffende

  • Monika Emmanuelle Kazi (*1991)
  • Lorenza Longhi (*1991)
  • Anita Muçolli (*1993)
  • Yoan Mudry (*1990)
  • Cassidy Toner (*1992)
  • Gaia Vincensini (*1992)
  • Ilaria Vinci (*1991)

mobiliar.ch/prixmobiliere

 

Das Nominierungskomitee für den Prix Mobilière 2026

  • Kathleen Bühler, Chefkuratorin Kunstmuseum Bern
  • Joëlle Comé, Direktorin Istituto Svizzero, Rom
  • Fanni Fetzer, Direktorin Kunstmuseum Luzern
  • Léa Fluck, Verantwortliche Kunstförderung, Bundesamt für Kultur, Bern
  • Camille Regli, freischaffende Kuratorin und Co-Direktorin KRONE COURONNE, Biel
  • Juri Steiner, Direktor Musée cantonal des Beaux-Arts, Lausanne
  • Pedro Wirz, Künstler, Zürich und Pindamonhangaba (BR)

Jurymitglieder

  • Katharina Ammann, Direktorin Aargauer Kunsthaus, Aarau
  • Daniel Baumann, L/B – Lang/Baumann, Künstlerduo, Burgdorf
  • Tobia Bezzola, Direktor MASI – Museo d’arte della Svizzera italiana, Lugano
  • Marta Kwiatkowski, Leiterin Gesellschaftsengagement, die Mobiliar
  • Nina Roehrs, freischaffende Kuratorin, Zürich
  • Patrick Tharin, Kommunikationsberater, die Mobiliar
  • Ismene Wyss, Verantwortliche Kunst, Kuratorin, die Mobiliar

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