250 000 Franken für den Hochwasserschutz in Splügen

Dienstag, 25. August 2026

Die Gemeinde Rheinwald GR setzt in Splügen in den nächsten Jahren ein Präventionsprojekt um. Damit soll das Hochwasserrisiko beim Hinterrhein und Hüscherabach reduziert und das Gebiet gleichzeitig ökologisch aufgewertet werden. Die Mobiliar unterstützt das Vorhaben mit einer Viertelmillion Franken.

Im Juni 2019 traten der Hüscherabach und der Hinterrhein in Splügen über die Ufer und überfluteten einen grossen Teil des Siedlungsgebietes. Die viel frequentierte Nationalstrassenausfahrt- und die Splügenpassstrasse waren unbefahrbar. Die Gemeinde Rheinwald möchte in Zusammenarbeit mit dem Kanton Graubünden und dem Bund das Hochwasserrisiko eindämmen. Das Hochwasserschutzprojekt Hüscherabach und Hinterrhein soll in mehreren Etappen bis 2031 umgesetzt werden.

Schadenprävention im Sinne der Allgemeinheit

Die Mobiliar beteiligt sich mit 250 000 Franken an den Gemeindekosten. «Die Bilder der Zerstörung sind immer noch präsent», sagt Urs Fetz, Generalagent der Mobiliar in Chur. «Mit unserem Beitrag übernehmen wir Verantwortung und sorgen dafür, dass ein solches Schadenausmass künftig verhindert werden kann. Davon profitiert nebst unseren Versicherten vor allem die Allgemeinheit.» Rheinwalds Gemeindepräsident Christian Simmen freut sich über das Engagement der Mobiliar: «Dank der grosszügigen Finanzspritze können wir das Projekt realisieren und der Bevölkerung ein Stück Sicherheit sowie einen aufgewerteten Lebensraum zurückgeben.» 

Neben der Unterstützung durch die Mobiliar leisten auch die alpinfra sowie private Spenderinnen und Spender, die über die Patenschaft für Berggemeinden gewonnen werden konnten, namhafte Beiträge an das Projekt. Einen wesentlichen Beitrag leistet zudem der Kanton Graubünden: Im Rahmen der Wasserbaufinanzierung übernimmt er 55 Prozent der anrechenbaren Gemeindekosten.

Bedrohung reduzieren, Lebensräume schaffen

Entlang des Hinterrheins sowie des Hüscherabaches sind mehrere bauliche Massnahmen geplant. Konkret sind unter anderem an beiden Gewässern Gerinneaufweitungen und Ufererhöhungen vorgesehen. Das ermöglicht eine höhere Abflussmenge bei Hochwasser. Der Hüscherabach erhält zudem ein grosses Rückhaltebecken für Holz und anderes Geschiebe, damit der Zusammenfluss beim Hinterrhein nicht verstopft wird. Alle geplanten Massnahmen stehen unter dem Aspekt eines aufgewerteten Natur- und Erholungsraumes. So werden insbesondere der Artenvielfalt sowie der Lebensqualität für die Bevölkerung Rechnung getragen.

Engagement der Mobiliar Genossenschaft für eine widerstandsfähigere Schweiz

Die Mobiliar unterstützt Gemeinden finanziell bei der Umsetzung von Präventionsprojekten. Sie hilft damit, Schäden durch Naturgefahren zu mindern und die Schweiz widerstandsfähiger in Bezug auf die Folgen der Klimaveränderungen zu machen. Seit 2006 hat sich die Mobiliar an rund 180 Präventionsprojekten beteiligt und dafür über 50 Millionen Franken gesprochen, um Schäden zu verhindern.

Zudem hilft die Mobiliar mit der Unterstützung von Schwammstadt-Projekten mit, bebaute Umgebung lebenswert und zukunftsfähig zu gestalten und die Folgen des Klimawandels wie Hitze und Oberflächenabfluss in dicht besiedelten Gebieten zu mildern. So trägt sie zur Schadenminderung und zur Erhöhung der Lebensqualität bei.

Bild der Checkübergabe der Mobiliar, Generalagentur Chur

Gemeinsam erreicht man mehr, auch beim geplanten Hochwasserschutz in Splügen (von links): Gemeindeschreiber John Turner, Generalagent Urs Fetz, Gemeindepräsident Christian Simmen-Schumacher, Ladina Buchli, für die Region zuständige Kundenberaterin, Vizepräsident Georg Trepp-Ulber

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