
So schützen Garagenbetriebe ihre Fahrzeuge
Fahrzeugdiebstähle aus Garagenbetrieben haben seit letztem Jahr rasant zugenommen. Der Anstieg der Einbrüche und Diebstähle wird sowohl von der Polizei als auch von den Versicherern bemerkt. Auffällig ist, dass es häufiger vorkommt, dass gleich mehrere Fahrzeuge wegkommen. Was können Sie tun, um so gut wie möglich vorzubeugen? Wie kann der Schaden so klein wie möglich gehalten werden, wenn es doch zum Einbruch kommt? Erfahren Sie mehr über mögliche Anpassungen in Ihrem Betrieb.
Lesezeit: 7 Minuten Letztes Update: Juli 2026 Neuer Beitrag
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Das Wichtigste in Kürze
- Garagenbetriebe sollten ihre Fahrzeuge mit umfassenden Schutzmassnahmen sichern, um Schäden durch Diebstahl zu verhindern.
- Zu den empfohlenen Schutzmassnahmen gehören die Installation von Alarmanlagen und Überwachungskameras, die die Fahrzeuge überwachen und im Ernstfall Alarm schlagen.
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Zudem wird geraten, eine Übersicht über die genauen Standorte der Fahrzeuge zu führen, um im Schadensfall schnell handeln zu können.
Warum Fahrzeugdiebstahl für Garagenbetriebe ein ernstes Risiko ist
Auch dem Risikomanagement der Mobiliar fällt die Zunahme der Diebstähle auf. Besonders auffällig ist, dass sich Täter:innen zunehmend in Gruppen organisieren und in Garagen, Autohäusern und bei Fahrzeughändlern einbrechen. Dabei werden meistens gleich mehrere Fahrzeuge gestohlen. Sind Schlüssel, Zufahrten und die abgestellten Fahrzeuge leicht zugänglich, brauchen sie dafür nur wenig Zeit.
Für Ihren Betrieb kann ein solcher Vorfall weitreichende Folgen haben. Nebst dem offensichtlichen Verlust der Fahrzeuge entstehen unter Umständen weitere Kosten. Dies können zum Beispiel Betriebsunterbrüche, zusätzlicher administrativer Aufwand, Verzögerungen bei der Fahrzeugübergabe und ein Vertrauensverlust bei Kundinnen und Kunden sein. Um Ihren Betrieb zu schützen, sollten Sie sich deshalb nicht auf einzelne Präventionsmassnahmen verlassen. Ergreifen Sie gezielte Massnahmen an Ihrem Gebäude, verbessern Sie die Technik zur Überwachung und prüfen Sie betriebliche Abläufe.
Wie Täter:innen vorgehen und welche Schwachstellen sie nutzen
Die oft professionell organisierten Gruppen oder Einzeltäter:innen suchen gezielt nach Betrieben, bei denen sie schnell und mit möglichst kleinem Entdeckungsrisiko handeln können. Typische Schwachstellen sind ungenügend gesicherte Grundstücksgrenzen, schlecht beleuchtete Aussenbereiche und Türen, Tore oder Fenster mit geringem Einbruchswiderstand. Ist zudem keine Alarmanlage vorhanden, kann der Einbruch lange unentdeckt bleiben.
Risikoanalyse: Wo ist Ihr Betrieb besonders verletzlich?
Folgende Bereiche können Sie bereits selbst überprüfen, um Schwachstellen zu entdecken und Massnahmen zu ergreifen.
Technische Massnahmen: Einbrüche erkennen und Fahrzeuge zusätzlich sichern
Dringen die Täter:innen trotz der ergriffenen Massnahmen ein, sind verschiedene technische Massnahmen entscheidend, um dies überhaupt zu erkennen und Hinweise zu sammeln.
Organisatorische Massnahmen: Sicherheit im Betriebsalltag verankern
Wenn Abläufe, Zuständigkeiten und Kontrollen klar geregelt sind, überlassen Sie die Sicherheit im Betrieb nicht dem Zufall.
Massnahmen priorisieren: Was zuerst umgesetzt werden sollte*
Natürlich können je nach Betrieb nicht alle Massnahmen sofort umgesetzt werden. Am besten priorisieren Sie wie folgt:
Schlüssel sofort sichern
Elektronische Schlüsseltresore oder hochwertige Wertschutzschränke einsetzen und offene Schlüsselaufbewahrung beenden.
Eine zertifizierte Alarmanlage installieren
Mindestens Grad 2 nach SN EN 50131-1, mit Überwachung aller Wertbereiche und Alarmübermittlung an eine dauerhaft besetzte Alarmempfangsstelle
Aussenbereiche gut beleuchten
Insbesondere Zugänge, Ausfahrten und Fahrzeugabstellplätze, idealerweise mit Bewegungsmeldern.
Fahrzeuge mechanisch sichern
Beispielsweise mit gut sichtbaren Lenkrad- oder Wegfahrsperren.
Videoberwachung
Fenster, Türen und Tore verstärken und eine zweckmässige Videoüberwachung installieren.
*Diese Priorisierung ersetzt keine individuelle Risikoanalyse. Sie bietet jedoch einen praxisnahen Einstieg, wenn rasch Massnahmen mit hoher Wirkung umgesetzt werden sollen. Haben Sie Interesse an einer professionellen Risikoanalyse, wenden Sie sich an Ihre:n Versicherungsberater:in.
Was tun, wenn ein Fahrzeug gestohlen wurde?
Trotz guter Prävention lässt sich ein Diebstahl nicht vollständig ausschliessen. Im Ereignisfall zählt ein rasches und strukturiertes Vorgehen: Informieren Sie umgehend die Polizei und anschliessend die Versicherung. Sperren Sie die betroffene Tür, das betroffene Tor oder Fenster und prüfen Sie, ob weitere Schlüssel, Fahrzeuge oder Dokumente fehlen. Verändern Sie nichts, bevor die Polizei eintrifft.
Checkliste: Fahrzeugdiebstahl im Garagenbetrieb vorbeugen
- Sind Zufahrten, Tore, Türen und Fenster gegen Einbruch und unbefugte Wegfahrt gesichert?
- Sind Aussenbereiche, Zugänge und Fahrzeugplätze ausreichend beleuchtet?
- Werden sämtliche Fahrzeugschlüssel in einem zertifizierten Tresor aufbewahrt und Zugriffe protokolliert?
- Sind Fahrzeugpapiere und Kontrollschilder getrennt von Schlüsseln und Fahrzeugen gelagert?
- Überwacht eine zertifizierte Einbruchmeldeanlage alle relevanten Wertbereiche?
- Werden Alarme an eine dauerhaft besetzte Alarmempfangsstelle übermittelt?
- Sind besonders gefährdete Fahrzeuge mit zusätzlichen Trackern oder mechanischen Wegfahrsperren geschützt?
- Sind Verantwortlichkeiten, Schliessroutinen und das Vorgehen im Ereignisfall klar geregelt?
- Werden Sicherheitsmassnahmen regelmässig überprüft und an neue Risiken angepasst?