Eine Brücke für mehr Sicherheit in der Surselva

Brücke über einen Fluss

Auf dem Bergwanderweg Tenigia zur SAC-Terrihütte ist eine durch wiederkehrende Steinschläge betroffene Stelle entschärft worden. Die Alternativroute führt neu auf der linken Talseite über den Rein da Sumvitg bei Encardens.

Der Bergwanderweg am Ende des Val Sumvitg von Tenigia zur Terrihütte wird sicherer: Um den Gefahrenperimeter zu umgehen, wurde der Wanderweg von der rechten auf die linke Talseite verlegt. «Dafür haben wir teilweise eine ehemalige Fahrpiste der Schweizer Armee und einen alten Viehpfad nutzen können. Das bestehende Trassee wurde ausgebessert und zu einem begehbaren Wanderweg ausgebaut», erklärt Ingenieur Walter Deplazes. Er war im Auftrag der Gemeinde Sumvitg für die Projektierung und Bauleitung verantwortlich.

Die Verlegung des Wanderwegs in das Gebiet Clavaus erforderte auch den Bau einer neuen Brücke. Die Holzkonstruktion ist aus unterschiedlichen Elementen gefertigt. So lässt sie sich vor dem Wintereinbruch demontieren und sicher einlagern, damit sie vor Lawinen geschützt ist.

Auf dem Weg zur Quelle des Rein da Sumvitg

Damit hat die Gemeinde Sumvitg eine verlässliche Route geschaffen und das bei Wanderern und Berggängerinnen beliebte Gebiet touristisch aufgewertet. Der Rein da Sumvitg entspringt am Piz Vial auf rund 3000 Metern über Meer. Erst schlängelt er sich durch die Greinaebene und nimmt auf seinem Weg ins Val Sumvitg mehrere Quellbäche auf, ehe er nach rund 19 Kilometern und über 2000 bewältigten Höhenmetern in den Vorderrhein mündet.

Umsetzung mit regionalem Knowhow

Die Gemeinde Sumvitg hat das Projekt in Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmungen, dem zuständigen Forstamt sowie in Fronarbeit umgesetzt. Beim Bau involviert waren unter anderem die Jungmannschaft Surrein, der Dorfverein «Nies Surrein» sowie der Verein Pro Val Sumvitg.

Bei der Finanzierung geholfen hat etwa der «Mobiliar Fonds Brücken & Stege», der sich seit 2019 gemeinsam mit dem Verein Schweizer Wanderwege für sichere Infrastruktur engagiert. Die Mobiliar Genossenschaft unterstützt das Brückenprojekt mit 50 000 Franken. «Es freut uns, dass wir dank unserem Engagement für die Gesellschaft zur Aufwertung des Wanderwegnetztes in unserer Region beitragen können», sagt der für das Gebiet zuständige Versicherungs- und Vorsorgeberater Carlo Gautschi der Mobiliar in Chur.

Fünf Männer stehen vor einer Brücke

Gemeinsamer Einsatz für die neue Brücke (von links): Carlo Gautschi (Die Mobiliar Chur), Patrick Schaniel (Gemeindepräsident Sumvitg), Walter Deplazes (Ingenieurbüro Deplazes), Meinrad Degonda (Gemeindevorstand Sumvitg) und Urs Fetz (Generalagent der Mobiliar Chur).

(Fotos: Nicole Matschoss)