Wie schütze ich mich vor Dämmerungseinbrüchen?

Mit einfachen Mitteln können Sie sich vor einem Dämmerungseinbruch schützen

Wenn die Tage kürzer werden und die Dunkelheit früher kommt, dann haben Dämmerungseinbrüche Saisonstart. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie einem Einbruch vorbeugen können, aber auch, wie Sie im Schadenfall geschützt sind.

Es ist 16:30 Uhr, Sie sind noch im Büro am Arbeiten. Zur gleichen Zeit ist bei Ihnen zuhause ebenfalls jemand fleissig am Werk: Ein Einbrecher. Im Halbdunkeln ist er unbemerkt in Ihre Wohnung geschlichen. Er hatte ein leichtes Spiel, denn Sie haben ein Fenster halb-offen gelassen. In unter 30 Sekunden hat er sich lediglich mit einem Schraubenzieher Zutritt verschafft, mit geübtem Blick Ihre Wertsachen entdeckt und eingesteckt. Nach nicht mal fünf Minuten ist er verrichteter Dinge und unbemerkt von Dannen gezogen.

Einfache Massnahmen gegen Dämmerungseinbrüche

Niemand ist vor einem Einbruchsversuch geschützt. Hat der Räuber Ihr Zuhause als mögliches Ziel ausgesucht, gilt: Machen Sie ihm einen Einbruch so schwer wie nur möglich.

  • Schliessen Sie immer alle Fenster und Türen ab, selbst wenn Sie nur schnell mal weg müssen. Auch ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster.
  • Türvorleger und Blumentöpfe sind beliebte Schlüssel-Verstecke. Einbrecher wissen das.
  • Licht schreckt ab. Mit eine Zeitschalter können Sie unterschiedliche «Anwesenheitszeiten» vortäuschen, für draussen empfiehlt sich ein Bewegungsmelder.
  • Vorsicht bei Ferien-Schnappschüssen auf Social Media! Einbrecher können sich so ein Bild machen, wann Sie nicht zuhause sind.
  • Tauschen Sie sich mit Ihren Nachbarn aus, so bleiben Sie auf dem Laufenden und wissen Sie was in Ihrer Nachbarschaft passiert.
  • Halten Sie rund um Ihr Haus Ordnung. Ein Grüncontainer ist eine wunderbare Klettermöglichkeit, um von aussen in das erste Stockwerk zu gelangen.
  • Bitten Sie jemanden, während längerer Abwesenheit Ihren Briefkasten zu leeren oder leiten Sie Ihre Post weiter. Ein überquellender Briefkasten zeigt, dass Sie nicht daheim sind.
  • Beobachten Sie etwas Verdächtiges? Melden Sie dies der Polizei.
  • Rüsten Sie auf. Baulich-technische Massnahmen wie verstärkte Türen oder eine Alarmanlage bieten Extraschutz. Bei Ihrer polizeilichen Beratungsstelle können Sie sich kostenlos beraten lassen

Devise: Selbstschutz und ja nichts anfassen

Einbrecher sind vor allem auf Schmuck und Bargeld aus. Bewahren Sie Ihre Wertsachen und Bargeld in einem gut gesicherten Tresor auf. Oder noch besser: ausserhalb Ihres Heims, zum Beispiel in einem Bankschliessfach. Sollten Sie den Dieb auf frischer Tat ertappen, halten Sie ihn nicht auf! Sie wissen nie, ob er vielleicht bewaffnet ist. Halten Sie dem Einbrecher einen Fluchtweg offen. Schliessen Sie sich in ein Zimmer ein und alarmieren Sie die Polizei.

Wenn Sie von der Arbeit nach Hause kommen und merken, dass bei Ihnen eingebrochen wurde, verständigen Sie schnellstmöglich die Polizei. Fassen Sie nichts an! Dadurch können Sie wichtige Spuren zerstören. Ist die Polizei da, können Sie auflisten, was gestohlen wurde. Die Polizei nimmt Ihre Auflistung in ihren Report auf, welcher beim Staatsanwalt eingereicht wird. Informieren Sie danach baldmöglichst Ihren Versicherer. Bei der Mobiliar können Sie uns rund um die Uhr erreichen. Informieren Sie ebenfalls Ihren Vermieter und vergessen sie nicht, bei gestohlenen Kreditkarten und Kontodokumenten unverzüglich Ihre Bank anzurufen.

Gut abgedeckt mit Hausrat- und Wertsachenversicherung

Achten Sie darauf, den Versicherungswert Ihrer Habseligkeiten regelmässig anzupassen. Bei einer Unterversicherung kann die Versicherung im Schadensfall die Leistungen kürzen. Wertgegenstände sind in der Hausratsversicherung mitversichert. Bei der Mobiliar gilt jedoch bei Diebstahl eine Höchstentschädigungsgrenze von 30‘000 Franken. Mit einer zusätzlichen Wertsachenversicherung schützen Sie ihre Preziosen. Dabei wird jeder Wertgegenstand einzeln erfasst, was den Wertnachweis bei einem Dämmerungseinbruch massiv erleichtert.

Schauen Sie auf sich

Was Sie nie vergessen sollten: Ein Einbruch in Ihr Zuhause ist ein einschneidendes Erlebnis und eine enorme psychische Belastung. Der Ratgeber „Ist es noch mein Zuhause?“ bietet eine Hilfestellung bei der seelischen Verarbeitung eines Einbruchs. Sprechen Sie zudem bei Bedarf mit einer Fachperson, Ihr Hausarzt kann Sie dabei beraten. Dies ist wichtig, damit Sie sich in Ihrem Zuhause wieder sicher fühlen.