Was tun gegen Cybermobbing?

Wie Sie sich schützen können und wie Sie richtig reagieren, wenn Sie Opfer von Cybermobbing geworden sind

Das Internet vergisst nicht. Deshalb ist Cybermobbing kein Lausbubenstreich, sondern – je nach Ausmass – ein schwerwiegendes Vergehen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich schützen und was Sie tun können, wenn Sie bereits Opfer von Cybermobbing geworden sind.

14.53 Uhr, Whatsapp: «Schau doch mal in den Spiegel. Bist du hässlich!»

19.27 Uhr, E-Mail: «Ich habe euch zusammen fotografiert – wenn das der Chef sieht...»

23.16 Uhr, Facebook: «Mir den Freund ausspannen – das wirst du bitter bereuen! Ich habe da dieses Video…»

Was oft als harmloser Spass beginnt, kann schnell Ernst werden: Gruppendynamik und die Anonymität des World-Wide-Web können innert kürzester Zeit in Cyber-Mobbing ausarten.

Was ist Cyber-Mobbing?

Unter Cyber-Mobbing versteht man das Belästigen, Bedrängen, Verleumden oder Blossstellen von anderen Menschen über digitale Medien. Durch Texte, Bilder oder Filme werden die betroffenen Personen gedemütigt, beschämt oder schikaniert.

Die Schwierigkeit beim Cyber-Mobbing: Das Internet vergisst nicht. Einmal hochgeladen, können Inhalte zwar wieder gelöscht, aber kaum mehr aus dem Internet entfernt werden, da sie sich rasant weiter verbreiten können.

Wie Sie sich gegen Cyber-Mobbing schützen können

  • Verwenden Sie sichere Passwörter und verraten Sie diese niemandem.
  • Schützen Sie Ihre Privatsphäre. Geben Sie keine sensiblen Daten und Informationen preis.
  • Akzeptieren Sie nur Freunde auf Social Media, die Sie auch wirklich kennen.
  • Posten Sie nur unverfängliche Bilder und Videos.
  • Kein Sexting (Austausch von erotischen Bildern im Netz).
  • Sprechen Sie als Eltern offen mit Ihren Kindern über den Umgang mit neuen Medien.

Was tun, wenn Sie Opfer von Cyber-Mobbing geworden sind

  • Sichern Sie Beweismaterial: Erstellen Sie Screenshots und speichern Sie Bilder (Vorsicht bei illegalen Inhalten, wie z.B. Pornografie oder Gewaltdarstellungen).
  • Löschen Sie selbst die Inhalte oder lassen Sie sie von Plattformbetreibern löschen.
  • Sperren und melden Sie die belästigende Person im entsprechenden Sozialen Netzwerk (Missbrauchsmeldung).
  • Wenden Sie sich an Lehrpersonen, Vorgesetzte, andere Vertrauenspersonen oder erstatten Sie in schwerwiegenden Fällen Anzeige bei der Polizei.

Auch mit dem Cyber-Schutz Leistungspaket der Mobiliar sind Sie für den Fall der Fälle gerüstet. Falls Sie oder Personen, die mit Ihnen in Hausgemeinschaft leben, trotz aller Vorsichtsmassnahmen Opfer von Cyber-Mobbing werden sollten, übernehmen wir zum Beispiel die Kosten für das Löschen von unerwünschten Inhalten, bieten Rechtsschutz bei Identitätsdiebstahl oder übernehmen die Kosten für eine psychologische Beratung, falls Sie diese Hilfe beanspruchen.

Haben Sie Fragen? Wir sind für Sie da. Denn Vorsicht ist stets die beste Versicherung. Auch im Internet.