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5 Tipps für eine effiziente Gartenpflege

Bepflanzen Sie Ihren Garten mit den geeigneten Pflanzen - und schützen Sie sie

Ein schöner Garten will gepflegt werden. Sie fragen sich, welche Pflanzen sich für welche Jahreszeit eignen, und welche Sie idealerweise nebeneinander setzen? Sie erfahren nicht nur das, sondern auch, was gegen akrobatische Schädlinge hilft.

Pflanzen sind wie Menschen – sie brauchen Zuspruch, Pflege und Geduld. Und nicht alle vertragen sich untereinander. Wie Sie Ihren Garten effizient anlegen und pflegen, verraten Ihnen die folgenden 5 Tipps:

1: Wann pflanze ich was?

Dass Schneeglöckchen nicht im Sommer wachsen und Sonnenblumen nicht im Winter, versteht sich von selbst. Aber welche Pflanzen eignen sich für welche Jahreszeit? Und wann setze ich sie am besten?

  • Im Herbst können Sie bereits für den Frühling vorsorgen: setzen Sie Zwiebelblumen, die im Frühjahr als Erste den Kopf aus der Erde strecken. Winterharte Heckenpflanzen, Bäume und Sträucher werden ebenfalls jetzt gepflanzt.
  • Auch über den Winter können Sie etwas für Ihren Garten tun: Zäune reparieren, den Geräteschuppen entrümpeln, etc. Sobald die Temperaturen steigen, können Sie Schneidearbeiten erledigen, und Ihren Pflanzen einen schicken Schnitt verpassen. Auch Ihre Böden können Sie für die bevorstehende Bepflanzung vorbereiten: umgraben, düngen, Beete neu anlegen.
  • Im Frühjahr geht das grosse Bepflanzen los: frostfeste Blumen machen den Anfang, nach den Eisheiligen (siehe Abschnitt «Wie schütze ich meine Pflanzen?» folgen die restlichen Kräuter, Gemüse und Blumen.
  • Im Spätsommer sind Bodendecker an der Reihe, und erste Frühlingsboten fürs nächste Jahr kommen in die Erde.  

Tipp: ein Pflanzenkalender gibt Ihnen eine detaillierte Übersicht, welche Pflanzen wann am besten gesetzt und geerntet werden. 

2: Wer neben wem?

Schon in der Schule war es ein wichtiges Thema: wer sitzt neben wem? Im Pflanzenbeet sieht es ähnlich aus. Nicht alle Pflanzen vertragen sich gegenseitig, aber einige ergänzen sich perfekt.

Eine veritable Gartenpflanzenharmonie erreichen Sie durch das Anlegen einer Mischkultur. Das ist der Fall, wenn mehrere Nutzpflanzen im selben Beet angepflanzt werden (im Gegenteil dazu: die Monokultur, bei der Pflanzen voneinander getrennt in separaten Beeten wachsen). Der Vorteil einer Mischkultur: die Pflanzen unterstützen sich gegenseitig beim Wachsen und beschützen sich vor Schädlingen.

Ob sich Pflanzen gegenseitig mögen und damit für eine Mischkultur eignen, hängt mit ihren Stoffwechselprodukten zusammen. Diese beeinflussen das Wachstumsverhalten der benachbarten Pflanze – positiv oder negativ. Wer zum Beispiel kein Traumpaar ist: Erbsen und Bohnen, Radieschen und Gurken. Die Funken fliegen hingegen zwischen Lauch und Kopfsalat, Tomaten und Karotten.

Auch Kräuter sind perfekte Beetpartner: Schnittlauch beispielsweise umrahmt ein Mischbeet dekorativ, und verhindert gleichzeitig Schimmel an Erdbeeren. Machen Sie sich mittels einer Mischkulturtabelle schlau, welche Pflanzen miteinander harmonieren, und legen Sie sich einen Bepflanzungsplan an, bevor Sie loslegen. Am besten notieren Sie am Ende der Saison, was miteinander funktioniert hat, und was nicht. So sind Sie im nächsten Jahr bestens vorbereitet. 

3: Wie schütze ich meine Pflanzen vor Frost?

Quizfrage: warum können Heilige Ihren Pflanzen gefährlich werden? Weil sie sie im schlimmsten Fall erfrieren lassen. Die sogenannten Eisheiligen anfangs Mai gefährden Garten- und Balkonpflanzen mit Frost. Den jährlich wechselnden Termin und weitere Informationen finden Sie hier. Keine Probleme haben Sie, wenn Sie Gemüsesetzlinge und Sommerblumen erst nach den Eisheiligen draussen einpflanzen.

Den kalten Winter überstehen Ihre Pflanzen, indem Sie zart besaitete Exemplare einpacken, und Kübelpflanzen an der Hauswand oder in der Garage überwintern. Stark kälteempfindliche Pflanzen können Sie fürs Überwintern auch in ein Gartencenter bringen. Erkundigen Sie sich über Angebote in Ihrer Nähe. Nicht vergessen: auch über den Winter brauchen Ihre Pflanzen ab und zu ein wenig Wasser.

Lassen Sie Laub in Beeten ruhig liegen – es dient als natürlicher Frostschutz. Im Frühling können Sie es entfernen, um den Pflanzen Platz zum Wachsen zu geben.

4: Richtig giessen – eine Kunst?

Wer kennt es nicht: der Nachbar hat sich während Ihren Ferien gar nicht oder zu aufopfernd um Ihre Blumen gekümmert. Und jetzt stehen Sie vor einem Pflanzenfriedhof. Pflanzen machen von selbst auf sich aufmerksam, wenn sie nicht ausreichend Wasser kriegen. Ein unauffälligeres Problem stellt Übergiessen dar, gerade bei Balkonpflanzen in Töpfen: Zu häufiges Giessen überfordert die Pflanzen. Die Erde kann nicht mehr richtig durchtrocknen, es entsteht Staunässe, und die Pflanzen verfaulen. Sowohl für den Garten als auch den Balkon gilt: lieber seltener, dafür grosszügiger giessen.

Ebenfalls kontraproduktiv: in der prallen Mittagssonne giessen. Ihre Pflanzen werden dadurch nicht erfrischt, sondern regelrecht verbrannt. Gönnen Sie ihnen morgens oder abends einen grossen Schluck frisches Wasser.

5: Was tun gegen Ungeziefer und Unkraut?

Es passiert dem besten Gärtner: zwischen den gesetzten Pflanzen wächst noch etwas anderes – Unkraut. Der wohl wichtigste Tipp: entfernen Sie das Unkraut, solange es noch im Jugendstadium ist. Sobald es blüht und Samen bildet, breitet es sich aus. Wenn Sie die Oberfläche mit einer Hacke durchziehen, durchtrennen Sie damit die Wurzeln des Unkrauts. Erledigen Sie dies an einem sonnigen Tag, vertrocknet das Unkraut innert kurzer Zeit.

Sie haben ein wunderschönes Beet angepflanzt und müssen feststellen, dass auch ein paar Schädlinge dieser Meinung sind. Wie können Sie Blumen und Gemüse schützen? Am einfachsten errichten Sie Barrieren, dank denen das Ungeziefer nicht zu Ihren Pflanzen vordringen kann. Dabei können Sie selber kreativ werden, oder auf die Auswahl in Gartencentern zurückgreifen. Engmaschige Netze und Vliese, Kunststoffzäune und Hochbeete eignen sich bestens, um Ihre Ernte demjenigen vorzubehalten, der sie verdient: Ihnen.

Wenn die Schädlinge akrobatisch begabt sind, und sich trotz Barrieren Zugang verschaffen, helfen nebst gekauften Produkten auch einfache Hausmittel zur Bekämpfung. So zum Beispiel Brennnessel-Jauche gegen Nacktschnecken oder eine Wasserdusche gegen Blattläuse. Weitere hilfreiche Tipps finden Sie hierSchon gewusst? Bienen und andere Nützlinge kümmern sich liebend gerne um die Schädlinge. Schaffen Sie einen freundlichen Lebensraum für Bienen und Nützlinge und die Arbeit wird Ihnen abgenommen.