Der Führerausweis ruft

Der Weg zum Führerausweis

Endlich – Sie haben es hinter das Steuer geschafft. Nun wartet der Führerausweis. Doch dürfen Sie mit einem Kollegen üben? Und wer zahlt, wenn etwas passiert? Was Sie vor der Prüfung alles wissen und erledigen müssen finden Sie in unseren Tipps.

Endlich, Sie haben es hinters Steuer geschafft. Ein gutes Gefühl, auch wenn neben Ihnen noch jemand ein Auge auf Ihre Fahrkünste wirft. Doch jetzt geht es geradeaus zum Führerschein. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) empfiehlt, vor der Prüfung mindestens 3'000 Kilometer an Lernfahrten zurückzulegen. Das entspricht etwa 100 Stunden – aufgeteilt auf rund 25 Fahrstunden beim Fahrlehrer und private Lernfahrten.

Private Lernfahrten – gut zu wissen

Übung macht den Meister – das gilt auch fürs Autofahren. Lernfahrten mit den Eltern oder Kollegen verbessern Ihre Routine und sind als Vorbereitung für die Fahrprüfung von grossem Wert. Deshalb gilt: Je mehr, desto besser! Absolvieren Sie Ihre ersten Fahrten auf einem grossen Parkplatz, wo Sie viel Platz zum Manövrieren haben und keine grossen Hindernisse im Weg sind. Befahren Sie im Strassenverkehr nur solche Strecken, die Sie nicht überfordern. Das erspart viel Stress. Auf Autobahnen und Autostrassen dürfen Sie erst, wenn Sie einen bestätigten Termin für Ihre praktische Prüfung haben. Und nicht vergessen: Fehler sind beim Üben normal – bleiben Sie also gelassen.

Ihre Begleitperson muss älter als 23 Jahre sein und seit mindestens drei Jahren den entsprechenden Führerausweis besitzen. Dieser darf nicht mehr auf Probe sein – die Person muss also den definitiven Führerausweis bereits in der Tasche haben. Weiter sollte die Handbremse gut erreichbar sein, ein zusätzlicher Rückspiegel auf der Beifahrerseite kann ebenfalls hilfreich sein. Natürlich dürfen auch weitere Personen mitfahren, da können Sie entscheiden wie Sie sich am wohlsten fühlen. Alle Lernfahrten erfordern ein «L» am Fahrzeugheck und sind nur innerhalb der Schweiz erlaubt. Der Auslandtrip muss also noch warten.

Haftung und Versicherung beachten

Ihre Begleitperson muss dafür sorgen, dass die Lernfahrt gefahrlos verläuft und die Verkehrsregeln eingehalten werden. Sie haftet für Vergehen, wenn sie ihre Pflichten nicht erfüllt. Sie selbst sind für Zuwiderhandlungen verantwortlich, die Sie aufgrund Ihrer Fahrtauglichkeit hätten vermeiden können.

Angenommen, Sie sind mit einer Kollegin auf Lernfahrt und touchieren beim Parkieren ein anderes Auto. Die Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung der Autobesitzerin übernimmt den Schaden am anderen Auto – aber nur, wenn sie Lernfahrten nicht ausgeschlossen hat.

Für den Schaden am Auto Ihrer Kollegin haften Sie. Deshalb schliessen Sie am besten eine Versicherung für das gelegentliche Lenken fremder Motorfahrzeuge ab. Bei einigen wenigen Privathaftpflicht-Versicherungen, wie jener bei uns , ist diese Deckung schon dabei. Sie gilt jedoch nicht, wenn Sie mit dem Autobesitzer im gleichen Haushalt leben oder sein Auto pro Jahr an mehr als 24 Tagen benutzen. Ist das der Fall, würde ein allfälliger Schaden von der Kaskoversicherung ihrer Kollegin abgewickelt . Den dabei anfallenden Selbstbehalt und Bonusverlust müssten allenfalls Sie berappen. Am besten tauschen Sie sich vor der ersten Fahrt mit ihrer Kollegin über die Versicherungsfrage aus, so dass böse Überraschungen verhindert werden.

Wenn das Lernen ein Ende hat und die Fahrprüfung ansteht

Fühlen Sie sich auch in schwierigen Situationen fahrsicher, sind Sie im Strassenverkehr genügend ausgebildet und haben Sie die acht Lektionen der obligatorischen Verkehrskunde-Kurse absolviert? Dann können Sie sich beim Strassenverkehrsamt Ihres Wohnkantons für die praktische Fahrprüfung anmelden. Normalerweise übernimmt Ihr Fahrlehrer das für Sie.

Sie legen die Fahrprüfung in einem Fahrzeug Ihrer Wahl ab, das der entsprechenden Fahrzeugkategorie entspricht und einwandfrei verkehrstauglich ist. Für die Kategorie B dauert sie mindestens 60 Minuten. Bringen Sie folgende Dokumente mit:

  • Vorladung zur Prüfung
  • Gültiger Ausweis: Pass, Identitätskarte oder Aufenthaltsbewilligung
  • Lernfahrausweis
  • Verkehrskunde-Bescheinigung
  • Fahrzeugausweis des Prüfungsfahrzeugs
  • Falls vorhanden: Führerausweis einer anderen Fahrzeugkategorien

Die Kosten für die Fahrprüfung variieren von Kanton zu Kanton – erkundigen Sie sich hierfür bei Ihrem Strassenverkehrsamt. Wenn Sie bestanden haben, erhalten Sie Ihren Führerausweis auf Probe per Post. Eine nicht bestandene Prüfung können Sie normalerweise nach einem Monat wiederholen.

Gut vorbereitet schaffen Sie die Prüfung sicher! Eine gewisse Nervosität davor ist ganz normal. Aber spätestens nach einer Viertelstunde ist die Angst vorbei und Sie können entspannt Ihr Fahrkönnen zeigen. Und wenn es beim ersten Mal noch nicht klappt: Halb so schlimm! Nicht aufgeben und nochmals Anlauf holen, beim zweiten Mal überzeugen Sie bestimmt.

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