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Unfallversicherungsgesetz: Welche Änderungen sind per 1. Januar 2017 in Kraft getreten und für wen gelten diese?

Die Änderungen im Unfallversicherungsgesetz gelten für alle Arbeitnehmenden. Nachfolgend ein Auszug der wichtigsten Änderungen.

  • Neu richtet sich der Versicherungsbeginn nicht nach dem 1. Arbeitstag, sondern nach dem arbeitsvertraglich vereinbarten Arbeitsbeginn.
  • Die Nachdeckungsfrist beträgt neu 31 Tage statt bisher 30 Tage und verhindert dadurch eine mögliche Deckungslücke von einem Tag.
  • Nach neuem Gesetz werden unfallbedingte Invaliditätsleistungen im AHV-Alter gekürzt, sofern der verunfallte Versicherte zum Unfallzeitpunkt älter als 45 Jahre alt war. Damit soll eine Ungleichbehandlung im Alter vermieden oder zumindest vermindert werden. Es kommen ebenfalls weitreichende Übergangsbestimmungen zur Anwendung (Art. 20 Abs. 2ter UVG, Art. 33a und 33b UVV).
  • Zukünftig besitzen versicherte Betriebe ein Kündigungsrecht bei Erhöhungen des Nettoprämiensatzes oder des Prozentsatzes des Prämienzuschlags für Verwaltungskosten. Die einzuhaltende Frist beträgt 30 Tage nach Erhalt der Mitteilung durch den UVG-Versicherer. Dieser ist verpflichtet die Erhöhung mindestens zwei Monate vor Ende des laufenden Rechnungsjahres dem versicherten Betrieb mitzuteilen.

Ab 1. Januar 2018 werden nachfolgende Betriebsarten von der Suva-Unterstellung befreit, sofern diese Produkte lediglich bearbeiten und nicht produzieren. Zu den befreiten Betrieben zählen:

  • Optiker
  • Bijouterien- und Schmuckgeschäfte
  • Sportartikelgeschäfte (ohne Kanten- und Belagsschleifmaschinen)
  • Radio- und Fernsehgeschäfte (ohne Antennenbau)
  • Innendekorationsgeschäfte (ohne Bodenlege- und Schreinerarbeiten)

Die von dieser Änderung betroffenen Betriebe erhielten bis Ende 1. Quartal 2017 eine entsprechende Information von der Suva.

Bei Fragen steht Ihnen Ihr persönlicher Key Account Manager oder die Mitarbeitenden der Mobiliar-Generalagentur in Ihrer Nähe gerne zur Verfügung.