Massnahme zur Reduzierung der Erwerbsunfähigkeit: Was kann die Pensionskasse tun?

Donnerstag, 23. Februar 2017

Invalidität ist mehr als ein Dorn im Auge der Pensionskassen, jetzt, da Reformen zu ihren gesetzlichen Rahmenbedingungen anstehen und das Wirtschaftsumfeld schwierig ist. Gleichwohl hat die Invalidenversicherung (IV) die Anzahl neuer IV-Rentenbezüger jährlich halbiert. Dazu haben insbesondere die 5. IV-Revision, die Einführung der Früherkennung (Besprechung mit einem IV-Berater nach 30 aufeinanderfolgenden Tagen Arbeitsunfähigkeit) und Massnahmen zum frühzeitigen Eingreifen (Massnahmen um den Arbeitsplatz zu sichern) beigetragen. Die Vorsorgeeinrichtungen profitieren direkt von diesen Revisionen.

Frühe Information kann viel bewirken

Bekanntlich erhöht die frühzeitige Unterstützung kranker und verunfallter Personen ihre Chancen, den Arbeitsplatz zu sichern oder einen neuen zu finden, der ihrer Situation entspricht. Bei diesem Wettlauf gegen die Zeit spielt die Vorsorgeeinrichtung jeweils eine entscheidende Rolle. Mit der Meldung eines Schadensfalls innert 90 Tagen trägt die Pensionskasse wesentlich zum Erhalt des Arbeitsplatzes bei. Damit ermöglicht sie ihrem Versicherer, die Lage einzuschätzen, alle Betroffenen einzubinden und rechtzeitig zielführende Massnahmen einzuleiten. Als Pensionskasse aktiv zu sein, lohnt sich!

Wichtig: Melden Sie Versicherungsfälle mit Erwerbsunfähigkeit innert 90 Tagen, damit die Mobiliar frühzeitig allfällige Massnahmen einleiten kann.

Die Zusammenarbeit der beruflichen Vorsorge der Mobiliar mit den Krankentaggeldversicherungen ist vorteilhaft: Wir bieten finanzielle Unterstützung für Massnahmen zur Wiedereingliederung in einem frühen Stadium der Erwerbsunfähigkeit. Damit erhalten Versicherte einen starken Rückhalt. Und wenn sich Betroffene die nötige Zeit zur Genesung nehmen können, die gebotene Unterstützung erhalten und wieder eine lukrative Beschäftigung finden, dann gewinnen alle Beteiligten, auch die Pensionskassen.

Wichtig: Je einfacher die Zusammenarbeit geregelt ist, umso reibungsloser funktioniert der gesamte Prozess.

Gute Zusammenarbeit ist gefragt

Das eingangs erwähnte schwierige Umfeld treibt die Akteure des Sozial- und Vorsorgesystems an, über neue Lösungsansätze zur Reduzierung von IV-Fällen nachzudenken. Das führt beispielsweise zur Tendenz, Schadensfällen vorzubeugen, bevor sie überhaupt eintreten. Bei ihren Erwägungen stossen die Vorsorgeeinrichtungen mitunter auf neue Fragen, wie etwa: Gibt es für unsere Massnahmen limitierende Rahmenbedingungen? Folgende Grundregel kann hier als Antwort herangezogen werden: «Die Massnahmen müssen zur Umsetzung des Zwecks der Stiftung, und damit der Vorsorge, eingesetzt werden».

Bei der Mobiliar sind wir der Ansicht, dass wir im Bereich der Vorsorge zwar unsere Rolle in bester Weise zu erfüllen haben. Das bedeutet aber nicht, dass wir andere von deren Verantwortung entbinden. So liegt es zuerst am Arbeitgeber, die Sicherheit und Gesundheit der Angestellten zu gewährleisten (ArG Art. 6; ArGV 3; UVG Art. 82). Wir sind aber auch davon überzeugt, dass es uns gemeinsam gelingen wird, die jährliche Zahl neuer IV-Rentenbezüger weiter zu senken. Voraussetzung dafür ist, dass alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv werden und künftig vertrauensvoll und unkompliziert zusammenarbeiten.

Wichtig: Ein gutes Gesundheitsmanagement beginnt mit einem Absenzenmanagement, das diesen Namen auch verdient.

Die Mobiliar engagiert sich

Die Mobiliar verfügt über langjährige Expertise im Bereich der beruflichen Vorsorge und kennt sich mit der Wiedereingliederung betroffener Personen ins Arbeitsleben bestens aus: Seit 15 Jahren unterstützen wir die Versicherten mit Case-Managern. Um noch näher beim Kunden zu sein und die Rückkehr an den Arbeitsplatz für Langzeit-Erwerbsunfähige bestmöglich zu begünstigen, haben wir vor kurzem unseren eigenen Case-Management-Service entwickelt.

Zudem haben wir gemeinsam mit einem Partner ein Absenzenmanagementsystem eingeführt, mit einer Finanzierungsunterstützung durch die Mobiliar für Kosten ab 90 Tagen. Sind Sie daran interessiert? Ich stehe Ihnen gerne zur Verfügung.