Schnellboote für das Übermorgen

Schnellboote sollen Chancen für die Zukunft ausloten. Was machen sie? Wohin wollen sie? Eine Auswahl.

Track & Trace/FindMe

Darum geht es: Wurde das Segelboot auf dem Lago Maggiore in Abwesenheit der Besitzerin benutzt? Wo habe ich mein Auto parkiert, wohin meine Hausschlüssel verlegt? Wurde mein Fahrrad gestohlen? Falls ja, wo hat der Dieb es abgestellt? Das Schnellboot Track & Trace beschäftigt sich mit Fragen rund um Suchen und Finden. Dafür hat das Team mit externer Unterstützung ein handliches Gerät entwickelt, das teils wie ein Bewegungsmelder funktioniert und dem Benutzer via App anzeigt, ob sich das zu überwachende Objekt bewegt hat und wo es sich befindet. FindMe nutzt dafür nicht das heutige Mobilfunknetz, sondern das neue Parallelnetz der Swisscom, das als Basis dient für das Internet der Dinge. Bereits vor der Produktlancierung war es ein Erfolg: 200 Vorbestellungen für das Gerät zum Preis von 59 Franken sind dank Website und Social-Media-Präsenz eingetroffen. Vision für die Mobiliar: Kunden können damit ihr Schadenrisiko selber senken. «FindMe ist im Rahmen der Lernplattform Track & Trace erst ein erster Schritt dazu», sagt René Meier.
findme-tracker.ch

Vernetzte Mobilität/smide

Crew: Jana Lév (Leiterin, Bild), Astrid Lipke, Christoph Höschele, Tiffany Kraus

Darum geht es: Das Bike dort nehmen und abstellen, wo man es gerade braucht: Das ist die Idee hinter smide, dem free-floating E-Bike-Sharing-Angebot der Mobiliar. «Wir haben erkannt, dass auf der ersten und letzten Meile kein gutes Mobilitätsangebot besteht», sagt Jana Lév. Nach Tests mit Mitarbeitenden und externen Firmen wurde smide im Herbst in Zürich mit 200 E-Bikes der Marke Stromer getestet. Das Angebot stiess auf Anklang. «Ein E-Bike auszuleihen war noch nie so bequem», schrieb beispielsweise das Velojournal nach einem Test. Das Prinzip: Dank einer App erfährt der Benutzer, wo sich das nächstgelegene E-Bike befindet und kann dieses buchen. Bezahlt wird mittels Prepaid-Guthaben. Eine Fahrminute kostet 25 Rappen. Der Stromer ist mit Helm ausgestattet, mit digitalem Diebstahlschutz gesichert und natürlich versichert.

Es ist der erste E-Bike-Service dieser Art in der Schweiz. Die bisherigen Feedbacks aus den Piloten mit Privat- und Geschäftskunden sind positiv: Die acht Firmen, die an einem von zwei Pilotprojekten teilgenommen haben, sind an einem kostenpflichtigen Angebot für ihre Mitarbeitenden interessiert. Mit diesem Schnellboot will die Mobiliar fit bleiben für die Mobilität der Zukunft.
smide.ch

Immo-Services

Crew: Manuel Kunz (Leiter, Bild), Zusammenarbeit mit zwei Partnerfirmen

Darum geht es: Das Schnellboot besteht aus zwei Produkten. ImmoASSIST ist eine App für private Hausbesitzer oder Kaufinteressierte. Sie ist ausgestattet mit Funktionen zur Immobilienbewertung, zu Wartung und Unterhalt sowie mit einem Lebensdauer-Rechner für Geräte und Bauteile. Hauseigentümer können sich mit der App beispielsweise erinnern lassen, wann ein Gerät gewartet oder ersetzt werden muss. Die Idee zu ImmoASSIST entstand im Bereich Versicherungen und wird zurzeit durch Mitarbeitende der Mobiliar getestet.

ImmoKISS ist das zweite Projekt im Schnellboot Immo-Services. Eine App unterstützt Hausbesitzer bei der Verwaltung von nicht selbst genutzten Immobilien. Wegen der zunehmenden Gesetzesflut wird die Vermietung komplizierter und zeitintensiver. Nebenkostenabrechnung, Steuerliste, Mietverträge, Mieterwechsel: Dafür ist der digitale Assistent ImmoKISS da. Interessierte können sich auf der Website bereits jetzt für einen 30-tägigen Gratistest anmelden.

«Wir wollen Kunden und potenziellen Neukunden auf einfache Art dabei helfen, die vielen Fragen zu klären und die mit einem Eigenheim verbundenen Risiken zu minimieren», sagt Manuel Kunz.
immokiss.ch

Wasser messen & steuern Amphiro

Crew: Thomas Bachmann (Leiter, Bild), Susanne Häcki, Simon Lehmann (Amphiro), Kevin Berger (Amphiro)

Darum geht es: Die Mobiliar will ihre starke Position im Haushalt behalten. Dazu beitragen sollen neue Services, um Wasser intelligent zu messen und zu steuern. Mit dem ersten Produkt, der intelligenten Duschanzeige Amphiro, sparen Nutzerinnen und Nutzer beim Duschen durchschnittlich rund einen Viertel Energie – und dies nur durch das Wissen, wie viel Warmwasser sie gerade verbrauchen. Heuer hat das Team Tests in Hotels durchgeführt, also bei Personen, die sich nicht selbst für die Duschanzeige entschieden haben. Die Erkenntnis: Auch sie sparen Energie, fast so viel wie Privathaushalte. Sogar jene Personen, die angaben, gar nicht sparen zu wollen. Nun werden weitere Hotels gesucht, die ihre Zimmer mit Amphiro ausstatten möchten.

Zusätzlich testet das Team verschiedene Technologien, die Wasserlecks oder Abweichungen vom normalen Wasserverbrauch erkennen. Dies soll in Privathaushalten wertvolle Dienste beispielsweise bei der Schadenprävention leisten.
amphiro.ch
amphiro-hotel.ch

Gebäude

Crew: Christoffel de Winter (Leiter, Bild), Michèle George, Stephanie Aebi

Darum geht es: Die Energiestrategie 2050 und der Trend weg von der zentralen Energieproduktion hin zur lokalen Stromproduktion: Diese Faktoren verändern die Rolle des Gebäudes im Energiemarkt. Es wandelt sich vom reinen Verbraucher zum Energieproduzenten. Damit kommen neue Chancen und Herausforderungen auf Hauseigentümer zu. Die Mobiliar will sie in diesen Fragen unterstützen. «Ihnen fehlt aktuell die Übersicht im komplexen Markt. Sie fühlen sich in der Entscheidungsfindung oft alleine gelassen und wünschen sich eine unabhängige Beratung», sagt Christoffel de Winter. Erste Produkteidee, die demnächst getestet wird: Hauseigentümer und Interessierte werden durch einen digitalen Fragebogen geführt, damit sie alles Wichtige rund um den Kauf einer Photovoltaik-Anlage klären können. Ein Solar-Experte, der auf persönliche Fragen eingeht, kann beigezogen werden.