«Riskant ist, nichts zu tun»

Wer sein 3a-Geld anlegen und das Risiko gering halten möchte, sollte beim Investieren einige Punkte beachten.

Finanzexperten raten, das Geld der dritten Säule in Anlagefonds zu investieren. Doch viele 3a­-Sparende tun sich schwer damit. Sie fürchten, Geld zu verlieren. Dabei könnten sie sich so ein grösseres finanzielles Polster fürs Alter schaffen.  

Finanzprofessor Erwin Heri erklärt das 3a-Fonds-Sparen einfach verständlich in diesem kurzen Video:

«Keine dritte Säule zu haben, kann sich in Zeiten unsicherer erster und zweiter Säule kaum mehr jemand leisten», sind sich Vorsorgeexperten einig. Doch die Zinsen der 3a-Konten sind tief. Und das Geld soll sich vermehren, um den gleichen Lebensstandard im Alter aufrechterhalten zu können. Denn aus AHV und Pensionskasse zusammen können nur etwa 60 Prozent des Erwerbseinkommens erwartet werden. Nach der Pensionierung bleibt also eine Lücke, die durch eigenes Erspartes zu decken ist. Nur, wie lässt sich ein Vorsorgekapital aufbauen, das diese Lücke schliesst? «Durch Anlegen des 3a-Spargeldes in Fonds», weiss Thomas van Ditzhuyzen, Leiter Investment Solutions der Mobiliar und verantwortlich für MobiFonds.

Die Angst vor zu viel Risiko

Angst vor Kursschwankungen ist ein Grund dafür, dass viele ihr 3a-Geld nicht anlegen möchten. «Das Investieren in Fonds wird häufig mit dem Spekulieren an der Börse verwechselt», sagt van Ditzhuyzen. Fonds enthalten aber unterschiedliche Anlagen wie Aktien, Obligationen, Gold oder Immobilien. Diese Diversifizierung verteile und minimiere das Risiko.

«Kann das Geld für zehn, zwanzig oder mehr Jahre investiert werden, spielt auch der Einstiegszeitpunkt keine Rolle», so der Investmentexperte. Die goldene Regel des langfristigen und regelmässigen Investierens greift auch Finanzprofessor Erwin Heri in seinen Online-Erklärvideos auf (siehe Kasten).

Wer das Risiko möglichst gering halten möchte, sollte beim Investieren in 3a-Fonds Folgendes beachten:

1. Sich informieren:  Oftmals verunsichert das fehlende Wissen. Auf der Online-Plattform Fintool lässt sich durch einfache Erklärvideos Anlage- und Finanzwissen aneignen.
fintool.ch

2. Geld in professionelle Hände geben: Eine professionelle Beratung hilft, ein persönliches Anlegerprofil zu erstellen, die Anlagestrategie zu definieren und den passenden Fonds zu finden. Ist der Aktienanteil darin hoch, erhöht sich zwar das Risiko, aber auch die Ertragschance.

3. Geld langfristig investieren: Bei einem höheren Aktienanteil können Schwankungen grösser ausfallen. Langfristig gesehen sind Ausreisser beim Fondssparen jedoch nicht entscheidend.

4. Regelmässig einzahlen: Wer regelmässig in Fonds einzahlt, profitiert vom Durchschnittspreis-Effekt. Dieser gleicht Kursschwankungen langfristig aus.

5. Nerven behalten: Auch wenn die Börsenmärkte mal einen Taucher erleiden: Ruhe bewahren und den Fonds nicht gleich verkaufen. Die Erfahrung zeigt, dass sich die Märkte auch nach Börsenkrisen erholen und die Rendite erneut steigt.

Riskant ist 3a-Fonds-Sparen gemäss Thomas van Ditzhuyzen nicht, wenn man dies langfristig tue. «Wirklich riskant ist, nichts zu tun, keine dritte Säule zu haben oder das Geld auf einem Tiefzinskonto brachliegen zu lassen.» Sei man sicherheitsbewusst, müsse man seine Vorsorge aktiv planen.

MobiFonds

Die MobiFonds sowie auch das Versicherungs- und Pensionskassenvermögen der Mobiliar werden vom Mobiliar Asset Management verwaltet. Die langfristige Anlagestrategie basiert auf den genossenschaftlichen Prinzipien der Mobiliar. Sicherheit steht vor Rendite. Die Mobiliar bietet zwei breit diversifizierte Fonds zum 3a-Sparen an: den MobiFonds 3a, welcher 30 Prozent Sachwerte (Aktien, indirekte Immobilienanlagen, Gold) und 70 Prozent Nominalwerte (Obligationen, Wandelanleihen, flüssige Mittel) beinhaltet, und den MobiFonds 3a Plus, der im Verhältnis 60 zu 40 zusammengesetzt ist.