Luca Linder: Handball und Mobiliar in Einem

Freitag, 1. September 2017

Handball und die Mobiliar: Luca Linder ist quasi beides in Einem: Der 29-Jährige ist einer der Leader beim Spitzenklub Wacker Thun und seit knapp einem Jahr Leiter Verkaufssupport der Generalagentur Thun.

Bei einer Versicherung zu arbeiten, war ursprünglich nicht Luca Linders Berufswunsch Nummer 1. Er studierte Sportwissenschaft und im Nebenfach Wirtschaft. Die Reihenfolge war nicht zufällig: «Ich wollte Sportlehrer werden. Für mich war der Turnunterricht als Kind das Grösste!» Linder musste feststellen, dass eine solche Begeisterung heutzutage unter Schulkindern nicht weit verbreitet ist. Sein ganzes Leben in einer Turnhalle zu verbringen, konnte er sich deshalb nicht mehr vorstellen. Linder revidierte seine beruflichen Ziele und machte an der Uni Bern den Master in Betriebswirtschaft.

Die starke Marke war mit ein Grund, weshalb Luca Linder bei der Mobiliar gelandet ist.

Kein «Versicherungshirni»

Zur Mobiliar zog ihn Generalagent Julian von Känel, der Linder letztes Jahr anrief und nach dessen beruflichen Plänen fragte. Linder arbeitete damals bei der Swisscom und brauchte etwas Bedenkzeit. «Ich hatte keine Ahnung von Versicherungen und auch keine Führungserfahrung.» Sehr gute Gespräche mit dem neuen Generalagenten, das tolle Thuner Team und die starke Marke Mobiliar hätten eine wichtige Rolle beim Entscheid gespielt, diese Herausforderung trotzdem anzunehmen. «Das gute Image ist ein Riesenvorteil und erleichtert vieles. Man muss die Mobiliar nie als gut verkaufen – sie hat per se einen hervorragenden Ruf.»

Heute führt Linder in Thun ein Team von zehn Mitarbeitenden – mit einem 80-Prozent-Pensum. Fachwissen eignete und eignet er sich in internen Schulungen und «on the job» an. «Der Versicherungsrucksack füllt sich Tag für Tag.» Ein «Versicherungshirni» werde er aber kurzfristig wohl nicht. Das ist auch nicht nötig: Ein grosses Netzwerk und eine hohe Sozialkompetenz kompensieren die eine oder andere Lücke. Ausserdem bringt der 29-Jährige wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Digitalisierung und Sponsoring mit.

Luca Linder schiesst seine Tore seit zwölf Jahren für Wacker Thun.

Dankbar sein – nicht jammern 

Handball ist seit 20 Jahren ein zentraler Bestandteil von Luca Linders Leben. Seine ersten Gehversuche machte er beim TV Steffisburg; seit 2006 spielt er als linker Flügel bei Wacker Thun und brachte es bisher auf 24 Länderspiele. «Leider nur Qualifikations- und Freundschaftsspiele». Den letzten Grossanlass bestritt die Schweiz 2006 an der Heim-EM. Das höchste der internationalen Gefühle waren für Linder die Champions-League-Spiele mit Wacker – 2013 gegen Grössen wie Barcelona oder Paris.

Handball bewegt hierzulande nicht die grossen Massen. «In den letzten Jahren ging es aber immerhin in kleinen Schritten vorwärts.» Mit durchschnittlich 1200 Zuschauern pro Heimspiel ist Wacker Thun in dieser Hinsicht Spitzenreiter. Das fehlende öffentliche Rampenlicht stört Linder nicht – im Gegenteil. «Ich bin froh, kann ich auf dem Thuner Mühleplatz ein Bier trinken, ohne dass diese Meldung am nächsten Tag gleich im ,Blick‘ steht.» Es sei ausserdem ein Privileg, «dass ich mit meinen besten Kollegen Sport auf nationalem Topniveau treiben kann». Er freut sich jeden Tag aufs Training und hat Mühe mit Stimmen, die mit dem Status des Handballs als Randsportart hadern. «Wir sollten uns nicht beklagen. Wir erhalten Geld für unser Hobby!». Linder gab mit 17 Jahren seinen Einstand in der ersten Mannschaft von Wacker Thun. «Dank dem Handball konnte ich früh auf eigenen Beinen stehen und zum Beispiel mein Studium finanzieren.»

Freundschaften fürs Leben

Der Zusammenhalt bei Wacker Thun ist aussergewöhnlich stark. Der harte Kern spielt seit Jahren zusammen. «Es entstanden Freundschaften fürs Leben. Mit Freunden zusammen einen Titel zu gewinnen, ist emotional das Grösste!», schwärmt Linder. So wie letzten Frühling, als sich Wacker den Cuptitel sicherte. Und damit die Teilnahme am Handball-Supercup vom nächsten Sonntag in der Zürcher Saalsporthalle. Dort winkt den Thunern die Chance auf die Revanche gegen Serienmeister Kadetten Schaffhausen, der letzte Saison für Wacker in den Play-off-Halbfinals Endstation bedeutete.

Die Mobiliar und der Supercup

Mit der Einführung des Supercups (Meister trifft auf Cupsieger) hatte die Mobiliar 2015 die Sportarten Handball, Volleyball, Basketball und Volleyball um einen Wettbewerb bereichert. Im Handball gab es den Supercup zwar schon früher. «Die Bedeutung und der Rahmen waren aber eher bescheiden», erklärt Linder und erzählt von seinem Trainer, der vor ein paar Jahren auf das letzte «Trainingsspiel» der Saison hingewiesen habe – gemeint war der Supercup…

Das Hallensport-Engagement der Mobiliar werde in der Szene sehr wohlwollend registriert. «Die Mobiliar wird als Förderin der Sportart und nicht als reine Geldgeberin wahrgenommen.»

Instagram statt Handball

Luca Linder wird Wacker Thun am Sonntag beim Supercup fehlen. Er kuriert eine Schulterverletzung aus, und hofft, vor Weihnachten wieder ins Geschehen eingreifen zu können. Langweilig wird es ihm in der Saalsporthalle trotzdem nicht sein. Linder wird den Instagram-Account der Mobiliar mit einer Fotostory aus Wacker-Optik versorgen – Blicke hinter die Kulissen inklusive. 

Wussten Sie, dass…

… die Mobiliar 2013 im Handball, Unihockey, Volleyball und Basketball als Hauptsponsor des Verbands und mit dem Topscorer-Engagement bei allen NL-A-Klubs eingestiegen ist?
… zusätzlich 89% aller Generalagenturen lokale Hallensportklubs unterstützen?
... die Anzahl Lizenzierter über alle vier Sportarten seit 2013 um über 10 000 auf mehr als 110 000 zugenommen hat?
… sich 23.8% der Schweizer Bevölkerung für eine der vier Sportarten interessiert (WEMF-Studie)?

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