Felssturz in Wolhusen LU: Glück im Unglück

Donnerstag, 14. Januar 2016

Riesige Felsbrocken stürzen am 11. Januar in Wolhusen LU in die kleine Emme. 20 Keller und ein Kieswerk werden überschwemmt. Die Schadenexperten Martin Helfenstein und Roman Graf unterstützen die betroffenen Kundinnen und Kunden der Mobiliar vor Ort.

5000 Kubikmeter Felsbrocken – rund 500 Lastwagen voll – lösen sich am Montagmorgen, um 3.30 Uhr früh vom Hang und krachen in den Fluss. Geröll schleudert bis 200 Meter weit. «Etwa um diese Zeit verteilt eine Frau in diesem Gebiet Zeitungen – glücklicherweise war sie an diesem Morgen spät dran», erzählt Brigitte Imbach, Geschäftsführerin der Kieswerk Imbach AG. «Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn der Fels sich am Tag gelöst hätte».

Priorität hat die Stromversorgung

Die Firma Imbach AG ist bei der Mobiliar versichert und besonders stark vom Felssturz betroffen. Das Kieswerk liegt gleich unterhalb der Felswand am andern Ufer der Emme. Überall liegt Schlamm und Dreck und es stinkt nach Diesel von ausgelaufenen Tanks. Der Schadeninspektor der Mobiliar, Martin Helfenstein, besichtigt mit Brigitte Imbach Gebäude für Gebäude. Erste Priorität haben die Stromversorgung und die mechanische Reinigung der Geräte. Je länger diese verschlammt bleiben, desto schwieriger sind sie zu reinigen. Deshalb hat Martin Helfenstein einen Sanierungsexperten und einen Elektroingenieur an den Schadenplatz mitgebracht. «Es ist wichtig, dass wir der Kundin rasch aufzeigen können, was machbar ist und was nicht», sagt Martin Helfenstein. Die Experten entscheiden von Fall zu Fall, bei welchen Arbeitsgeräten sich eine Sanierung lohnt und wann besser neue Ware bestellt wird. Entscheidend seien nicht alleine die Kosten, sondern auch, wie schnell der Kunde wieder produzieren kann.

20 Privathaushalte evakuiert

Unterdessen besucht Roman Graf, der Schadenleiter der GA Willsau die umliegenden Privatkunden. Er hat am Vortag etwa 20 Schadenmeldungen erhalten. Die meisten betreffen überflutete Keller. Seine Kunden wurden alle aus ihren Häusern evakuiert. Inzwischen sind sie zurück und reinigen eifrig ihre Keller.

Video: Olivier Messerli, Unternehmenskommunikation
Text: Susanne Maurer, Unternehmenskommunikation