Er pendelt zwischen YB und Mobiliar Informatik

Freitag, 25. Mai 2018

Die Young Boys reiten auf einer Erfolgswelle. Davon profitiert auch Renaldo Vogelsang, Mobiliar Mitarbeiter und Assistenztrainer der YB-U21-Junioren.

Renaldo Vogelsang vor der Schadenskizze, mit der die Mobiliar YB zum Titel gratuliert hat. / Bild: Olivier Messerli 

Seit 35 Jahren pendelt Renaldo Vogelsang (60) zwischen Mobiliar und Fussballplatz. Aktuell amtet er als Assistenztrainer der YB-U21-Junioren. Die Arbeitstage auf der Mobiliar Direktion in Bern beginnen für den Frühaufsteher jeweils schon um sechs Uhr. Dies erlaubt ihm trotz 100-Prozent-Pensum, auch mal am Nachmittag auf dem Fussballplatz zu stehen. Was für andere eine Belastung wäre, ist für den System-Ingenieur der perfekten Ausgleich. Er schätzt die Flexibilität seines Arbeitgebers sehr: «Fussball ist für mich Erholung und eine willkommene Abwechslung zur Arbeit am Computer», erzählt Vogelsang.

Erkenntnisse in den Arbeitsalltag mitnehmen

Mehrere Spieler der aktuellen Meistermannschaft hat Renaldo Vogelsang im YB-Nachwuchs trainiert. Leonardo Bertone, Gregory Wüthrich oder David von Ballmoos, um nur einige zu nennen. Für diese steht mit dem Cupfinal nun noch ein letztes Saisonhighlight an. So manche Erkenntnis aus seiner Tätigkeit bei YB lasse sich auf die Arbeit bei der Mobiliar übertragen: «An beiden Orten müssen verschiedene Charaktere zusammenspannen, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Auch für die Mobiliar ist die Vielfalt des Teams entscheidend», so der IT-Spezialist.

Haltende Autos

Die aktuelle Euphorie rund um den neuen Schweizer Meister spüren auch die Nachwuchsteams. Um vom Stadion zum Trainingsplatz zu gelangen, muss jeweils die Papiermühlestrasse vor dem Stade de Suisse überquert werden. «Seit YB Meister ist, halten die Autos plötzlich an», meint der Assistenztrainer lachend.

Renaldo Vogelsangs Arbeit bei YB beschränkt sich nicht auf den Nachwuchs. Er ist auch im ständigen Austausch mit dem Trainerteam der ersten Mannschaft. Diese Zusammenarbeit sei in dieser Saison «sensationell gut» gewesen. So ist es kein Zufall, dass auch «seine» U21 aktuell Tabellenführer ist und an den Aufstiegsspielen zur Promotion League teilnehmen darf: Ein Aufstieg in die dritthöchste Schweizer Spielklasse würde wunderbar ins Bild passen, das YB zurzeit abgibt.