Brand bei Kuhn Rikon

Mittwoch, 25. Mai 2016

Nach einem Brand muss Kuhn Rikon seine Pfannen teilweise in Partnerfirmen polieren lassen. Seit April produziert der Kochgeschirrhersteller wieder alles im eigenen Unternehmen – auch dank der Mobiliar.

Es ist elf Uhr. Daniel Obrist checkt am Flughafen Zürich-Kloten ein und wartet am Gate. In wenigen Minuten steigt der Finanzchef von Kuhn Rikon ins Flugzeug nach San Francisco, für ein geschäftliches Meeting. Da klingelt sein Telefon: «Bei uns brennts», teilt ihm die Personalleiterin mit. «Mir war schnell klar, dass es sich nicht um eine Bagatelle handelte», erzählt Obrist. Er checkt wieder aus und fährt zurück nach Rikon im Tösstal.

Zum Glück keine Verletzten

Die Feuerwehr ist zehn Minuten nach der Alarmierung mit einem Grossaufgebot vor Ort. Das Feuer ist bald gelöscht. Doch beissender Rauch und Russ verwüsten die grosse Produktionshalle und im Dach klafft ein Loch. Ausgebrochen ist der Brand bei der Aussenpoliermaschine – also dort, wo alle Pfannen aussen geschliffen und poliert werden. Die Maschine sprühte Funken, Kunststoff entzündete sich. Die Maschine erleidet Totalschaden. An eine Produktion ist vorläufig nicht zu denken. Zum Glück kommen die 140 Mitarbeitenden mit dem Schrecken davon. Mathias Meier, der Schadenleiter der Mobiliar in Winterthur, trifft an diesem 15. Juni 2015 kurz nach 13 Uhr bei Kuhn Rikon ein und leitet erste Sofortmassnahmen ein. Durch Feuer und Löschwasser setzen Maschinen rasch Rost an und erleiden grosse Korrosionsschäden. «Das gilt es mit einer raschen, fachgerechten Reinigung zu verhindern oder mindestens zu vermindern», erzählt Meier. Mit Ausnahme der Aussenpolierung kann Kuhn Rikon schon wenige Tage nach dem Brand die Produktion wieder aufnehmen. Für die Aussenpolierung muss eine andere Lösung her. Kuhn Rikon wird fündig bei Partnerfirmen in der Schweiz, in Italien und Deutschland. «Die Logistik war eine enorme Herausforderung», sagt Finanzchef Daniel Obrist. Alle Pfannen müssen für diesen Produktionsschritt zu den Partnerfirmen transportiert werden und wieder zurück. Doch Obrist ist froh, dass «Sie halfen zuerst bei der Reinigung und der Wiederherstellung der Produktion – anschliessend konnten wir sie dank der guten Auftragslage in anderen Abteilungen einsetzen.»

Gute Beratung zahlt sich aus

Seit April poliert Kuhn Rikon die Pfannen wieder in Rikon. «Es war enorm wertvoll, dass wir mit der Mobiliar auf einen verlässlichen Partner zählen konnten», sagt Daniel Obrist. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Millionen Franken. Neben der Aussenpoliermaschine, der Reinigung und etlichen Reparaturen fiel besonders der längere Betriebsunterbruch ins Gewicht. «Aber es war schnell klar, dass wir gut versichert sind», sagt Obrist. Das sei der guten Beratung der Mobiliar zu verdanken. Erwin Kurmann, Generalagent der Mobiliar in Winterthur, überprüfe jedes Jahr mit ihm die Versicherungen und stelle sicher, dass auch Neuanschaffungen berücksichtigt werden. Obrist: «Das hat sich im Schadenfall nun ausgezahlt.»