So war Albert Anker versichert

Matthias Brefin, 73, sitzt im Atelier seines Ururgrossvaters in Ins BE. In der Hand hält er einen Versicherungsvertrag. Darin bezifferte der Mobiliar Agent den Hausrat: acht Bettgestelle, dreizehn Tische, 252 Schnupftücher, für 1300 Franken Frauen- und Kinderkleider, für 2000 Franken «die gemachten und in Arbeit befindlichen Tableaux und Gemälde» ... Datum: 6. September 1869. Unterschrift des Kunden: Albert Anker, Maler.

Die Wanduhr aus dem Schwarzwald tickt. Durch grosse Dachfenster fällt Licht auf die Staffelei und zwei Farbpaletten. An den Wänden hängen Skizzen, Fotos, Gipsfiguren und kuriose Erinnerungsstücke, 750 insgesamt, jedes erzählt eine Geschichte aus Ankers Leben. Asche liegt im Kamin, als ob der Künstler hier vor wenigen Tagen noch gearbeitet hätte.

Albert Anker starb 1910. Dank seiner Familie sind Wohn- und Arbeitsstätte unverändert. Für Besucher bleibt der grosse Schweizer Maler dort als vielsprachiger Gelehrter, sozial und politisch Engagierter, als Reisender und Familienvater lebendig. Matthias Brefin engagiert sich mit der Stiftung Albert Anker-Haus Ins dafür, dass Ankers Erbe erhalten, erforscht und gezeigt werden kann. Geplant ist ein Schaulager im Garten, gebaut wird, sobald die Finanzierung steht.

Autorin: Martina Schäfer
Fotografin: Iris Stutz

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