Versicherung ist gut – Prävention ist besser

Mittwoch, 27. Dezember 2006

In Wilderswil wird ab Mitte Januar 2007 ein Präventionsprojekt umgesetzt, um die Region vor künftigen Hochwassern zu schützen. Die Mobiliar unterstützt das Vorhaben mit 118’000 Franken. Die grösste Schweizer Sachversicherung hat nach dem Hochwasser im Sommer 2005 10 Millionen Franken für Präventionsprojekte gegen Naturgefahren bereitgestellt. Im Sinne einer Anschub- und Teilfinanzierung will sie dazu beitragen, Schäden zu verhindern.

Die Spuren der Hochwasserkatastrophe sind weitgehend verschwunden – in der Erinnerung von vielen Betroffenen dürften die Ereignisse vom August 2005 freilich noch lange nachwirken. Das Hochwasser hat vielerorts hohen Handlungsbedarf bei der Prävention aufgezeigt. «Unsere Gesellschaft ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und die öffentliche Hand zu unterstützen», sagt Philipp Mischler, Generalagent der Mobiliar in Interlaken. Mit einer Summe von 10 Millionen Franken aus dem Überschussfonds der Genossenschaft leistet die Mobiliar einen Beitrag an konkrete Präventionsprojekte – darunter die Hochwasserschutzmassnahmen in Wilderswil.

Dankbar über den finanziellen Beitrag

Die Projektkosten betragen 870'000 Franken – davon muss die Schwellenkorporation Bödeli Süd 235'000 selbst übernehmen. «Daher sind wir natürlich über den Beitrag der Mobiliar in der Höhe von 118’000 Franken sehr dankbar», sagt Walter Mader, Präsident der Schwellenkorporation. Die Schutzmassnahmen werden in Form von Dammerhöhungen und teilweise Dammneubauten umgesetzt. Damit sollen künftig grossräumige Überflutungen in Richtung Matten/Interlaken verhindert und die Wohnsiedlungen Allmend und Gsteig in Wilderswil besser geschützt werden. Der vom Projekt betroffene Abschnitt der Lütschine in Wilderswil war die Ursache für die Überflutung der Gemeinden Wilderswil, Matten und Interlaken, welche im August 2005 verheerende Schäden anrichtete.

«Ich bin stolz, dass wir dieses wichtige Präventionsprojekt unterstützen können», sagt Generalagent Philipp Mischler. Die Mobiliar als Genossenschaft beweise damit, dass ihre lokale Verankerung mit über 80 Generalagenturen im ganzen Land wirklich gelebt werde. «Wir sind für unsere Kundinnen und Kunden da, wenn man uns braucht: Bei grossen und kleinen Schadenereignissen – aber auch dann, wenn es darum geht, Schäden mit Präventionsmassnahmen zu verhindern.»

Schadenaufwand von 485 Millionen

Die Hochwasserkatastrophe vom August 2005 hat die Mobiliar als grössten Sachversicherer besonders hart getroffen – der Schadenaufwand betrug rund 485 Mio. Franken brutto. Die Schadensumme überstieg gar die Kosten der Schäden aus dem Katastrophenjahr 1999, als sich Lawinen-, Überschwemmungs- und Sturmschäden (Lothar) kumulierten.