Schüler lernen die Spielregeln der direkten Demokratie kennen

Donnerstag, 23. Februar 2012

Vom 20. bis 24. Februar 2012 führt der Verein «Schulen nach Bern» zum 12. Mal eine einwöchige Staatskundewoche in der Bundesstadt durch. Neu können die Schülerinnen und Schüler ab diesem Jahr auf die Unterstützung der Mobiliar zählen: Urs Berger, Präsident des Verwaltungsrates, überreichte dem Verein am 23. Februar einen Check von 40'000 Franken für das neue Lehrmittel. Höhepunkt und zugleich Abschluss des Planspiels ist am Donnerstagnachmittag die Nationalratsdebatte im Nationalratssaal – mit dem ehemaligen Bundesrat Samuel Schmid in der Rolle des Bundesrates. «Schulen nach Bern» ist das einzige handlungsorientierte und die Sprachgrenzen übergreifende Projekt im Bereich der politischen Bildung für die Sekundarstufe I.

Demokratie funktioniert nur, wenn sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv beteiligen. Doch die Spielregeln der Demokratie, vor allem die nicht ganz einfachen der direkten Demokratie, muss man lernen. An den Schweizer Schulen fristet die politische Bildung auf der Sekundarstufe I ein Schattendasein. Staatskunde wird in der Regel erst ab der Sekundarstufe II unterrichtet – also kurz bevor die Jugendlichen ins Stimm- und Wahlrechtsalter kommen. «Zu spät», findet Dora Andres, Präsidentin des Vereins «Schulen nach Bern». Um das Interesse der Jugendlichen an der Politik zu wecken, initiierte sie 2008 den Verein «Schulen nach Bern», der 2009 mit den handlungsorientierten Projektwochen in der Bundesstadt startete. Bis Februar 2012 haben 63 Schulklassen aus 19 Kantonen mitgemacht.

Das Projekt

Jeweils vier bis sechs Schulklassen aus verschiedenen Kantonen und Sprachregionen nehmen an einer Projektwoche teil. In einer Vorbereitungsphase erarbeiten die Schulklassen die Grundlagen des politischen Systems der Schweiz und bereiten sich auf das Planspiel in Bern vor. Jede Klasse reicht bei der Bundeskanzlei eine Volksinitiative mit 100 Unterschriften ein und bildet anschliessend eine politische Partei (ohne Bezug zu real existierenden Parteien). In Bern werden die Initiativen in aus Schülern zusammengesetzten Fraktionen und Kommissionen behandelt ‒ und zum Schluss im Nationalratssaal diskutiert und verabschiedet. Wichtig ist im Projekt, dass das Planspiel so nahe wie möglich an der Realität ist. Alt-Bundesrat Samuel Schmid übernahm am 23. Februar 2012 zum zweiten Mal die Rolle des Bundesrates. Während dieser Projektwoche hatten die Schüler Einblick in die Höhen und Tiefen der Politik, konnten einen Blick hinter die Kulissen des Bundeshauses werfen, zudem auch einen Parlamentarier des eigenen Kantons treffen, einen eigens für sie konzipierten Stadtrundgang mitmachen und beim Besuch einer ausländischen Botschaft das politische System eines anderen Landes kennen lernen.

Lehrmittel – dank der Unterstützung der Mobiliar

Das Lehrmittel ist ein wichtiger Bestandteil in der Vorbereitungsphase im Schulzimmer, als Nachschlagewerk während der Projektwoche in Bern und zur Aufarbeitung nach der Projektwoche. Damit das Lehrmittel stets auf dem aktuellen Stand ist, wurde es nach den eidgenössischen Wahlen im Oktober 2011 überarbeitet und erscheint im April 2012 in drei Sprachen. Dies ist dank der Unterstützung der Mobiliar möglich. Diese finanziert das Lehrmittel mit 40 000 Franken aus der Jubiläumsstiftung der Mobiliar Genossenschaft. Zusätzlich übernimmt sie die Druckkosten. Am 23. Februar überreichte Urs Berger, Präsident des Verwaltungsrates, auf dem Berner Bundesplatz einen Check an Dora Andres, die Präsidentin des Vereins Schulen nach Bern. Somit erhalten auch in den kommenden vier Jahren alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler das Lehrmittel gratis.

Weitere Daten

In diesem Jahr finden im Herbst drei weitere Projektwochen statt. Für zwei Klassen aus der Westschweiz hat es noch Platz. Alle anderen Plätze sind bereits besetzt. Die Daten für 2013 bis 2015 sind auf der Internetsite von Schulen nach Bern aufgeschaltet – Reservationen werden bereits angenommen.

Die Gruppe Mobiliar

Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Der Allbranchenversicherer weist per 31. Dezember 2016 ein Prämienvolumen von 3.630 Mia. Franken auf. 79 Unternehmer-Generalagenturen mit eigenem Schadendienst garantieren an rund 160 Standorten Nähe zu den 1.7 Millionen Kunden. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG ist in Bern, die Schweizerische Mobiliar Lebensversicherungs-Gesellschaft AG in Nyon domiziliert. Zur Gruppe gehören ferner die Schweizerische Mobiliar Asset Management AG, die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, die Protekta Risiko-Beratungs-AG, die Mobi24 Call-Service-Center AG und die XpertCenter AG, alle mit Sitz in Bern sowie Trianon AG mit Sitz in Renens und SC, SwissCaution SA mit Sitz in Bussigny.

Die Mobiliar beschäftigt in den Heimmärkten Schweiz und Fürstentum Liechtenstein mehr als 4900 Mitarbeitende und bietet 327 Ausbildungsplätze an. Sie ist die älteste private Versicherungsgesellschaft des Landes und seit ihrer Gründung 1826 genossenschaftlich verankert.