Schäden verhüten und vermindern

Montag, 22. August 2005

Die heftigen Regenfälle der letzten Tage haben vielerorts zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Nebst Schäden an Kulturen, Strassen und Gebäuden entstehen meist auch erhebliche Wasserschäden am Hausrat. Als einer der grossen Sachversicherer der Schweiz rechnet die Mobiliar mit einer Vielzahl von Schadenfällen und einer hohen Schadensumme. Das Ausmass ist momentan noch nicht abzuschätzen.

Gezieltes und rasches Vorgehen kann Wasserschäden in vielen Fällen begrenzen. Die Mobiliar hat dazu die wichtigsten Massnahmen zusammengestellt:

Gefährdete Türen und Fenster schliessen, übrige Öffnungen mit Sandsäcken und anderen geeigneten Einrichtungen abdichten, zum Beispiel mit Holzbrettern.

  • Schachtdeckel verschrauben.
  • Wertvolle oder wasserempfindliche Waren und Gegenstände an einen sicheren Ort bringen.
  • Soweit möglich alle wassergefährdenden Stoffe aus dem Hochwasserbereich bringen.
  • Wasserempfindliche Waren im Erdgeschoss oder über dem möglichen Höchstwasserstand lagern.
  • Lifte in Obergeschosse fahren und abschalten.
  • Elektrische Geräte ausschalten und Sicherungen zu den gefährdeten Gebäudeteilen herausdrehen.

Sind bereits Schäden eingetroffen, sollten die Betroffenen:

  • Retten, was zu retten ist und weitere Schäden vermeiden.
  • Aufräumen und die Reinigung an die Hand nehmen.
  • Eine Liste der beschädigten oder zerstörten Sachen führen und Fotos machen.
  • Die Schäden der Versicherung melden.

Zum Schutz des Hausrats ist besonders zu beachten:

Echte Teppiche: Diese sind gegenüber Nässe und Schmutz äusserst widerstandsfähig. Die Reinigungskosten sind im Verhältnis zum Wert gering – eine Reinigung ist also stets zweckmässig, ausser bei offensichtlichen Verfärbungen. Wichtig: ein verunreinigter Teppich muss so schnell wie möglich in die Reinigung!

Wäsche und Kleider: Hier sind die Reinigungskosten im Vergleich zum Kaufpreis ebenfalls günstig. Verschmutzte und nasse Wäsche und Kleider sind – sofern möglich – sofort in die Reinigung zu bringen. Anzüge, Mäntel, Pelze und Ledersachen, welche sich vollständig im Wasser befanden, können hingegen in der Regel nicht mehr instand gestellt werden.

Möbel: Möbel aus beschichteten Spanplatten werden durch Wasser normalerweise stark in Mitleidenschaft gezogen und sind oftmals nicht mehr zu reparieren. Im Gegensatz dazu lassen sich Massivmöbel, auch furnierte, in vielen Fällen wieder tadellos instand setzen.

Weine und Spirituosen: Hier kann man davon ausgehen, dass der Inhalt nicht durch den Zapfen oder Verschluss ausfliessen kann – folglich kann auch nichts in die Flasche eindringen. Damit ist keine Vergrösserung des Schadens zu befürchten. Schwieriger wird es allerdings, wenn durch das Wasser Etiketten von den Weinflaschen gelöst werden. Vorrat deshalb möglichst rasch an einen trockenen Ort bringen und die Flaschen bis zur Ausmittlung des Schadens aufbewahren.

Velos, Mofas und Skis: Diese sind gegen Nässe und Schmutz verhältnismässig unempfindlich. Sind sie längere Zeit im Waser gestanden, ist es Sache des Fachhändlers, nach eingehender Prüfung zu beurteilen, ob sich eine Reparatur lohnt.

Elektrische Apparate und Geräte: Abschalten und Stecker ausziehen, denn hier besteht Lebensgefahr! Unter keinen Umständen selber experimentieren, sondern Fachhändler beiziehen. Dieser wird feststellen können, ob eine Reparatur nass gewordener Apparate und Geräte möglich und sinnvoll ist.