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die Mobiliar

Schadensimulator hilft bei Prävention von Hochwasserschäden

Welche Schäden können Hochwasser anrichten? Antworten darauf hat der Schadensimulator, der am Mobiliar Lab für Naturrisiken an der Uni Bern entwickelt worden ist. Er weist für jede Schweizer Gemeinde aus, wie gross das Schadenausmass bei Hochwasser sein kann.

In mehreren Regionen der Schweiz schwellen Gewässer infolge starker Regenfälle und Schmelzwasser an. Der Rhein hat in Basel die Hochwassermarke von 7.9 Metern überschritten und ist für die Grossschifffahrt gesperrt. Mancherorts drohen Überschwemmungen.

Risiken besser einschätzen

Wie können sich Gemeinden vor solchen Ereignissen schützen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Mobiliar Lab für Naturrisiken an der Uni Bern. Um die Risiken von Hochwasser besser einschätzen zu können, hat das Lab einen Schadensimulator entwickelt.

Das Webtool basiert auf neu entwickelten Modellen und statistischen Analysen, die neben Überschwemmungsschäden der vergangenen Jahre die Lage der Gebäude in den Gefahrenzonen und Informationen zu den Gebäuden berücksichtigen.

Der Simulator weist für jede Gemeinde der Schweiz aus, wie gross das mögliche Schadenausmass bei einem Hochwasser ist. Mit seiner Hilfe lässt sich zudem simulieren, wie sich das mögliche Schadenausmass in Zukunft verändern könnte. Zum Beispiel, wenn bestehende Bauzonen überbaut werden.

Entscheidungshilfe für Gemeinden

Dadurch wird ersichtlich, wo Schutzmassnahmen besonders notwendig sind und was eine Gemeinde tun muss, damit die Schäden trotz baulicher Verdichtung nicht zunehmen. Der Schadensimulator ist damit eine wichtige Entscheidungshilfe für Behörden, Planerinnen und Ingenieure.

Der Schadensimulator zeigt, dass mögliche Gebäudeschäden in ihrer Summe viel stärker ins Gewicht fallen, als bisher angenommen.

Die Mobiliar unterstützt die Erforschung von Naturrisiken und deren Auswirkungen im Rahmen ihres Gesellschaftsengagements. Das Mobiliar Lab für Naturrisiken der Universität Bern ist eine gemeinsame Forschungsinitiative des Oeschger-Zentrums für Klimaforschung der Universität Bern und der Mobiliar.

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