die Mobiliar

Prix Mobilière feiert Jubiläum mit einer neuen Ausstellung

Vor einem Viertel Jahrhundert hat die Mobiliar in Nyon zum ersten Mal den Kunstförderpreis Prix Mobilière verliehen. Nun hat sie am 7. September Miriam Laura Leonardi zur 25. Preisträgerin gewählt. Mit dem Preis werden Künstlerinnen und Künstler gefördert, die sich in ihrer Arbeit auf unterschiedliche Weise mit gesellschaftsrelevanten Themen befassen. Unter den Preisträger:innen sind Sylvie Fleury, Claudia Comte, Julian Charrière und Urs Fischer, die inzwischen alle international bekannt sind.

Denkt man an Versicherung und Kunst, liegt der Schluss nahe: Eine Kunstsammlung dient der Geldanlage. Bei der Mobiliar, deren Kunstsammlung rund 2000 Werke umfasst, spielt Kunst eine ganz andere Rolle: Die Mobiliar nutzt das Innovationspotenzial der Kunst für die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein für Zukunftsfragen.

Kunst eröffnet neue Perspektiven

«Klimaforschung, Innovation, Kreativität – das sind nur einige Themen, für die es die Offenheit für Transformation braucht. Genau dabei kann Kunst uns unterstützen. Und deswegen ist Kunst bei uns auch nicht Büroschmuck», sagt Dorothea Strauss, Leiterin des Gesellschaftsengagements der Mobiliar. «Uns interessieren künstlerische Haltungen, die anregen, über Zukunftsgestaltung nachzudenken. Denn die Beschäftigung mit Kunst schafft faszinierende Brücken zu einem bewussteren Verständnis für Nachhaltigkeit und für die Bedeutung von Neugier und Mut.»

Seit 1996 zeichnet die Mobiliar jährlich eine junge Künstlerin oder einen jungen Künstler mit dem Prix Mobilière aus. Zunächst als Kunstpreis «Young Art» ins Leben gerufen, heisst der Preis seit 2004 «Prix Mobilière». Er wird an junge Kunstschaffende verliehen, die sich in ihrer Arbeit mit Nachhaltigkeit und aktuellen gesellschaftsrelevanten Themen befassen.

25 Jahre Prix Mobilière

Die neue Ausstellung am Direktionsstandort in Bern, die am 7. September eröffnet wurde, ist dem 25-Jahre-Jubiläum dieses Preises gewidmet. Er ging bereits an Kunstschaffende, die inzwischen internationales Renommée geniessen. Auf der langen Liste der Preisträger:innen stehen Namen wie Maya Rochat, Julian Charrière, Raphael Hefti, Yves Netzhammer, Urs Fischer, Claudia Comte, Sylvie Fleury oder Roman Signer. Die Ausstellung zeigt Werke aus der Sammlung der Mobiliar von Künstler:innen, die im vergangenen Vierteljahrhundert den Preis erhielten.

Prix Mobilière 2021 geht an Miriam Laura Leonardi

Bei der Nominierung kommt die Expertise renommierter Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittler zum Tragen: Jedes Jahr wird ein Kreis aus sieben bis acht Personen eingeladen, junge Künstlerinnen und Künstler für den Preis vorzuschlagen. Aus den Nominierten hat die ständige Jury am Tag der Eröffnung der Ausstellung «Kunst & Nachhaltigkeit Vol. 14: 25 Jahre Prix Mobilière» Miriam Laura Leonardi (*1985 in Lörrach) als Preisträgerin gewählt.

Marc-Olivier Wahlen, Direktor des Musée d’art et d’histoire (MAH) in Genf hat die in Zürich lebende junge Künstlerin für den Preis nominiert: «Ihre Arbeiten erscheinen ebenso vertraut wie absurd, ebenso volksnah und regionaltypisch wie komplex. Sie setzt all ihre Feinfühligkeit ein in dem Versuch, die Wirklichkeit aufzubrechen und ihren Platz als Künstlerin in einer Welt zu finden, die sich unwiederbringlich zu verzerren scheint.»

Neben dem Preisgeld von 30 000 Franken ist der Prix Mobilière mit einem optionalen Ankauf eines Werkes verbunden. Förderung bedeutet auch, den jungen Künstlerinnen und Künstlern Öffentlichkeit zu schaffen. Alle Nominierten werden deshalb jeweils an der artgenève dem Publikum präsentiert. Da die Nominierten dieses Jahr nicht wie üblich an dieser wichtigen Kunstmesse gezeigt werden konnten, wird es im Januar 2022 eine Doppelausstellung geben.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Vermittlungsprogramm finden Sie auf www.mobiliar.ch/kunst-vol14

Mehr über den Prix Mobilière erfahren Sie auf www.mobiliar.ch/die-mobiliar/engagement/kunst-und-kultur/prix-mobiliere