Prix MobiJeunes Creaviva: Schulklassen engagieren sich kulturell

Mittwoch, 31. Januar 2007

Vier Klassen aus der Ostschweiz und dem Kanton Bern sind hoch motiviert, ihre kulturellen Projekte zu realisieren. Sie sind Finalisten im Wettbewerb Prix MobiJeunes Creaviva der Mobiliar und des Kindermuseums Creaviva im Zentrum Paul Klee. Für ihr Engagement erhalten sie einen Werkbeitrag von je CHF 2000. Im Juli wird die überzeugendste Präsentation ausgezeichnet.

«Wir waren richtig aus dem Häuschen», schreibt die Vertreterin der Klasse 1GAB aus dem Sekundarschulzentrum Ägelsee aus Wilen bei Wil. Denn sie können nun ohne finanzielle Sorgen einen Kulturpfad realisieren. Geplant sind zehn Stationen mit Kunstwerken, inspiriert von Paul Klee. «Wir wollen Verbindungen zwischen Menschen, Dörfern, Hoffnungen und Träumen schaffen». Mut gefasst hat auch die Münsinger Schulklasse 9b aus dem Schulzentrum Rebacker. Sie verfilmen eine eigene Geschichte. Das «Forest Project» spielt im Wald; eine Mischung zwischen Geschichte, Action und Fantasy. Ganz anders steigt die Oberstufenklasse Waldkirch und Bernhardzell in den Wettbewerb: Die Schülerinnen und Schüler konstruieren eine monumentale Skulptur nach dem Vorbild von Niki de Saint Phalle. Die technisch herausfordernde Arbeit soll im Schulhausareal «als künstlerischer Farbtupfen wirken».

Dagegen handelt das Theater der Oberstufenklasse der Heilpädagogischen Schule Burgdorf «vom Abschied nehmen, vom Sterben, von der Gewissheit, dass wir niemanden wirklich verlieren, den wir in Erinnerung behalten». Mit dem Werkbeitrag kann das Theater in Alters- und Betagtenheimen mehrmals aufgeführt werden.

Die vier Projekte spiegeln die enorme Vielfalt der eingereichten Arbeiten. Der Prix MobiJeunes Creaviva wird im Sommer 2007 erstmals verliehen. Die Siegerklasse erhält eine Klassenreise im Wert von CHF 4000.

Jugendliche für Kunst und Kultur sensibilisieren und Lehrpersonen motivieren

Der Prix MobiJeunes Creaviva wurde von der Mobiliar und dem Kindermuseum Creaviva im Zentrum Paul Klee initiiert, um Oberstufenklassen zu kulturellen Projekten zu motivieren. Gemeinschaftsprojekte sensibilisieren Jugendliche nicht nur für Kunst und Kultur, sondern fördern auch Sozialkompetenz und Eigenverantwortung. Solche Projekte sind für Lehrpersonen meist sehr aufwändig. Deshalb soll der Preis auch Wertschätzung gegenüber diesen Initiativen und Einsätzen ausdrücken. Im August wird der Wettbewerb neu ausgeschrieben.