Mobiliar entwickelt sich kontinuierlich und nachhaltig

Freitag, 22. April 2005

Die Gruppe Mobiliar hat im 2004 das bereits gute Vorjahresergebnis übertroffen und einen Gewinn von 236,9 Mio. Franken erreicht. Die technischen Ergebnisse sind sowohl im Nicht-Leben- als auch im Lebensversicherungsgeschäft verbessert worden. Damit ist die Mobiliar weniger vom volatilen Finanzmarkt abhängig. Sie verzichtet bewusst auf hohe Risiken in den Finanzanlagen. Kunden, die bei der Mobiliar ihren Haushalt versichert haben, kommen im Jahr 2005 in den Genuss einer Überschussbeteiligung.

Der Mobiliar ist es im Jahr 2004 gelungen, die Kosten zu reduzieren und gleichzeitig die Leistungsstärke der Organisation zu erhalten. Das Unternehmen ist effizienter geworden.

Stark aus eigener Kraft

Die Gruppe weist einen Jahresgewinn von 236,9 Mio. Franken (Vorjahr 205,3 Mio. Franken) aus. Die Eigenkapitalrendite beträgt 13,7%. Das technische Ergebnis des Nicht-Lebengeschäftes konnte vor allem durch Kosteneinsparungen um 50,3 Millionen Franken verbessert werden. Zudem ist auch das technische Ergebnis des Lebengeschäftes um 39,5 Millionen Franken günstiger als im Vorjahr ausgefallen. Das finanzielle Ergebnis erreichte erwartungsgemäss das gute Vorjahr nicht. Es liegt um 100,3 Millionen Franken tiefer. Das Asset Management erreichte eine Anlagerendite von 3,8%. Im Finanzgeschäft betreibt die Mobiliar bewusst eine risikoarme langfristige Anlagestrategie. Die versicherungstechnischen Rückstellungen wurden nach bisheriger Praxis vorsichtig dotiert. Das konsolidierte Eigenkapital hat um 237,2 Millionen Franken auf 1,844 Milliarden Franken zugenommen. Dank dieser vorzüglichen Eigenmittelausstattung übertrifft die Mobiliar die gesetzlichen Solvenzvorschriften um ein Mehrfaches und hat eine solide Basis für ihre Weiterentwicklung.

Wachstum im Kerngeschäft

Im Nicht-Lebengeschäft haben die Bruttoprämien im fortgeführten Geschäft gegenüber der Vorjahresperiode um 2,8% zugenommen, was über dem Branchendurchschnitt liegt. Der absolute Vorjahresvergleich (+1,9%) gibt ein verzerrtes Bild, weil inzwischen die Mobiliar die aktive Rückversicherung weitgehend eingestellt und das Portefeuille der Einzelkrankenversicherung per 1.1.2004 bereinigt hat. Die Mobiliar richtet sich bewusst auf langfristiges und qualitatives Geschäft aus, sucht Wachstum selektiv und bereinigt das Portefeuille laufend. Zulegen konnte sie in ihrem Kerngeschäft, nämlich den Haushalt- und Betriebsversicherungen. In beiden Branchen bietet die Mobiliar Multirisk Produkte an – deren Bausteine sind so abgestimmt, dass sie den Kunden einfach und klar zeigen, wie sie sich gut und bedürfnisgerecht versichern. In der Motorfahrzeugversicherung hat sich das Portefeuillewachstum gegenüber dem Vorjahr wie geplant verkleinert; ebenfalls planmässig gering ist das Wachstum bei den Personenversicherungen.

Kein ausserordentliches Schadenjahr, aber Trends setzten sich fort

Überdurchschnittlich häufige Schadenfälle von jeweils über 1 Million Franken schlugen sich Anfang 2004 zulasten der Betriebsversicherung nieder – meist verursacht durch Brand oder Explosion. Von grösseren Elementarschäden blieb die Schweiz verschont, doch wirkten sich Stürme und Überschwemmungen sowie massive Hagelzüge in den Monaten Juni bis August negativ auf den Schadenaufwand aus. In der Personenversicherung wirken das steigende Durchschnittsalter der Versicherten, die wenig gebremste Kostenentwicklung im Gesundheitswesen und die schleppende Wirtschaftslage als Kostentreiber. Unbefriedigend verläuft insbesondere die Nichtberufs-Unfallversicherung. Der Trend zu mehr Freizeit und verändertes Freizeitverhalten (Risikosportarten) verursachen häufigere und aufwändiger zu behandelnde Verletzungen. Leicht besser ist die Schadenbelastung im Bereich der Mobilitäts-, insbesondere der Motorfahrzeugversicherungen. Leistungen für verunfallte Personen in der Höhe von 100 000 Franken und mehr beeinflussen jedoch das Schadenbild weiterhin nachhaltig.

Kunden und Mitarbeitende profitieren

Wenn es der Mobiliar gut geht, profitieren alle – weil sie eine Genossenschaft ist. Die Mobiliar wird den Kunden mit einer Haushaltversicherung MobiCasa im Jahr 2005 eine Überschussbeteiligung von 50 Millionen Franken ausrichten. Solche Auszahlungen sind bei Lebensversicherungen bekannt, die Mobiliar richtet sie auch im Nicht-Lebengeschäft aus. Da sie als Genossenschaft keine Aktionärsansprüche erfüllen muss, beteiligt sie die Kunden am Erfolg. Zudem kommen alle Mitarbeitenden der Gruppe erstmals seit 2001 wieder in den Genuss einer Erfolgsbeteiligung.

Erfreuliche Entwicklung bei Risiko-Lebensversicherungen

Im fortgeführten Geschäft hat sich das Prämienvolumen der Providentia um 7,8% von 696,1 Millionen Franken auf 642,0 Millionen Franken verringert. Der absolute Vorjahresvergleich zeigt einen Rückgang von 15,6%. Das macht deutlich, dass die Hälfte der Schmälerung auf dem strategischen Rückzug aus dem Kollektivgeschäft basiert. Erfreulich haben sich hingegen die reinen Risikoversicherungen entwickelt. Im Geschäftsfeld der privaten Vorsorge hat das Prämienvolumen von Risiko-Todesfallversicherungen im Vorjahresvergleich um 7,1% zugenommen. Fondsgebundene Lebensversicherungen setzte der Aussendienst der Mobiliar ebenfalls erfolgreicher als im Vorjahr ab, während die Erwerbsunfähigkeits-Versicherungen unter den Erwartungen lagen. Im Bereich der beruflichen Vorsorge hat das Prämienvolumen in der Risiko-Rückversicherung (unter Berücksichtigung der Sammelstiftungsprämien 2003) um 22,7% zugenommen und erreichte 257,7 Millionen Franken. Das Volumen der Einmalprämien ist strategiekonform zurückgegangen. Der Risikoverlauf in der Todesfallversicherung war günstiger als es die Rechnungsgrundlagen erwarten liessen. Der Schadenaufwand in der Erwerbsunfähigkeits-Versicherung ist zufriedenstellend und verläuft im Gleichschritt mit der Entwicklung des Kundenbestandes. In der beruflichen Vorsorge konnte der Leistungsaufwand im Vergleich zum Jahr 2003 leicht gebremst werden. Die Massnahmen zur raschen Behandlung von Kranken und Wiedereingliederung von Verunfallten zeigen Wirkung.