Meilenstein im Umgang mit Naturgefahren

Montag, 8. März 2010

Mit dem Geo-Informations-System MobiGIS untermauert die Mobiliar ihre Stellung als führender Versicherer von Naturgefahren. Es fasst kantonale Gefahrenkarten zusammen und zeigt Risiken auf einen Blick. MobiGIS wurde heute in Bern den Medien vorgestellt.

Ein Drittel aller Versicherungsschäden wird heute durch wetterbedingte Naturkatastrophen ausgelöst, Tendenz steigend. Auch die Mobiliar stellt sich auf diese Veränderungen ein. «Als Nummer eins bei der Sachversicherung müssen wir auch die beste Strategie im Umgang mit Naturgefahren haben», sagt Bruno Kuhn, Leiter Versicherungen und Mitglied der Geschäftsleitung.

Mit dem Geo-Informations-System MobiGIS verbessert sich die Mobiliar auf verschiedenen Ebenen: Risiken lassen sich einfacher erkennen, die Prävention verbessern und die Schäden gezielter bearbeiten. Neu an MobiGIS sind nicht die Informationen, sondern deren Verbindung miteinander: Auf einen Blick wird klar, welche Kunden in gefährdeten Gebieten leben und wie gross das Schadenpotenzial ist.

Revolutionär für die Schweiz

MobiGIS ist nicht nur neu für die Mobiliar, es ist revolutionär für die Schweiz: Es ist das erste System, das die kantonalen Gefahrenkarten zusammenfasst. «Das Hauptziel ist die Prävention und damit die Sicherstellung der langfristigen Versicherbarkeit der Risiken», sagt Bruno Kuhn. MobiGIS sorgt über die Schweizer Grenzen hinaus für Aufsehen: «Es ist die kompletteste Geo- Informations-Applikation in der Erstversicherungswirtschaft weltweit, die ich kenne», erklärt Andreas Siebert, Leiter Geospatial Solutions beim Rückversicherer Münchener Rück.

MobiGIS: alles auf einen Blick

Folgende Daten fasst MobiGIS zusammen:

  • Geodaten (Landkarten und Luftbilder der ganzen Schweiz)
  • Naturgefahrendaten (Hochwasser, Lawinen, Steinschlag, Erdrutsch, Hagel,Erdbeben)
  • Volkswirtschaftliche Daten (Wohnbevölkerung, Anzahl Haushalte, Gebäude)
  • Versicherungsdaten der Mobiliar

20 Millionen für Präventionsprojekte

Als Marktleaderin und Know-how-Trägerin in der Sachversicherung hat die Mobiliar alles Interesse an Präventionsmassnahmen. Sie engagiert sich bereits in mehrfacher Hinsicht: Nach dem Hochwasser 2005 hat sie zwecks Unterstützung von Präventionsprojekten 20 Millionen Franken aus dem Überschussfonds der Genossenschaft bereitgestellt. Bisher haben schweizweit über 30 Projekte von dieser Unterstützung profitiert; weitere sind in Prüfung. Ausserdem ist die Mobiliar exklusiver Partner von Wetter-Alarm (www.wetteralarm.ch), des durch SF Meteo und den Kantonalen Gebäudeversicherungen angebotenen SMS-Frühwarnsystems.

«Mobiliar-Professur» an der Universität Bern

Die Mobiliar ermöglicht es zudem der Universität Bern, eine ausserordentliche Professur in der Klimafolgenforschung im Alpenraum einzurichten. Sie finanziert die Professur bis vorerst 2018 mit einem Gesamtbetrag von fünf Millionen Franken. Die Besetzung des Lehrstuhls ist für das Wintersemester 2010/2011 vorgesehen. Die Uni Bern betreibt seit Jahren Klimaforschung in international führender Position und hat mit dem im Oktober 2007 eröffneten Oeschger Centre for Climate Change Research (OCCR) ihren Anspruch auf diesen Spitzenplatz unterstrichen. Die «Mobiliar-Professur» wird dem OCCR angegliedert.

Die Gruppe Mobiliar

Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Der Allbranchenversicherer weist per 31. Dezember 2016 ein Prämienvolumen von 3.630 Mia. Franken auf. 79 Unternehmer-Generalagenturen mit eigenem Schadendienst garantieren an rund 160 Standorten Nähe zu den 1.7 Millionen Kunden. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG ist in Bern, die Schweizerische Mobiliar Lebensversicherungs-Gesellschaft AG in Nyon domiziliert. Zur Gruppe gehören ferner die Schweizerische Mobiliar Asset Management AG, die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, die Protekta Risiko-Beratungs-AG, die Mobi24 Call-Service-Center AG und die XpertCenter AG, alle mit Sitz in Bern sowie Trianon AG mit Sitz in Renens und SC, SwissCaution SA mit Sitz in Bussigny.

Die Mobiliar beschäftigt in den Heimmärkten Schweiz und Fürstentum Liechtenstein mehr als 4900 Mitarbeitende und bietet 327 Ausbildungsplätze an. Sie ist die älteste private Versicherungsgesellschaft des Landes und seit ihrer Gründung 1826 genossenschaftlich verankert.