Kunst eröffnet neue Perspektiven

Dienstag, 4. März 2014

Nachhaltigkeit & Kunst, Vol. 2: «Neue Werke – Neue Perspektiven»

«... hast Du meine Alpen gesehen?», röhrt ein Hirsch in den Ausstellungsraum und stellt damit eine Grundsatzfrage – die Frage nach der Dosierung des Verhältnisses zwischen Fortschritt und Tradition, zwischen Bewahrung und Innovation: Ein lebensgrosser Hirsch, eine Hängematte und ein künstlerischer Bioreaktor sind u.a. ab dem 13. März am Hauptsitz der Mobiliar in Bern zu sehen.

In der Reihe «Nachhaltigkeit & Kunst» zeigt die aktuelle Ausstellung Objekte und Bilder, die programmatisch für einen Wechsel in der Sammlungs- und Ausstellungspolitik der Mobiliar stehen. Die Mobiliar begreift Kunstwerke nicht mehr als passive Objekte, sondern als aktive Grösse im Rahmen ihres Gesellschaftsengagements: Die Innovationskraft der Kunst begleitet das gesellschaftliche Engagement der Mobiliar.

«Neue Werke – Neue Perspektiven»

Zu sehen sind Arbeiten von Claudia Comte, Thomas Feuerstein, Kimsooja, Rémy Markowitsch, Ekrem Yalçındağ, Alessandro Balteo Yazbeck. Ausserdem zeigt die Mobiliar erstmals in Bern die spektakulären Fotografien der Serie „Karambolage“ des Kult-Fotografen und ehemaligen Polizisten Arnold Odermatt. Zum Verweilen und Diskutieren lädt die „Hartz IV Lounge“ des Architekten Van Bo Le Mentzel ein.

Mit Kunst gesellschaftsrelevante Themen verstehen

«Neue Werke – Neue Perspektiven» stellt u.a. die neuen Ankäufe vor, die vor dem Hintergrund einer gesellschaftlichen Fragestellung in die Sammlung der Mobiliar aufgenommen worden sind. Migration, Globalisierung, Tradition, Wissenskontrolle oder auch Marken-Fetischismus sind nur einige der Stichworte, mit denen sich die gezeigten Künstlerinnen und Künstler auseinandersetzen. Die unkonventionellen und überraschenden Herangehensweisen kreieren neue Perspektiven auf gesellschaftliche Herausforderungen.

Was hat Kunst mit Nachhaltigkeit zu tun?

Die genossenschaftliche Tradition der Mobiliar steht für einen verantwortungsvollen und zugleich zukunftsorientierten Umgang mit Werten. Die Förderung von Kunst und Kultur spielt dabei bereits seit vielen Jahrzehnten eine wichtige Rolle. Künstlerische Prozesse können uns dabei unterstützen, für den Umgang mit Nachhaltigkeit «fit gemacht» zu werden. Denn um nachhaltig und verantwortungsvoll zu handeln, ist es wichtig, Zusammenhänge zu verstehen, Prozesse auch von einer anderen – nicht nur der persönlichen – Warte aus zu betrachten und Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft zu entwickeln. Bei all diesen Themen können Künstlerinnen und Künstler uns unterstützen, denn sie sensibilisieren uns dafür, andere und neue Handlungsfelder zu entdecken. Die Ausstellungs- und Sammlungstätigkeit der Mobiliar bietet einen wichtigen Ideen-Pool für ihr gesamtes gesellschaftliches Engagement – bei ökologischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Themen. Aus diesem Grund arbeitet die Mobiliar auf verschiedenen Ebenen immer wieder eng mit Künstlerinnen und Künstlern zusammen.

Abendführungen

In öffentlichen Führungen wird anhand der ausgestellten Werke gemeinsam erörtert, welche Verbindung zwischen einer nachhaltigen Entwicklung und künstlerischen Prozessen besteht. Denn Kunst und Kultur können mehr als nur abbilden und vermitteln. Die Mobiliar lädt ein auf eine gemeinsame Entdeckungsreise durch die aktuelle Ausstellung in der Direktion Bern, jeweils 17.00 – 18.00 Uhr und zu anschliessendem Diskutieren beim Apéro. Führungen finden an folgenden Daten statt: 7.April, 6.Mai, 4.Juni, 10. Juli, Spezialführungen auf Anfrage.
 

Zu Gast an der Museumsnacht

Auch dieses Jahr ist die Mobiliar zu Gast an der Museumsnacht Bern und öffnet ihre Türen in der Nacht vom 21. März von 18 Uhr bis 2 Uhr. Jeweils zur vollen Stunde führen Kunstexperten während 20 Minuten durch die Ausstellung, bis 21 Uhr können sich die jüngsten Gäste an das Filzen herantasten und ab 22 Uhr steht das bekannte Berner DJ-Duo Round Table Knights hinter den Plattentellern. Für bewussten kulinarischen Genuss sorgt bis 23 Uhr das SV Restaurant.
http://www.museumsnacht-bern.ch/ 

PASSAGE | Kunstprojekte der Mobiliar, Direktion Bern,
Bundesgasse 35, Bern, www.mobiliar.ch/kunst
13. März bis 11. Juli 2014, Montag bis Freitag, 7 bis 17 Uhr, Eintritt frei

Fotobogen zur Ausstellung

Nachhaltigkeit & Kunst, Vol. 2: «Neue Werke – Neue Perspektiven»
Hochauflösende Werkaufnahmen können bei Viviane Mörmann, viviane.moermann@mobiliar.ch oder 031 389 96 34 angefordert werden.

Gesellschaftliches Engagement mit vielen Facetten

Kunst- und Kulturförderung zählen seit vielen Jahren zum gesellschaftlichen Auftrag der Mobiliar. Dazu gehören auch die Unterstützung des Dokumentarfilm-Festivals «Visions du Réel» in Nyon und neu die Hauptpartnerschaft mit dem «Festival del film» in Locarno. Ausserdem unterstützt die Mobiliar Forschungsprojekte an der Universität Bern, der ETH Zürich und der EPF Lausanne. Sie ermöglicht und initiiert schweizweit neue Dialoge zwischen Kunst und Gesellschaft, fördert Präventionsprojekte zum Schutz vor Naturgefahren in verschiedenen Regionen des Landes und stärkt die Innovationskraft von Schweizer KMU. Weitere Informationen zum Gesellschaftsengagement der Mobiliar unter mobiliar.ch/engagement.

 

Die Gruppe Mobiliar

Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Der Allbranchenversicherer weist per 31. Dezember 2016 ein Prämienvolumen von 3.630 Mia. Franken auf. 79 Unternehmer-Generalagenturen mit eigenem Schadendienst garantieren an rund 160 Standorten Nähe zu den 1.7 Millionen Kunden. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG ist in Bern, die Schweizerische Mobiliar Lebensversicherungs-Gesellschaft AG in Nyon domiziliert. Zur Gruppe gehören ferner die Schweizerische Mobiliar Asset Management AG, die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, die Protekta Risiko-Beratungs-AG, die Mobi24 Call-Service-Center AG und die XpertCenter AG, alle mit Sitz in Bern sowie Trianon AG mit Sitz in Renens und SC, SwissCaution SA mit Sitz in Bussigny.

Die Mobiliar beschäftigt in den Heimmärkten Schweiz und Fürstentum Liechtenstein mehr als 4900 Mitarbeitende und bietet 327 Ausbildungsplätze an. Sie ist die älteste private Versicherungsgesellschaft des Landes und seit ihrer Gründung 1826 genossenschaftlich verankert.

Die nominierten Künstler 2016

Mathis Altmann *1987 in München Deutschland, lebt und arbeitet in Zürich
Mirko Baselgia *1982 in Lantsch/Lenz lebt und arbeitet in Graubünden
Vittorio Brodmann *1987 in Ettingen lebt und arbeitet in Zürich
El Frauenfelder *1979 in Zürich lebt und arbeitet in Zürich
Florian Graf *1980 in Base lebt und arbeitet in Basel und Paris
!Mediengruppe Bitnik – Carmen Weisskopf *1976 in Basel leben und arbeiten in Zürich und London
!Mediengruppe Bitnik – Domagoj Smoljo *1979 in Island Vis leben und arbeiten in Zürich und London
Vera Ida Müller *1979 in St. Gallen lebt und arbeitet in Berlin
Lena Maria Thüring *1981 in Basel lebt und arbeitet in Zürich