Kloster Einsiedeln: Reparieren braucht Zeit

Samstag, 18. Dezember 2010

Ein halbes Jahr nach dem verheerenden Hagelzug ist im Kloster Einsiedeln vieles gerichtet – aber längst nicht alles. Es zeichnet sich ein Schaden von rund zwei Millionen Franken ab; die genaue Summe kann aber noch nicht bestimmt werden.

Rund 300 geborstene Fenster, demolierte Fassaden und Dächer sowie Wasserschäden am Parkett – der Hagelzug vom letzten Juli beschädigte das Kloster Einsiedeln arg. Die Mobiliar als Versicherer des Klosters leitete rasch erste Sofortmassnahmen ein: Bei vielen der zerborstenen Scheiben wurden Vorfenster als Witterungs- und Kälteschutz montiert und im Gymnasium sind Notverglasungen angebracht worden. «Dank dieser schnellen Reaktion konnte der Schulbetrieb nach den Sommerferien planmässig aufgenommen werden», sagt Kurt Zahnd, Schadeninspektor der Mobiliar.

Millionenschaden

Für Kurt Zahnd ist klar: «Der Schaden geht in die Millionen; einen genauen Betrag können wir aber noch nicht beziffern.» Dies auch, weil viele Gebäude des Klosterbetriebs ausserhalb des eigentlichen Areals stehen und erst notdürftig repariert werden konnten. «Die raschen Teilzahlungen ermöglichten, die nötigsten Arbeiten schnell auszuführen, es bleibt aber noch einiges zu tun», erklärt Abt Martin Werlen. Konkrete Offerten der Baufirmen sollten bald vorliegen – dann kann die gesamte Schadensumme errechnet werden. Die Geschichte des Klosters Einsiedeln reicht bis ins Jahr 835 zurück – seine kulturelle und historische Bedeutung ist einzigartig. Deshalb ist die intensive Zusammenarbeit zwischen Versicherung, Klosterleitung, Denkmalpflege und Baufirmen besonders wichtig – und das braucht Zeit.

Mehr als eine Baustelle

Im und am Kloster wird rege gebaut: Neben den laufenden Reparaturen wird das Klosterarchiv und die Musikbibliothek erneuert. Die Mobiliar unterstützt den Archivbau und trägt so zum Erhalt der historischen Kulturgüter bei. Deshalb ist der grösste Schweizer Sachversicherer während der Bauzeit mit thematisch abgestimmten, 36 Meter langen Schadenskizzen präsent – das entspricht der Länge eines ausgewachsenen Blauwals. Abt Martin Werlen schätzt diese Zusammenarbeit: «Ich bin ein grosser Freund der Mobiliar-Werbung; das kürzlich aufgeschaltete Sujet gefällt mir besonders gut.»

Noah verliert Arche

Auf der aktuellen Schadenskizze widerfährt Noah ein kleines Missgeschick: Nachdem er sorgsam von jedem Tier zwei auf die Arche gebracht hat, entwischt ihm die Leine und die Arche treibt davon. Natürlich sind die Schadenskizzen nicht bildlich ernsthaft, sondern mit einem zwinkernden Auge zu verstehen.

Die Gruppe Mobiliar

Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Der Allbranchenversicherer weist per 31. Dezember 2016 ein Prämienvolumen von 3.630 Mia. Franken auf. 79 Unternehmer-Generalagenturen mit eigenem Schadendienst garantieren an rund 160 Standorten Nähe zu den 1.7 Millionen Kunden. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG ist in Bern, die Schweizerische Mobiliar Lebensversicherungs-Gesellschaft AG in Nyon domiziliert. Zur Gruppe gehören ferner die Schweizerische Mobiliar Asset Management AG, die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, die Protekta Risiko-Beratungs-AG, die Mobi24 Call-Service-Center AG und die XpertCenter AG, alle mit Sitz in Bern sowie Trianon AG mit Sitz in Renens und SC, SwissCaution SA mit Sitz in Bussigny.

Die Mobiliar beschäftigt in den Heimmärkten Schweiz und Fürstentum Liechtenstein mehr als 4900 Mitarbeitende und bietet 327 Ausbildungsplätze an. Sie ist die älteste private Versicherungsgesellschaft des Landes und seit ihrer Gründung 1826 genossenschaftlich verankert.