Hagel der Superlative: 240 Totalschäden

Montag, 29. August 2011

Das Hagelunwetter vom Juli hat in der Region Oberer Zürichsee auf zahlreichen Gebäuden und Autos Spuren hinterlassen. Die Schäden sind ungewöhnlich hoch; rund 800 Kunden der Mobiliar liessen ihre Autos in Lachen begutachten.

Verbeulte Dächer und Hauben, zersprungene Scheiben, geborstene Rücklichter, Seitenblinker und Rückspiegel: Der gewaltige Hagelzug vom Juli hat ungewöhnlich hohe Schäden verursacht. «Dass sogar Frontscheiben und Scheibenwischer beschädigt werden, ist eher ungewöhnlich – das war ein Hagel der Superlative», sagt Roland Egli, Generalagent in Lachen. Kundinnen und Kunden der Mobiliar konnten während neun Tagen zu einem vereinbarten Termin ihre verhagelten Fahrzeuge vorführen – insgesamt wurden in den letzten beiden Wochen rund 800 Autos begutachtet. «Wir haben mit dem Drive-In zugewartet, bis die Schulferien vorbei waren. So konnten wir allen denselben Service bieten.»

Hohe Schadensumme

Jedes dritte der rund 800 begutachteten Autos erlitt Totalschaden. Für die am Lachner Drive-In geschätzten Fahrzeuge bezahlt die Mobiliar insgesamt 5.2 Millionen Franken – im Durchschnitt also 6500 Franken. Zum Vergleich: Bei den Hagelereignissen der letzten Jahre lag der Durchschnittsschaden zwischen 3000 und 4000 Franken pro Auto. Am teuersten war ein stark beschädigter VW Tiguan. Kostenpunkt: 37 026 Franken.

Zehn Experten im Dauereinsatz

In der ganzen Schweiz sind fast 6000 Fahrzeuge von Mobiliar-Kunden betroffen. Die geschätzte Schadensumme beläuft sich auf über 20 Millionen Franken. Insgesamt werden zwölf lokale Hagel-Drive-In durchgeführt, um diese grosse Zahl von Schäden speditiv zu schätzen. Der grösste Drive-In fand in Lachen statt: Während neun Tagen standen zehn Experten der XpertCenter AG, eine Tochterfirma der Mobiliar, im Dauereinsatz.

Auszahlung oder Reparatur

Die Experten benötigten rund 20 Minuten pro Fahrzeug, um den Schaden zu beziffern. Anschliessend konnten die Autobesitzer entscheiden, ob sie den Schaden in einer Garage reparieren oder den Betrag auf ihr Konto auszahlen lassen wollen. Die Mobiliar schreibt keine Partnerbetriebe vor – die Kundinnen und Kunden wählen ihre Garage frei.

Hohe Schäden auch an Gebäuden

Das Unwetter vom 7. Juli hat auch viele Gebäude im Kanton Schwyz in Mitleidenschaft gezogen: Es wurden rund 1300 Schäden gemeldet. Neben Storen und Dachfenstern sind vielerorts auch Fassaden beschädigt worden. Dies ist mitunter ein Grund, weshalb die Schadenbelastung überdurchschnittlich hoch ausfällt. Bei den Gebäudeschäden im Kanton Schwyz rechnet die Mobiliar mit einer Gesamtschadensumme von rund 15 Millionen Franken. Schweizweit verursachten die drei Juli-Unwetter mehr als 6500 Schäden an Gebäuden und Inventar von Mobiliar-Kunden mit einer geschätzten Summe von über 50 Millionen Franken. Zusammen mit den Autos ergibt das rund 12 500 Schäden mit einer Summe von 70 Millionen Franken. Die Unwetter im Juli sind zwar rasch vorbeigezogen – die Spuren der Verwüstung werden aber noch eine Weile sichtbar bleiben. Jedes dritte der betroffenen Autos hatte Totalschaden: Mit durchschnittlich 6500 Franken pro Fahrzeug war das Hagelunwetter vom 7. Juli besonders teuer.

Die Gruppe Mobiliar

Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Der Allbranchenversicherer weist per 31. Dezember 2016 ein Prämienvolumen von 3.630 Mia. Franken auf. 79 Unternehmer-Generalagenturen mit eigenem Schadendienst garantieren an rund 160 Standorten Nähe zu den 1.7 Millionen Kunden. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG ist in Bern, die Schweizerische Mobiliar Lebensversicherungs-Gesellschaft AG in Nyon domiziliert. Zur Gruppe gehören ferner die Schweizerische Mobiliar Asset Management AG, die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, die Protekta Risiko-Beratungs-AG, die Mobi24 Call-Service-Center AG und die XpertCenter AG, alle mit Sitz in Bern sowie Trianon AG mit Sitz in Renens und SC, SwissCaution SA mit Sitz in Bussigny.

Die Mobiliar beschäftigt in den Heimmärkten Schweiz und Fürstentum Liechtenstein mehr als 4900 Mitarbeitende und bietet 327 Ausbildungsplätze an. Sie ist die älteste private Versicherungsgesellschaft des Landes und seit ihrer Gründung 1826 genossenschaftlich verankert.