Extreme Wetterereignisse im Fokus

Mittwoch, 4. Mai 2011

Die durch die Mobiliar finanzierte Professur für Klimafolgenforschung im Alpenraum an der Uni Bern ist durch Olivia Romppainen-Martius besetzt worden. Die Forschungsarbeit soll unter anderem neue Erkenntnisse zum gemeinsamen Auftreten von Extremereignissen liefern.

Die durch die Mobiliar finanzierte ausserordentliche Professur für Klimafolgenforschung im Alpenraum an der Uni Bern ist durch die Schweizerin Olivia Romppainen-Martius besetzt worden. «Die Schnittstelle zwischen Forschung und praktischer Anwendung stellt die grösste Herausforderung dar», sagt die 33-jährige Professorin. Der Schwerpunkt der Forschung liege auf der Eintretenswahrscheinlichkeit von Extremereignissen in einem sich ändernden Klima. Romppainen-Martius studierte an der ETH Zürich Erdwissenschaften, wo sie auch doktorierte, und war zuletzt am Institut für Atmosphäre und Klima der ETH tätig. Die Mobiliar erwartet von den Forschungsarbeiten Beiträge in praxisorientierter Form, welche für versicherungstechnische Arbeiten herangezogen werden können. «Von den Ergebnissen sollen aber alle profitieren: der Staat, die Versicherungen und die Bürgerinnen und Bürger», sagt Mobiliar-CEO Urs Berger.

Unabhängigkeit gewährleistet

Die Professur, welche die Mobiliar bis vorerst 2018 mit fünf Millionen Franken finanziert, ist dem international reputierten Oeschger-Zentrum für Klima- und Klimafolgenforschung angegliedert. An der Universität Bern ist die Einrichtung einer neuen Professur im Klimabereich hoch willkommen: «Sie ist komplementär und ergänzt bestehende Forschungsgruppen», erklärt Prof. Dr. Martin Grosjean, Geschäftsführer des Oeschger-Zentrums. Fremdfinanzierte Professuren an der Universität Bern seien relativ neu und stärkten Forschung und Lehre in Spezialgebieten. Die Unabhängigkeit der universitären Forschung ist gewährleistet; Forschungsergebnisse können frei publiziert werden, sind Eigentum der Universität Bern und öffentlich zugänglich.

20 Millionen für Präventionsprojekte

Als Marktleaderin und Know-how-Trägerin in der Sachversicherung hat die Mobiliar grosses Interesse an Präventionsmassnahmen und an Forschungsergebnissen im Zusammenhang mit den Folgen der Klimaveränderung. Sie engagiert sich bereits in mehrfacher Hinsicht für die Prävention: Nach dem Hochwasser 2005 hat sie zwecks Unterstützung von Präventionsprojekten 20 Millionen Franken aus dem Überschussfonds der Genossenschaft bereitgestellt. Bisher haben schweizweit über 40 Projekte von dieser Unterstützung profitiert; weitere sind in Prüfung. Die Mobiliar ist ein Allbranchenversicherer mit Sitz in Bern mit einem Prämienvolumen von 3 Milliarden Franken. Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert.

Die Gruppe Mobiliar

Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Der Allbranchenversicherer weist per 31. Dezember 2016 ein Prämienvolumen von 3.630 Mia. Franken auf. 79 Unternehmer-Generalagenturen mit eigenem Schadendienst garantieren an rund 160 Standorten Nähe zu den 1.7 Millionen Kunden. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG ist in Bern, die Schweizerische Mobiliar Lebensversicherungs-Gesellschaft AG in Nyon domiziliert. Zur Gruppe gehören ferner die Schweizerische Mobiliar Asset Management AG, die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, die Protekta Risiko-Beratungs-AG, die Mobi24 Call-Service-Center AG und die XpertCenter AG, alle mit Sitz in Bern sowie Trianon AG mit Sitz in Renens und SC, SwissCaution SA mit Sitz in Bussigny.

Die Mobiliar beschäftigt in den Heimmärkten Schweiz und Fürstentum Liechtenstein mehr als 4900 Mitarbeitende und bietet 327 Ausbildungsplätze an. Sie ist die älteste private Versicherungsgesellschaft des Landes und seit ihrer Gründung 1826 genossenschaftlich verankert.