EPFL und Mobiliar schaffen Lehrstuhl für Stadtökologie

Dienstag, 30. September 2014

Fast die Hälfte der Menschheit lebt heute in Städten. Diese bieten somit ein ideales Beobachtungs- und Studienfeld für Fragen, die mit der Umwelt und der nachhaltigen Entwicklung zusammenhängen. Der neue Lehrstuhl erforscht diese Fragen ab Herbst 2015 im urbanen Umfeld in der Schweiz und darüber hinaus. Die Mobiliar finanziert diesen Lehrstuhl der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL).
 

Die Hälfte der Weltbevölkerung lebt mittlerweile in Städten. Dort wird auch 50% der gesamten weltweiten Energie verbraucht. Die urbanen Zentren spielen deshalb mehr denn je eine entscheidende Rolle für die Zukunft unserer Umwelt. Um deren Auswirkungen in der Schweiz und in anderen Teilen der Welt zu untersuchen, richtet die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) ab Herbst 2015 einen neuen Lehrstuhl für Stadtökologie und nachhaltige Lebensräume ein. Der Lehrstuhl wird der Fakultät für Architektur-, Bau- und Umweltwissenschaften (ENAC) angegliedert und von der Mobiliar finanziert. «Der Lehrstuhl bietet die Chance, die Wechselwirkung zwischen Lebensqualität und Wachstum in Städten besser zu verstehen und so die Probleme des urbanen Zusammenlebens von morgen zu erkennen“, sagt Markus Hongler, CEO der Mobiliar.

Eine neue Disziplin

«Der neue Lehrstuhl schliesst eine Forschungslücke: Er soll dazu beitragen, das Wohlbefinden in den Städten besser zu verstehen und zu verbessern», betont Marilyne Andersen, die Dekanin der Fakultät ENAC. «Am Schnittpunkt mehrerer Disziplinen wie der Umweltwissenschaften, der Architektur und der Stadtplanung ermöglicht uns der neue Lehrstuhl zu definieren, wie wir in unserer gebauten und natürlichen Umwelt besser zusammenleben und interagieren können.»

Mit dem neuen Lehrstuhl entsteht eine völlig neue Disziplin: Sie erforscht die Funktionsmechanismen der Städte sowie das empfindliche Gleichgewicht zwischen dem Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner und der Umwelt. Ausserdem müssen neue Modelle und Beobachtungsinstrumente entwickelt werden, um kaum erforschte Untersuchungsfelder zu analysieren – beispielsweise die menschlichen Mobilitätsgewohnheiten oder die städtischen Mikroklimate.

Die Fakultät ENAC bietet schon heute eine breite Palette von Expertenwissen unter anderem in Stadtplanung, Konzeption von Hochleistungsgebäuden, Erhaltung von schützenswerten Bauten, Mobilitätsanalyse, Energiemanagement, Verringerung und Nutzung von Abfällen sowie Schutz der natürlichen Ressourcen. Eine Vernetzung und Kooperationen sind auch mit der neuen Freiburger Aussenstelle der EPFL, dem Smart Living Lab (SLL), geplant. Dieses Zentrum spezialisiert sich auf die Forschung zu den Gebäuden von morgen.

Die Gruppe Mobiliar

Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Der Allbranchenversicherer weist per 31. Dezember 2016 ein Prämienvolumen von 3.630 Mia. Franken auf. 79 Unternehmer-Generalagenturen mit eigenem Schadendienst garantieren an rund 160 Standorten Nähe zu den 1.7 Millionen Kunden. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG ist in Bern, die Schweizerische Mobiliar Lebensversicherungs-Gesellschaft AG in Nyon domiziliert. Zur Gruppe gehören ferner die Schweizerische Mobiliar Asset Management AG, die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, die Protekta Risiko-Beratungs-AG, die Mobi24 Call-Service-Center AG und die XpertCenter AG, alle mit Sitz in Bern sowie Trianon AG mit Sitz in Renens und SC, SwissCaution SA mit Sitz in Bussigny.

Die Mobiliar beschäftigt in den Heimmärkten Schweiz und Fürstentum Liechtenstein mehr als 4900 Mitarbeitende und bietet 327 Ausbildungsplätze an. Sie ist die älteste private Versicherungsgesellschaft des Landes und seit ihrer Gründung 1826 genossenschaftlich verankert.