Ein Bekenntnis zu berufstätigen Eltern

Montag, 9. Januar 2012

Seit 20 Jahren führt der Hauptsitz der Mobiliar Bern eine eigene Kindertagestätte – und ist damit Pionier. Zurzeit werden im «Mikado» 52 Kinder betreut. Am Jubiläumsanlass vom 9. Januar zogen Kita-Leitung, Eltern und Mobiliar-Spitze eine positive Zwischenbilanz. Lob gabs aber auch von der Stadtberner Bildungsdirektorin Edith Olibet. 

«Wir wollen, dass sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne schlechtes Gewissen in Beruf und Familie engagieren können. Denn jemand, der die Familie managen und sich voll für den Beruf einsetzen kann, ist für unser Unternehmen wertvoll.» Klare Worte von Markus Hongler, CEO der Mobiliar. Und mehr als ein Lippenbekenntnis: Bereits vor 20 Jahren gründete die Versicherungsgesellschaft gemeinsam mit der «Berner Versicherung» die erste private Kindertagesstätte der Stadt Bern, seit 2006 führt sie sie alleine.

Bedürfnis früh erkannt

«Ich möchte den Pionieren danken, die frühzeitig erkannt haben, dass es ein grosses Bedürfnis ist, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen», sagte Erich Kaser. Als Leiter Human Resources der Mobiliar erlebt er täglich, dass bei Neuanstellungen ein gutes Betreuungsangebot ein Plus darstellt. «Das allein reicht aber nicht, um als familienfreundliches Unternehmen gelten zu können», betonte Kaser. «Teilzeitarbeitsmöglichkeiten, Elternurlaube und flexible Arbeitszeiten gehören auch dazu.» Die Kindertagesstätte hat einen jährlichen Aufwand von knapp 1,2 Millionen, 450'000 Franken davon tragen die Eltern bei, den Rest die Mobiliar. Für Personalchef Kaser sind dies allerdings keine Kosten, sondern Investitionen. «Es ist wichtig, dass der Arbeitgeber fürs Wohl der Mitarbeitenden sorgt», so Kaser.

Betreuung im Dreierpack

Eine dieser Mitarbeiterinnen ist Rahel Knecht Boesch. Sie ist Personalentwicklerin bei der Mobiliar und lässt ihre beiden Kinder zweimal wöchentlich im «Mikado» betreuen, den Rest der Betreuungsarbeit teilt sie sich mit ihrem Mann. Für sie ist klar: «Die firmeneigene Kindertagesstätte ist ein klares Bekenntnis zu erwerbstätigen Müttern und Vätern.» Sie sieht in der Mobiliar-Kita aber nicht nur einen organisatorischen Vorteil, sondern auch einen finanziellen: «Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr gut für die gebotene Qualität.» Diese Qualität wird durch insgesamt 18 Mitarbeitende gewährleistet, davon sind 5 Lernende und ein eigener Koch. Die Kinder werden in drei Gruppen betreut, pro Gruppe sind es maximal 10 Kinder – darunter zurzeit auch die 2-jährigen Drillinge Neven, Dean und Raik. «Es ist für uns schon eine besondere Herausforderung, beispielsweise die drei Jungs gleichzeitig zum Schlafen zu bringen», sagte Bettina Boss. Die Kita steht nicht nur den Mobiliar-Angestellten offen: Heute sind 11 Plätze von Externen
belegt. Dem Gedanken der Familienfreundlichkeit lebt die Mobiliar übrigens auch beim Kita-Personal nach. Bettina Boss und Katja Furrer – beides mehrfache Mütter – führen das Mikado in Co-Leitung und unterstützen sich an ihren jeweiligen Frei-Tagen gegenseitig bei der Betreuung ihrer eigenen Kinder.

Lob von der Stadt

Was ich heute hier gehört habe, ist Musik in meinen Ohren», sagte die Berner Gemeinderätin Edith Olibet am Jubiläumsanlass. «Ich wünschte mir viel mehr Unternehmen, die Kindertagesstätten anbieten.» Mit gutem Grund: Auf der Warteliste für Kinderbetreuungsplätze der Stadt Bern stehen 1000 Namen. Auch «Mikado» hat mittlerweile eine Warteliste.  

 

Gesellschaftspolitischer Auftrag

20 Jahre – «Mikado» ist definitiv erwachsen geworden. Wie auch Giannina Spescha. Die Jura-Studentin war 1992 vier Jahre alt und eines der ersten Kinder, das die Mobiliar-Kita besuchte. «Ich erinnere mich noch an den Leiterwagen, den wir immer zum Spazieren benutzt haben.» Für sie ist klar: Sollte sie dereinst mal selber Kinder haben, will sie es wie ihre Mutter machen und weiterhin berufstätig bleiben.

Auch für die Mobiliar gilt: Der eingeschlagene Weg wird weiterverfolgt. In den Worten von CEO Markus Hongler: «Wir müssen dafür sorgen, dass Familien Kinder haben. Das ist wichtig für unser Land, für unsere Sozialwerke, für unsere Unternehmen. Das ist ein gesellschaftspolitischer Auftrag.»

Die Gruppe Mobiliar

Jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Der Allbranchenversicherer weist per 31. Dezember 2016 ein Prämienvolumen von 3.630 Mia. Franken auf. 79 Unternehmer-Generalagenturen mit eigenem Schadendienst garantieren an rund 160 Standorten Nähe zu den 1.7 Millionen Kunden. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG ist in Bern, die Schweizerische Mobiliar Lebensversicherungs-Gesellschaft AG in Nyon domiziliert. Zur Gruppe gehören ferner die Schweizerische Mobiliar Asset Management AG, die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, die Protekta Risiko-Beratungs-AG, die Mobi24 Call-Service-Center AG und die XpertCenter AG, alle mit Sitz in Bern sowie Trianon AG mit Sitz in Renens und SC, SwissCaution SA mit Sitz in Bussigny.

Die Mobiliar beschäftigt in den Heimmärkten Schweiz und Fürstentum Liechtenstein mehr als 4900 Mitarbeitende und bietet 327 Ausbildungsplätze an. Sie ist die älteste private Versicherungsgesellschaft des Landes und seit ihrer Gründung 1826 genossenschaftlich verankert.